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Die historischen Burganlagen sind ein wesentlicher Bestandteil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal. Darüber hinaus stellen sie eine wichtige Grundlage für den Tourismus dar, welcher selbst in dem Begriffspaar Rheinburgen - Rheinromantik einen seiner maßgeblichen Ursprünge hat. Der schleichenden Veränderung der Burgen durch unangepasste Nutzung und/oder neue Baumaßnahmen muss nicht nur wegen der Anerkennung des Oberen Mittelrheintals als UNESCO-Welterbe Einhalt geboten werden, sondern auch, um sie für eine langfristige touristische Nutzung des Gebiets weiter zu sichern.
Die zeitgemäße Nutzung einer Burg orientiert sich am Burgenkonzept des Landesamts für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, das die besondere Denkmaleigenschaft der Burganlage, die mit diesem historischen Zeugnis verbundenen Möglichkeiten und Einschränkungen, die Erhaltung ihres Bestandes und ihrer Integrität sowie die Förderung des Einzelobjekts als Teil der Gesamtheit der Burgen im Welterbegebiet berücksichtigt.
Die angemessene Erhaltung der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal bedarf der Bündelung einer großen Zahl von Fachkompetenzen. Es erscheint daher dringend nötig, einen unabhängigen Fachbeirat für das Welterbegebiet ins Leben zu rufen. Er soll die nachhaltige Entwicklung des Welterbegebiets fachlich begleiten und die Entscheidungsträger aller Ebenen beraten.
Das vorliegende Papier versteht sich als Teil einer größeren Standortbestimmung für das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Weitere Positionspapiere zum kulturellen und natürlichen Erbe sowie zur weiteren Entwicklung der Kulturlandschaft werden ihm folgen müssen.