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Fort X ist das älteste preußische Fort in Köln. Zudem sind alle steinernen Teile des Forts erhalten, was für Köln ungewöhnlich ist. Die Anlage des Forts entwarf die preußische Oberbaudirektion in Berlin unter der Leitung des bekannten Karl Friedrich Schinkel, was in der Gestaltung des zentralen Bauwerks, um das es hier geht, zum Ausdruck kommt. Infolgedessen beruht der Denkmalwert dieses Bauwerks nicht nur auf seiner wehrgeschichtlichen, sondern auch kunsthistorischen Bedeutung. Ein bestens angelegter und ganz besonders gut gepflegter Rosengarten zeichnet dieses Fort außerdem aus.
Fort X weist heute allerdings sehr viele Schäden auf, die 2016 festgestellt wurden und deren Beseitigung Kosten um 3, 2 Millionen Euro verursachten. 2016 genehmigte der Stadtrat für diese Maßnahme 3,5 Millionen Euro. Jedoch wurden diese Gelder in folgender Zeit für andere Objekte verbraucht. Infolge der allgemeinen Kostensteigerung erhöhten sich die prognostizierten Sanierungskosten bis zum Jahr 2018 bereits auf 4,4 Millionen Euro und im Jahre 2021 sprach man bereits von 6 bis 8 Millionen Euro notwendigen Sanierungsgeldern. Zu den bisher genannten hohen
Kosten des Außenbaues des Forts kommen die Kosten für die stark durchfeuchteten Innenräume, die notwendigen Erneuerungen der Türen, Fenster, Fußböden usw. Da diese Kosten nicht mehr von der Stadt Köln aufgebracht werden konnten, versuchte das Liegenschaftsamt, das Objekt an einen Investor zu vergeben. Darauf meldete sich im April 2021 der Karnevalsverein Nippeser Bürgerwehr. Allerdings kam man bei der Stadt nicht so recht zum Schluss, wann und wie es weitergehen sollte, sodass die Nippeser absprangen. Das Liegenschaftsamt warb 2022 zeitlich begrenzt um weitere Interessenten für eine erbrechtliche Vergabe des Forts. Zwei Bewerber meldeten sich, so das ‚Initiativenhaus für Menschenrechte und Demokratie Köln e. V.‘ Der andere Bewerber wurde bis heute nicht bekannt gemacht. Die in der Ausschreibung des Liegenschaftsamtes vorgeschlagene öffentliche Nutzung wurde dann allerdings vom Naturschutz nicht genehmigt. Dies war einer der wesentlichen Aspekte, auf die sich das Initiativenhaus zur Requirierung der Gelder im Wesentlichen gestützt hatte. Ein weiteres Problem beinhaltete die Planung dieses Vereins, das Kernwerk (Reduit) um ein Geschoss aufzustocken. Mit dieser Erhöhung wollte der Verein weitere Nutzräume gewinnen und zugleich die Durchlässigkeit des Daches, durch das eine Menge Feuchtigkeit in das Gebäude gedrungen war, auf Dauer beheben. Allerdings widerstrebte es der Denkmalpflege, diese Aufstockung zu erlauben.
Da die Sachlage der anstehenden Probleme schwierig zu lösen schien, sollte ein Workshop zur Nutzung des Forts weiterhelfen, der jedoch nicht stattfand. Da die Kosten weiter steigen und die Schäden zunehmen, ist das Betreten dieses einmaligen Bauwerks bald nicht mehr möglich und die Vermarktung des Forts und sein Erhalt sind immer stärker gefährdet. Es scheint, als sei die Sachlage nun endgültig in einer Sackgasse gelandet.
Während des Ortstermins wird der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz die Bedeutung des Forts genauer erläutern, die Mängel aufzeigen und brauchbare Lösungsmöglichkeiten ausführlich vorstellen.
Wir laden alle Entscheidungsträger:innen und Interessierten herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.
Dr. Henriette Meynen
Referentin

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