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Inhaltsverzeichnis

Das Weltkulturerbe Mittelrheintal und eine neue Rheinbrücke

Eine neue Rheinquerung als Bestandteil einer großräumigen Straßenverbindung

Es ist zu klären, ob die geplante neue Rheinquerung Bedeutung als großräumige und raumordnerisch bedeutsame Verbindungsstraße hat. Nach der „Raumanalyse Mittelrheintal" umfasste dieses mit dem Weltkulturerbe identische Gebiet in fünf Landkreisen ohne die kreisfreie Stadt Koblenz, die zwei Rheinquerungen besitzt, im Jahr 1996 rund 128.000 Einwohner; der engere Einzugs- oder Kernbereich für die Brücke (ohne Bingen, Rüdesheim und das Rhein-Nahe-Gebiet) 73.000 Einwohner. Für das Jahr 2010 ist hier eine Einwohnerzahl von 65.000 prognostiziert. Ohne externe Einflüsse wird erwartungsgemäß mit einem weiteren Rückgang der Einwohnerzahlen gerechnet.

In der Raumanalyse ist sodann die Rede von einem Bauflächenpotential, das eine Einwohnerzahl von insgesamt 79.000 Einwohnern im weiteren Bereich der Rheinquerung zulasse.
Es bleibe hier zunächst offen, ob die aufgrund der Bauflächen mögliche Einwohnerzahl als Prognosewert benutzt werden darf. Die neue Rheinquerung böte somit maximal 65.000, oder bei der optimistischen Prognose 79.000 Einwohnern die Möglichkeit, schnell und auf relativ kurzem Wege das jeweils andere Rheinufer zu erreichen.

Die zur möglichen Rheinbrücke führenden Straßen verbinden folgende Orte/Gebiete:

Von der neuen Straßenverbindung positiv berührt sind demnach in erster Linie die in der Vorstellung der Regionalplanung ein Mittelzentrum bildenden Städte Sankt Goar und Sankt Goarshausen sowie in unterschiedlichem Maße, je nach ihrer Entfernung von der Querungsstelle, die Mittel- und Grundzentren Boppard, Oberwesel, Braubach, Rhens, Bacharach und Kaub; Lorch, Bingen und Rüdesheim sind ebenso wenig betroffen wie Lahnstein.
Oberzentren als Anknüpfungspunkte sind entweder nicht vorhanden oder bereits gut versorgt wie Koblenz: Im Norden verläuft die A 48 Trier - Koblenz - A 3 (Limburg) in rund 40 km Abstand. Im Süden links des Rheins die A 6 von Saarbrücken nach Kaiserslautern, von dort die A 63 über Alzey nach Mainz; außerdem die A 60 (Bingen - Mainz / Wiesbaden).

Ob im Verlauf der ehemaligen Eisenbahnbrücke bei Geisenheim eine Rheinbrücke in Richtung Bingen erforderlich ist, muss hier nicht untersucht werden. Eine solche Straße wäre aber in erster Linie für den Anschluss des Flughafens „Frankfurt"-Hahn von Bedeutung. Schon eine mögliche Verbindung von Mittelzentren wird in den einschlägigen Empfehlungen zur Straßennetzplanung als Straße eingeordnet, der keineswegs eine übergeordnete Bedeutung beigemessen werden kann. Umso weniger würde das für die vorgeschlagene Verkehrsverbindung gelten.

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Einleitung
Eine neue Rheinquerung als Bestandteil einer großräumigen Straßenverbindung
Die zu erwartende Belastung einer neuen Rheinquerung
Das Weltkulturerbe Mittelrheintal und eine neue Rheinbrücke - Empfehlungen

 

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