Der Nationale Geopark Westerwald-Lahn-Taunus wird im Bereich der Lahn vom Radwanderweg an der Lahn durchquert, der auch als „Marmorroute“ ausgeschildert ist. In der Region wurde 400 Jahre lang in über 100 Brüchen der mitteldevonische Massenkalk (entstanden vor rund 380 Mio. Jahren) abgebaut.
Von der Lahn in die Welt
Die letzte nennenswerte Bergung von Lahnmarmor erfolgte 1989 im Villmarer Bongard-Bruch, um Material für die Rekonstruktion des kriegszerstörten Hochaltars der Mannheimer Jesuitenkirche zu gewinnen. Verwendung fand der mehrfarbige Marmor von der Lahn vor allem in den Domen, Kirchen, Schlössern und Burgen entlang von Rhein, Mosel, Main und Lahn. Sogar im Empire State Building in New York (eingeweiht 1931) kam Lahnmarmor zum Einsatz.
100 Stationen digital
Mit Hilfe von KuLaDig (Kultur. Landschaft. Digital.) sind rund 100 Stationen zwischen Wetzlar und Balduinstein über eine sogenannte Story-Map erschlossen. Für Villmar wurde der schon seit 2000 bestehende Lahn-Marmor-Weg digitalisiert.
Die digitale Lahn-Marmor-Route soll die klassischen analogen und digitalen Reiseführer um den Aspekt Lahnmarmor ergänzen. Sie ist gedacht für Radfahrer auf dem Lahntalradweg und Wanderer entlang der Lahn. Die Nutzer finden Beschreibungen von alten Marmorbrüchen, von Burgen, Schlössern und technischen Denkmalen – zum Beispiel die Lahnschleusen –, aber auch Hinweise auf Werkstätten.
Die Tour lässt sich mit KuLaDig vorbereiten bzw. unterwegs über die KuLaDig-App nutzen: Stichwort „Lahn-Marmor-Route“ bzw. für Villmar „Lahn-Marmor-Weg“
Esch-Belval, vom Industrieareal zur Universitätsstadt © Karl Peter Wiemer
Angeregt vom Europäischen Kulturerbejahr 2018 hatte der Rheinische Verein ein Projekt entwickelt, um die industriekulturellen Hinterlassenschaften im Grenzgebiet zwischen Deutschland, Belgien, Luxemburg und Frankreich per Rad erlebbar zu machen. Dabei sollen auch die Zusammenhänge zwischen den Kohle- und Erzabbaugebieten dieser grenzüberschreitenden Region deutlich gemacht werden. Hier ist buchstäblich der Weg das Ziel, denn die Route führt von Aachen über Belgien bis an die französisch-luxemburgische Grenze bei Esch sur Alzette fast durchgängig über alte Bahntrassen, die teils schon im 19. Jahrhundert angelegt wurden, um industrielle Güter und Rohstoffe zu transportieren.
Die RVDL-Arbeitsgruppe „Erlebbare Kulturlandschaft“ hat die Industrie-Radroute von Aachen bis Saarbrücken inzwischen fertiggestellt. Sie verläuft 416 km mit weit über 100 Stationen über Monschau, St. Vith (B), Troisvierges (LUX) Bastogne (B), Esch-sur-Alzette (LUX) und Thionville (F).
Möglich ist sowohl eine mehrtägige Tour als auch die Befahrung in kleinen Teilabschnitten z. B. in Form von Wochenendausflügen oder Tagestouren. Schöne Landschaftserlebnisse und viele spannende Entdeckungen sind garantiert!
In der KuLaDig-App ist die Route unter dem Stichwort „Industriekultur-Radweg“ aufzurufen
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