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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Veranstaltungen


Samstag, 7. April 2018

Exkursion
Treffpunkt:
11.00 Uhr in Hanau, Schloss Philippsruhe, Haupteingang Parken auf der Westseite des Parks am Amphitheater, Einfahrt Kesselstädter Straße
Kosten: 5,-€ p. P.
Anmeldung: bei Dr. Günther Stanzl, E-Mail stanzl2002@aol.com, Tel.: (06131) 50 95 29, oder bei Hartmut Fischer, E-Mail hartmut.fischer@gmx.net, Tel.: (06131) 737 73

Das unterschätzte Kleinod: Schloss Philippsruhe in Hanau


Schloss Philippsruhe

Schloss Philippsruhe in Hanau, Gartenseite, Foto: Wikipedia, Rainer Lippert

Als ein „europäisches Kulturdenkmal höchsten Ranges und einzigartig in der Region" haben renommierte Kunsthistoriker in jüngster Zeit das Schloss Philippsruhe in Hanau gepriesen. Mit seinem Bau war 1701 begonnen worden. Nicht zuletzt der Eigentümerwechsel im Jahr 1736 bildete den Auftakt für zahlreiche Um- und Erweiterungsbauten, die erst 1880 zum heutigen Erscheinungsbild der beeindruckenden Mehrflügelanlage führten. Erst kürzlich vorgenommene Freilegungen im Schlossinneren brachten vorher nicht bekannte Wandmalerei und prächtige Deckenstuckaturen zutage. Der Schlosspark im Stil eines englischen Landschaftsgartens, jahrelang vernachlässigt, zeigt sich mit seinen barocken Restelementen wieder eines Schlosses würdig. Im Rahmen einer Führung lernen wir nicht nur die wechselvolle Geschichte des Adelsbaus kennen, sondern besuchen auch das Historische Museum Hanau mit seinen zahlreichen Zeugnissen der Stadtgeschichte sowie der Malerei, der Fayence- und Goldschmiedekunst der einstigen Grafschaft Hanau. Im Gegensatz zu den Gegebenheiten in anderen Schlossmuseen strebt man hier an, soweit es aus konservatorischen Gründen irgend geht, die optische Verbindung zwischen dem Schlosspark und den Innenräumen zu erhalten und deshalb die Transparenz der Fenster durch Verzicht auf Rollos zu gewährleisten. Nach dem Mittagessen bietet sich die Gelegenheit zu einem Besuch im Kurpark Hanau-Wilhelmsbad mit dem ältesten Karussell der Welt. 1779 hatte es Erbprinz Wilhelm I. von Hessen-Kassel erbauen lassen. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde es nicht zuletzt dank privater Initiative 2017 mit Millionenaufwand wieder gangbar gemacht.


Zeitungsausschnitt

AZ 27.11.2017

Brief RVDL an Rathaus Mainz (PDF, 263 KB)


Plätzchen-Aktion

Studenten haben eine Initiative „Freunde des Mainzer Rathauses“ gegründet und Plätzchen in Formen von Bauteilen des Rathauses an die Stadtratsmitglieder verteilt.


Plätzchenaktion vor dem Rathaus Mainz

Vorstand

Hartmut Fischer
Vorsitzender

Klaus Bierbaum

Horst Maurer

Adam J. Schmitt

Dr. Günther Stanzl


Kontakt

Klaus Bierbaum
Untere Zahlbacher Straße 21
55131 Mainz
Tel. (06131) 669 25 0 und 0171 75 00 756
E-Mail:

Hartmut Fischer
Rembrandtstraße 56
Tel. (06131) 737 73 und 0151 55 57 33 17
E-Mail:

Adam J. Schmitt
Münzthaler Grund 10
55413 Weiler
Tel. (06721) 99 32 82
E-Mail:

Dr. Günther Stanzl
An den Frankengräbern 13
55129 Mainz
Tel. (06131) 50 75 29
E-Mail:

Horst Maurer
Niehuisweg 2a
55413 Oberdiebach
Tel. 06743 - 2355
E-Mail:


Aktuelles

06. August 2015

Stellungnahme des RVDL, RV Mainz, zu Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm im Bereich der Hohen Wurzel

Stellungnahme des RV Mainz (PDF, 218 KB)

Der Regionalverband Mainz spricht sich gegen den erwogenen Hotelstandort unmittelbar neben dem Kurfürstlichen Schloss aus

