
Treffpunkt:
200 Jahre - denn 1825 war es soweit, ein eigener Friedhof nahe der Stadt. Endlich! Und dann auch an der Kölnstraße gegenüber dem katholischen Friedhof! Der ungeliebte, im Überschwemmungsgebiet der Rur abgelegene alte reformierte Friedhof konnte aufgegeben werden. Die Standortwahl verdeutlichte die erreichte anerkannte gesellschaftliche Stellung der Protestanten im katholischen Rheinland. Ermöglicht durch die Schenkung des Grundstücks durch den Kaufmann Rudolph Schenkel und seiner Frau Lucia Catharina, geborene Schoeller.
Anfangs wurden Beisetzungen in der Reihenfolge des Todes ohne Denkmäler ausgeführt, wie zuvor, entsprechend der Selbstbescheidung der Reformierten. Daher lagen auch Ehepaare nicht vereint, sondern in Einzelgräbern. Im Laufe des 19. Jahrhunderts änderten sich die Auffassungen und Grabmäler wurden ab 1859 in zunehmender Größe gestattet. Später wurden auch Familiengrabstätten eingeführt. Die erhaltenen Grabmale zeigen anschaulich den Wandel der Begräbniskultur.
In der wilhelminischen Epoche entstanden beeindruckende Grabskulpturen für die großen Dürener Unternehmerfamilien: trauernde Frauen, von Kindern begleitet und auch ein sitzender Grabengel. Die Bedeutung der dort Begrabenen sollte durch die Denkmäler für die Zukunft aufgezeigt werden.
1986 und 1989 wurde der Friedhof als Gesamtheit und elf Einzelgräber in die Denkmalliste der Stadt Düren eingetragen. Bis heute ist der Friedhof, getragen von der Evangelischen Gemeinde zu Düren, in Benutzung. Der Förderverein Evangelischer Friedhof Kölnstraße e.V. kümmert sich um den Erhalt und die Pflege.
Referentin: Dipl.-Ing. Heike Kussinger-Stankovic, Denkmalpflegerin
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