Zum nachhaltigen Umgang mit den Burgen im Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal
Leitlinien
- Die Integrität der Burganlagen als Summe aus Silhouette, Erscheinungsbild, funktionalen Bestandteilen einer Burganlage, Dimensionen/Proportionen, verwendeten Baumaterialien etc. ist bei jeder sich ändernden oder neuen Nutzung als oberstes Erhaltungsziel anzuerkennen.
- Der historische Baubestand und das Erscheinungsbild der Burgen als historische Anlagen ist nachhaltig zu sichern, moderne Hinzufügungen sind künftig grundsätzlich zu vermeiden. Aufgrund des inzwischen sehr geringen Ausbaupotentials auf den Burgen mit ihren überwiegend sehr kleinen Grundflächen sind Neubauten wenn überhaupt nur als Ersatzbauten innerhalb der vorhandenen Kubatur denkbar. Bei einer Planung ist im Rahmen dieser Vorgaben eine der jeweiligen Burg angepasste sinnvolle ökonomische Nutzung zu suchen, die mit dem Ensemble vereinbar ist.
- Der Wert des Burgensembles und der einzelnen Objekte hängt wesentlich von ihrem geschlossenen, historischen Erscheinungsbild ab. Es sollte deshalb auch hier jegliche vermeidbare moderne Zutat (Parkplätze, Zuwegung, Baugebiete) in direkter optischer Konkurrenz unterblieben, im Falle ihrer wirklichen Unabweisbarkeit aber höchst vorsichtig und sensibel platziert und gestaltet werden. Soweit die Burg als Ganzes oder in Teilen noch Ruinencharakter besitzt, ist dieser vor dem Hintergrund des weitgehenden Verschwindens der „romantischen Ruinen" am Mittelrhein als unverzichtbares Zeugnis zu bewahren.
- Die Burgen mit ihrer Geschichte, Architektur, Ausstattung, und ihrer Einbettung in die umgebende Kulturlandschaft fordern im Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit ein anspruchsvolles didaktisches Konzept. Die Ausstattung der Räume, die Gestaltung von Programmen und die Vermittlung der jeweiligen geschichtlichen Zusammenhänge sollte diesem Anspruch Rechnung tragen.
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Einleitung
Leitlinien
Fazit