Pressemitteilungen (April 2015)

Hotelstandort unakzeptabel
Als einen „städtebaulichen Jahrhundertfehler“ bezeichnet der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RV) den neuerdings erwogenen Hotelstandort unmittelbar neben dem Kurfürstlichen Schloss. „Dieser Vorschlag lässt jeglichen Respekt vermissen gegenüber einem so hochrangigen Bauwerk wie der einstigen Kurfürstenresidenz“, meint Dr. Günther Stanzl, denkmalfachlicher Sprecher des RV-Regionalverbandes Mainz. Erschreckend sei auch der Grad an Geschichtsvergessenheit, der darin zum Ausdruck komme: „Die Platzwahl lässt völlig außer Acht, dass Schlossbauten im wahrsten Sinne des Wortes Freiraum brauchen, um ihren ursprünglichen Charakter als bauliche Besonderheit nicht zu verlieren. Ein solcher Freiraum, nämlich das Areal des früheren Schlossgartens, darf nicht ökonomischem Kalkül geopfert werden.“
Nach Ansicht des Rheinischen Vereins könnte es sich bei dem jüngsten Standortvorschlag allerdings auch um ein Ablenkungsmanöver handeln, um „eine Betonierung des Ernst-Ludwig-Platzes“ als das kleinere Übel erscheinen zu lassen.

Die Martinsburg nicht vergessen
Den Überlegungen zu einer Neunutzung des Schloss-Rheinflügels sollte eine umfassende Bauforschung vorausgehen. Ziel muss sein, mehr über die Martinsburg zu erfahren. Zu dieser Forderung sieht sich der Rhei-nische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz nach seiner letzten Veranstaltung im Erthaler Hof veranlasst. Der Historiker Dr. Ralph Melville hatte dort eindrucksvoll dargelegt, wie viel Substanz des Schloss-Vorgängerbaus noch im Rheinflügel sichtbar ist und wo sie vermutet werden darf: „Die Martinsburg-Zeugnisse zu lokalisieren und wieder erkennbar zu machen würde neue Einblicke in die Schlossge-schichte erlauben.“
Dr. Melville präsentierte die einzig erhaltene Darstellung des Burginneren – auch für Fachleute eine Sensation. Am Beispiel des Martinsburg-Fensters im Rheinflügel verdeutlichte er, dass dessen im Laufe seiner sukzessiven Verlängerung eingetretene Verschränkung mit der Martinsburg noch viele Fragen aufwerfe. Der Auszug des Römisch-Germanischen Zentralmuseums biete die Gelegenheit, hierauf Antworten zu finden.
Nach den Ausführungen von Prof. Dr. Matthias Müller auf der gleichen Veranstaltung besitzen Vorgängerbauten von Schlössern grundsätzlich eine für die Herrschaftsgeschichte herausragende Bedeutung. Die Entwicklung einer Residenz barocken Zuschnitts aus den Anfängen einer Burg sei nämlich in Europa keine Ausnahme, sondern, wie das Beispiel Wien zeige, durchaus häufig, erklärte der Kunsthistoriker. Man habe damals bewusst die Vorgängerbauten nicht restlos beseitigt, sondern Teile als wesentliche Bedeutungsträger auch dann erhalten, wenn dies zu baulich-konstruktiven Friktionen zu führen drohte. Just dies gelte auch für die Mainzer Martinsburg. Sie sei über Jahrhunderte von den Erzbischöfen und dem Domkapitel erhalten worden und stünde sicher noch heute, wenn sie Napoleon nicht hätte abreißen lassen. Dr. Melville empfahl, neben dem rheinseitigen Schlossgraben Erkundungs-grabungen durchzuführen: „Vielleicht geben sie Aufschluss über den bisher nur ungenau vorliegenden Grundriss des alten Isenburg-Baus.“

Zeitungsartikel zum Thema:
Artikel vom 16.04.2015_1 (JPG, 422 KB)
Artikel vom 16.04.2015_2 (JPG, 243 KB)
Artikel vom 17.04.2015 (JPG, 140 KB)
Artikel vom 28.04.2015 (JPG, 57 KB)
Karrikatur (JPG, 101 KB)
Artikel vom 15.05.2015 (JPG, 316 KB)

Neues Ludwigsstraßen-Forum und Gesamtkonzept für Gutenbergplatz gefordert

Artikel aus der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 22.05.2015 (JPG, 399 KB)