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Das Planungsgebiet ist an vielen Stellen durch alte, große Bäume gekennzeichnet, die eine besondere Qualität des Gereonsviertel ausmachen. Diese Bäume tragen nicht allein zur Begrünung des Quartiers bei, sondern haben wichtige Funktionen für die Klimatisierung des dicht bebauten Areals und in der Filterung von Luftschadstoffen, die durch den umgebenden Innenstadtverkehr eingetragen werden. Die Planung sieht vor, dass 40 von hundert Bäumen im Planungsgebiet gefällt werden. Davon sind mehrere besonders große und alte Bäume am Gereonskloster und an der Von-Werth-Straße betroffen, die aufgrund ihrer sehr größeren Blattfläche wesentlich mehr zur Qualität und Klimatisierung des Gebietes beitragen als die bloße Zahl andeutet. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass in den vergangenen zehn Jahren bereits ganz erheblich in den Baumbestand im Gereonsviertel eingegriffen und die Zahl an großen Bäumen reduziert worden ist, ohne dass entsprechende Ausgleichspflanzungen im Viertel vorgenommen worden sind.
Angesichts des geplanten signifikanten Verlustes an Grünqualität sieht der Bebauungsplanentwurf im Planungsgebiet lediglich die Anpflanzung eines einzigen Baumes vor. Unverständlich und unangemessen ist, dass an der Von-Werth-Straße eine Reihe von sechs kleinen Zierbäumen, die als sog. "Halbstämme" eine Höhe von 2,5 Metern nicht übertreffen, im Bebauungsplanentwurf als "zu erhaltener Baum" besonders geschützt werden, während ausgewachsene Großbäume von sehr viel wichtigerer Wirkung nicht geschützt werden.
Allein drei 18 Meter große Platanen im Alter von etwa 50 Jahren sind auf der Westseite des Gereonskloster durch die Vorgaben der Planung zu Fällung vorgesehen, da an dieser Stelle die Erweiterung einer Tiefgarage vorgesehen ist. Durch eine Verlagerung der Tiefgaragenerweiterung in andere Bereiche des Planungsgebietes könnten diese Bäume leicht erhalten werden.
Der Bau der Tiefgarage auf der Westseite des Gereonskloster selbst stellt einen massiven Eingriff in ein bekanntes, ungestörtes Bodendenkmal dar. Auf dem zur Auskellerung vorgesehenen Gebiet befindet sich ein spätantikes Gräberfeld.
Es wird empfohlen, eine Verlagerung der Tiefgaragenerweiterung auf der Westseite Gereonskloster mit dem Ziel zu prüfen, die vorhandnen Platanen an dieser Stelle zu erhalten und einen Eingriff in das Bodenkmal zu vermeiden. Die vorhandenen Großbäume auf dem Gereonskloster sind in der Planung "als zu erhaltender Baum" zu kennzeichnen. Die Zahl der zu fällenden Bäume ist insgesamt zu reduzieren. Der vorhandene alte Baumbestand muss in die Planung integriert und erhalten werden.
Die im Bebauungsplanentwurf vorgesehene Neuanpflanzung eines einzigen Baumes reicht als Ersatz für den absehbaren Verlust nicht aus. Ersatzpflanzungen für gefällte Bäume müssen, soweit die Bäume tatsächlich entfallen, im Gereonsviertel und nicht an anderer Stelle im Stadtgebiet vorgenommen werden. Über Ort und Umfang dieser Ersatzpflanzungen muss vor dem Fällen von Bäumen Klarheit geschaffen werden. Straßen, die im Rahmen der Planung durch zusätzlichen Verkehr belastet werden, (insbesondere Christophstraße und die Straße Im Klapperhof) müssen durch Baumpflanzungen aufgewertet werden.
Einwände und Anregungen zum Bebauungsplan Gereonshof
geplante Verdichtung, städtebauliche Grundlinien
Gereonskloster
Höhenentwicklung
Bäume, Bodendenkmal, Klima
Entwidmung der Straße Gereonshof