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Die Verleihung des Status „Weltkulturerbe" an das Mittelrheintal schließt nachhaltige Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes aus, die eine neue Rheinbrücke leicht mit sich bringen kann. Die Anlage einer neuen Rheinbrücke ist zwar nicht a priori wegen des Status „Weltkulturerbe" des Mittelrheintals ausgeschlossen. Es müssen jedoch aus der Sicht der Landschaftspflege besondere Anforderungen gestellt und berücksichtigt werden, die sich auch stark Kosten steigernd auswirken können. Aus diesem Grunde liegen die ermittelten Kosten mit Sicherheit am unteren Ende der Skala.
Zweifellos ist eine feste Verbindung zwischen den beiden Rheinufern etwa in der Mitte zwischen Rüdesheim / Bingen und Koblenz aus der Sicht der betroffenen Gemeinden wünschenswert. Die vorhandenen und zu erwartenden Siedlungs- und Verkehrsstrukturen lassen jedoch den Bau einer neuen Rheinbrücke mit vertretbarem Aufwand nicht zu, von einem Tunnel ganz zu schweigen. Eine neue Rheinquerung kann weder Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan finden, noch aus Mitteln des GVFG finanziert werden. Desgleichen scheidet der Bau mit Hilfe kommunaler Mittel oder aus dem Landeshaushalt aus. Die betroffenen Städte und Gemeinden sollten überprüfen, wo ein zweites Fährschiff eingesetzt werden kann bzw. ob eine verbesserte Ausstattung der zur Zeit eingesetzten Schiffe (z. B. bessere Radargeräte) Vorteile bietet.
Lesen Sie dazu auch die aktuelle Stellungnahme des Rheinischen Vereins vom 2. Juni 2009