Werden Sie gemeinsam mit uns aktiv für Baukultur, Denkmalpflege und Kulturlandschaft!

Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Projekte

Das jahrhundertelange Wirken der Menschen in Nordrhein und Rheinland-Pfalz hat vielfältige Kulturlandschaften hervorgebracht, die von historischen Kulturlandschaftselementen geprägt werden. Zur Arbeit des Rheinischen Vereins gehört es auch, Projekte zu gestalten. Er regt zu einem sensiblen Umgang mit Denkmälern, Orts- und Stadtbildern, Landschaften und Naturräumen an. Der Verein sieht sich hier in einer Doppelrolle: einerseits als Vermittler zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit, sprich den Bürgern, andererseits als Schnittstelle zwischen den Institutionen, Fachämtern und Universitäten.


Startschuss für die Restaurierung des Räderwerks Stollwerck im Kölner Severinsviertel

Der „Rädersaal“ ist eine künstlerische Installation aus Maschinenteilen der ehemals im Severinsviertel ansässigen Schokoladenfabrik Stollwerck. In den 1980er-Jahren wurden um die Fabrikbauten und das gesamte Gelände heftige Kämpfe geführt. Das Räderwerk erinnert deshalb nicht nur an die Industriegeschichte der Stadt, sondern auch an die Bürgerbewegung, die einen Teil der Bauten retten konnte. In den letzten Jahren wurde das Monument auf dem Betonsockel stark vernachlässigt: Eisenteile sind korrodiert, Fliesen auf dem Sockel beschädigt. Der Regionalverband Köln des RVDL hat sich des Denkmals angenommen, um die dringend notwendige Restaurierung zu forcieren. Dafür wurden erfolgreich Fördermittel bei der Imhoff-Stiftung beantragt. Auch das Grünflächenamt der Stadt Köln beteiligt sich an den Maßnahmen.

Artikel Kölner Stadtanzeiger vom 09.05.2022 (PDF, 26,09 MB)


Räderwerk

Foto: Guido Schiefer/RVDL


Räderwerk

Am 9. Mai 2022 erfolgte am Räderwerk der Startschuss für die Restaurierung. V.l.n.r.: Manfred Kaune (Grünflächenamt der Stadt Köln), Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (RVDL), Dr. Benjamin Irkens (RVDL), Alexander Hess (RVDL), Rudolf Conrads (RVDL), Andreas Hupke (Ehrenamtl. Bezirksbürgermeister), Dr. Alexander Kierdorf (RVDL) Foto: Guido Schiefer/RVDL


Route Mittelalter Ruhr

Im Ruhrgebiet sollen die Spuren des Mittelalters aus dem Schatten geholt werden. Dank der Förderung der NRW-Stiftung kann das neue RVDL-Projekt starten.

Das Ruhrgebiet verfügt über eine Vielzahl kulturgeschichtlich wertvoller Zeugnisse aus dem Mittelalter, die in der öffentlichen Wahrnehmung viel zu oft von der Industriekultur überlagert werden. Um diese Orte, Baudenkmäler und Objekte sichtbar und erlebbar zu machen, etabliert der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Kulturelle Bildung sowie dem Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur an der Technischen Universität Dortmund die „Route Mittelalter Ruhr“. Entlang der Strecke des historischen Hellweges von Duisburg über Essen und Dortmund ostwärts sollen zunächst 100 Informationstafeln an mittelalterlichen Bauwerken angebracht werden. Über einen QR-Code werden Informationen mittels Website und Audioguide digital abrufbar sein. Gehostet wird der digitale Teil des Projekts beim Baukunstarchiv NRW.

Für dieses Vorhaben stellt die NRW-Stiftung dem RVDL bis zu 70.000 Euro zur Verfügung. Bei einem Besuch in der Schatzkammer St. Ludgerus Essen-Werden überreichte Prof. Dr. Barbara Schock-Werner als Vizepräsidentin der NRW-Stiftung am 8. April 2022 die Förderurkunde an den Vorsitzenden Tobias Flessenkemper.


Route Ruhr

Übergabe der Förderurkunde vor St. Ludgerus in Essen-Werden. V.l.n.r.: Prof. Dr. Wolfgang Sonne (TU Dortmund), Prof. Dr. Barbara Schock-Werner (NRW-Stiftung), Tobias Flessenkemper (RVDL), Prof. Dr. Barbara Welzel (TU Dortmund), Ulrich und Brita Reuter (ehrenamtliche Regionalbotschafter der NRW-Stiftung für die Stadt Essen), Christian Breuer (stellv. Vorsitzender des Regionalverbands Ruhr-West des RVDL). Foto: Mareen Meyer/RVDL


Sgraffiti


Sgrafitti

Sgraffito Brühl Sternzeichen Siedlungsbau, Foto: Alexander Hess

Sgraffiti (Singular: Sgraffito) sind in den Putz gekratzte reliefartige Fassadenbilder. Diese haben nichts mit den oft illegal aufgesprühten Bildern und Schriftzeichen, den sogenannten Graffiti zu tun. Bei der Technik, die im Italien der Renaissance entstand, werden verschiedenfarbige Putzschichten übereinander aufgetragen und dann der noch feuchte Putz unterschiedlich tief abgekratzt. Die verschiedenen farbigen Ebenen bilden das fertige Gesamtbild. Die leicht abstrahierenden Bilder erlebten in der Nachkriegszeit ihre große Blüte als Kunst am Bau. Durch Bauverordnungen entstanden sie an öffentlichen Gebäuden, wie Kindergärten, Schulen, Theatern, Kultur- und Verwaltungsgebäuden, aber auch an Kirchen sowie an privaten Wohnhäusern und genossenschaftlichen Siedlungsbauten.


