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Klosterlandschaft Heisterbacher Tal - vom Modellprojekt zur Klosterlandschaft Heisterbacher Tal

Zielsetzungen

Zusammenfassend lässt sich für die Konzeption des Projektes festhalten, das die Dokumentation und Inventarisation des Heisterbacher Tales im Vordergrund stand, ausgehend vom ehemaligen Zisterzienserkloster mit seinen Gebäuden, dem Wirtschaftsbetrieb mitsamt der Wasserversorgung, und dies in seiner geschichtlichen und kulturlandschaftlichen Gesamtheit. Dabei spielen sowohl ökologische als auch kultur-, wirtschafts- und sozialgeschichtliche Faktoren eine Rolle.
Es wurden Parameter zum Schutz und zur Entwicklung des Heisterbacher Tales festgelegt. Vorrang haben der Schutz der Kulturlandschaft sowie die Sicherung ihrer Grundlagen, im wesentlichen die historischen Strukturen, die Denkmäler und Bodendenkmäler sowie die naturräumlichen Gegebenheiten.
Derzeit wird der Versuch unternommen, mit Hilfe der gezielten Kartierung von Ausschlussflächen kulturlandschaftlich sensible Bereiche von einer weiteren Nutzung oder auch der Festlegung als Ausgleichsflächen freizuhalten.

Mit dem integrativen Ansatz des Projektes sollen also einerseits die rechtlichen Rahmenbedingungen ausgeschöpft werden, aber auch Aussagen und Handlungsempfehlungen zur Landschaftsplanung möglich sein. Ein wesentlicher Bestandteil der weiteren Umsetzung sind die gutachterlichen Stellungnahmen verschiedener Fachdisziplinen. Neben einem hydrologischen Gutachten sowie einem Biologischen Gutachten lieferten die Land- und Forstwirtschaft, die Baudenkmalpflege und besonders umfänglich die Bodendenkmalpflege weitere Erhebungen und Präzisierungen. Das archäologische Gutachten der Abteilung Prospektion des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege umfasst nicht nur eine Zusammenstellung und Aufbereitung bekannter Daten, sondern wurde erweitert durch eine systematische Prospektion und Geoprospektion des Geländes, die im Juli 2002 weitgehend abgeschlossen werden konnte. Ebenso konnten mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt einige gezielte Sondagen im Gelände der Abtei sowie im Außenbereich durchgeführt werden.

Langfristig soll auch die Aufarbeitung der Altgrabungen im Bereich der Abteikirche in die Gesamtdokumentation einfließen. Dieser umfangreiche archäologische Maßnahmenkatalog war ausdrücklicher Wunsch des Fachreferenten für Bodendenkmalpflege am zuständigen Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW. Ebenso unterstützte das Ministerium die topographische Aufnahme des Heisterbacher Tales im Rahmen zweier Diplomarbeiten an der Universität Essen, die im Sommer 2002 abgeschlossen wurden.
In der momentanen Phase des Projektes werden als Ergebnis eines didaktischen Präsentationskonzeptes vier kulturhistorische Wanderrouten durch das Heisterbacher Tal erarbeitet, die zukünftig den Besuchern durch ein Informationssystem die Kulturlandschaft erschließen und den Blick für die kulturellen Relikte schärfen sollen.

Weiterführende Literatur:

K.-D. Kleefeld, P. Burggraaff u.a.,
Abschlußbericht zur modellhaften Konzeptentwicklung der Kulturlandschaft Heisterbacher Tal (ungedr. Manuskript 2001).

P. Burggraaff, E. Fischer, D. Killmann, K.-D. Kleefeld, B. Schwontzen,
Klosterlandschaft Heisterbacher Tal. Rheinische Landschaften 49 (Köln 2001).

Ora et labora. Quellen und Elemente der Nachhaltigkeit zisterziensischen Lebens. Zisterzienser im Rheinland 5
(Köln 2002).

Weiterführende Informationen:

Der Rheinische Verein engagiert sich auch im Rahmen der Regionale 2010 für das Projekt "Klosterlandschaft Heisterbacher Tal"

 

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