Sgrafitti

Sgraffito Köln, Foto: Alexander Hess

Heutzutage verschwinden viele dieser nicht geschützten Objekte der Volkskunst im Zuge von Fassadensanierungen oder durch Abriss der Gebäude. Je mehr dieser Objekte verschwinden, desto größer wird der Kreis derer, die den Wert dieser liebgewordenen Bilder der Kindheit erkennen und diese bewahren wollen. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz begann im Jahre 2018 mit der Erfassung der Sgraffiti in der Region Köln. In einer zweiten Phase folgen die Objekte in den anderen Regionalverbänden.


Beispiele Sgraffiti

Sgraffito
Sgraffito
Sgraffito

Stimmen und Stimmungen entlang der Mosel

Cochem/Köln. Mehr als 100 Gäste waren der Einladung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und des Vereins Weltkulturerbe Moseltal gefolgt, sich mit „Stimmen und Stimmungen entlang der Mosel“ zu beschäftigen und aktives Netzwerken für die Weinkulturlandschaft zu betreiben. Im gut gefüllten Kulturzentrum Kapuzinerkloster Cochem fand ein facettenreiches Programm aus Fachvorträgen, Publikumsdiskussion und Abschlusspodium statt, bei dem die Weinkulturlandschaft und die Winzer im Mittelpunkt standen. Im Ergebnis bestand Einigkeit über die herausragenden kulturlandschaftlichen Werte der Moselregion, die in einzigartiger Weise von historischen Ortschaften, Burgen und Weinbau, insbesondere in Steillagen, geprägt ist. Einigkeit herrschte jedoch auch über die zahlreichen Herausforderungen, darunter für die Winzer, den Tourismus und die Infrastruktur. Der regelmäßige Austausch von bestpractice - Beispielen, eine dauerhafte Arbeitsgruppe und ein Masterplan könnten dazu beitragen, die Kulturlandschaft Moseltal landschafts- und denkmalverträglich zu erhalten und zu gestalten, Weinwirtschaft und Tourismus zu stärken und letztlich den Prozess der Anerkennung als Welterbe zu unterstützen. Dafür sind handfeste Probleme wie Infrastruktur und Betriebsnachfolge ebenso zu lösen wie es gilt, eine breite Wertschätzung und gemeinsame Moselidentität, auch grenzübergreifend, zu festigen. (der gesamte Pressetext unter Presse Blick aktuell)

Presse (PDF, 256 KB)

Presse Blick aktuell Moselkonferenz (PDF, 273 KB)


Aussichtsplattform Oberkassel


Plattform

Spektakulärer Blick über das Rheintal

Die 24 Quadratmeter große Aussichtsplattform hat eine Länge von etwa neun Metern und ermöglicht einen spektakulären Blick über das Rheintal. Insgesamt 16 Tafeln bieten neben Angaben zur steinzeitlichen Oberkasseler Doppelbestattung zahlreiche Informationen zum Naturschutzgebiet, zur Geologie und zu verschiedenen Themen der Kulturlandschaft. Der für die Region, aber auch für ganz Deutschland und Europa bedeutsame Grabfund beim Steinbruch am Stingenberg vor der Rabenlay wird so als Teil der Kulturlandschaft und ihrer Entwicklung neu erlebbar gemacht. Bereits im Juli gab es Überlegungen, im Umfeld der einstigen Fundstelle einen Ort zu schaffen, an dem die herausragende Bedeutung des Fundes in angemessener Weise gewürdigt werden solle. Immerhin zählt die 1914 im Zuge von Steinbrucharbeiten im Bereich der Rabenlay geborgene Doppelbestattung eines Mannes und einer Frau aus der Zeit um 14.000 vor Christus zu den bedeutendsten altsteinzeitlichen Funden Europas. Die Originale werden heute mitsamt der in den letzten Jahren bei der Neubearbeitung gewonnenen Ergebnisse im LVR-Landesmuseum Bonn präsentiert.

Planung und Förderung
Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Heimatverein Bonn-Oberkassel, der Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, das LVR-Landesmuseum Bonn sowie das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland haben die Plattform geplant. Gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landschaftsverband Rheinland. Die Realisierung der Plattform lag in den Händen des Ingenieurbüros Miebach, das vor allem im Brückenbau tätig ist und diesmal vornehmlich mit Holz gearbeitet hat.


Landschaften

Plattform Oberkassel

Aussichtsplattform Oberkassel

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St. Kastor in Karden

Kulturlandschaft Mosel

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Andernach

Weltkulturerbe Mittelrheintal

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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Heisterbacher Tal

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Niederdollendorfer Heisterberg

Niederdollendorfer Heisterberg

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Moers

Niederrhein

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Wipperkotten an der Wupper

Mühlen des Rheins

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Burg Stahlberg

Burg Stahlberg

Übergabe Niederrheincharta

Übergabe Niederrhein-Charta