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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Veranstaltungen


Samstag, 7. Oktober 2017

Exkursion
Treffpunkt: 10.00 Uhr in Bingen, Alter Kran am Rheinufer neben dem Restaurant „Zollamt“. Parken in der Straße Hindenburganlage gegen eine geringe Tagesgebühr möglich.
Kosten p.P.: 6,– €
Anmeldung: bei Dr. Günther Stanzl, E-Mail: stanzl2002@aol.com, Tel.: (06131) 509 529, oder bei Hartmut Fischer, E-Mail: hartmut.fi scher@gmx.net, Tel.: (06131) 73 773

Begegnungen mit der Geschichte: Bingen, der Rhein und die hl. Elisabeth
Als römisches Bingium vor 2000 Jahren zwischen Nahe und Rhein gegründet, zeigt sich das heutige Bingen spätestens seit der Landesgartenschau 2008 entlang des Rheins von seiner schönsten Seite. Einst prägte geschäftiger Warenumschlag die Uferzone. Der alte Kran zeugt heute noch davon. Uns bietet sich die (seltene) Gelegenheit, sein Inneres zu besichtigen. Danach besuchen wir das „Museum am Strom“. Ausstellungsschwerpunkte sind die Themen „Bingen – ein Brückenschlag durch zwei Jahrtausende“, „Rheinromantik“ mit Prachträumen des 19. Jh., das 67-teilige „Binger Ärztebesteck“, eine archäologische Sensation aus einer Grabung von 1925, sowie „Das Leben und Werk Hildegards von Bingen“. Sollte der Rhein-Pegelstand es erlauben, können wir im Anschluss an das Mittagessen nach einem 40-minütigen Fußweg am Rheinufer zum kürzlich umfassend restaurierten Mäuseturm mit dem Boot übersetzen. Falls sich uns diese Möglichkeit nicht bietet, besichtigen wir die 600 Jahre alte Basilika St. Martin, einen stilgeschichtlich bemerkenswerten Kirchenbau.


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Vortrags- und Diskussionsabend
Treffpunkt: 18.00 Uhr, Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49–51, Mainz
Referent: Dr. Hans Marg (Initiative Römisches Mainz)
Anmeldung: erbeten bei Hartmut Fischer, E-Mail: hartmut.fi scher@gmx.net
Hinweis: Eine Veranstaltung im Zusammenhang mit dem Projekt vorZeiten – archäologische Schatzreise an Rhein und Mosel, zum 70. Geburtstag der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz

Die Präsentation des Mainzer römischen Theaters im europäischen Vergleich
Mit der von der rheinland-pfälzischen Landesarchäologie initiierten Grabung zwischen Bahn und Zitadelle traten die beeindruckenden Reste des nördlich der Alpen größten römischen Bühnentheaters zutage. Es konnte annähernd 10.000 Zuschauer fassen. Wie präsentiert sich die Ruine heute, wie steht es mit ihrer Konservierung und werden die erhaltenen Reste des antiken Bauwerks ihrer Bedeutung entsprechend gewürdigt? Diese und andere Fragen will der Vortrag beantworten und dabei Vergleiche anstellen mit römischen Theaterbauten im übrigen Europa, so in Arles, Orange oder Kaisersaugst. Es werden Gemeinsamkeiten herausgearbeitet, aber auch Unterschiede und Besonderheiten. Außerdem versucht der Vortrag aufzuzeigen, welche Entwicklungen in der Nutzung für Mainz noch denkbar sind.


Vorstand

Hartmut Fischer
Vorsitzender

Klaus Bierbaum

Horst Maurer

Adam J. Schmitt

Dr. Günther Stanzl


Kontakt

Klaus Bierbaum
Untere Zahlbacher Straße 21
55131 Mainz
Tel. (06131) 669 25 0 und 0171 75 00 756
E-Mail:

Hartmut Fischer
Rembrandtstraße 56
Tel. (06131) 737 73 und 0151 55 57 33 17
E-Mail:

Adam J. Schmitt
Münzthaler Grund 10
55413 Weiler
Tel. (06721) 99 32 82
E-Mail:

Dr. Günther Stanzl
An den Frankengräbern 13
55129 Mainz
Tel. (06131) 50 75 29
E-Mail:

Horst Maurer
Niehuisweg 2a
55413 Oberdiebach
Tel. 06743 - 2355
E-Mail:


Aktuelles

06. August 2015

Stellungnahme des RVDL, RV Mainz, zu Windkraftanlagen auf dem Taunuskamm im Bereich der Hohen Wurzel

Stellungnahme des RV Mainz (PDF, 218 KB)

Der Regionalverband Mainz spricht sich gegen den erwogenen Hotelstandort unmittelbar neben dem Kurfürstlichen Schloss aus

Pressemitteilungen (April 2015)

Hotelstandort unakzeptabel
Als einen „städtebaulichen Jahrhundertfehler“ bezeichnet der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RV) den neuerdings erwogenen Hotelstandort unmittelbar neben dem Kurfürstlichen Schloss. „Dieser Vorschlag lässt jeglichen Respekt vermissen gegenüber einem so hochrangigen Bauwerk wie der einstigen Kurfürstenresidenz“, meint Dr. Günther Stanzl, denkmalfachlicher Sprecher des RV-Regionalverbandes Mainz. Erschreckend sei auch der Grad an Geschichtsvergessenheit, der darin zum Ausdruck komme: „Die Platzwahl lässt völlig außer Acht, dass Schlossbauten im wahrsten Sinne des Wortes Freiraum brauchen, um ihren ursprünglichen Charakter als bauliche Besonderheit nicht zu verlieren. Ein solcher Freiraum, nämlich das Areal des früheren Schlossgartens, darf nicht ökonomischem Kalkül geopfert werden.“
Nach Ansicht des Rheinischen Vereins könnte es sich bei dem jüngsten Standortvorschlag allerdings auch um ein Ablenkungsmanöver handeln, um „eine Betonierung des Ernst-Ludwig-Platzes“ als das kleinere Übel erscheinen zu lassen.

Die Martinsburg nicht vergessen
Den Überlegungen zu einer Neunutzung des Schloss-Rheinflügels sollte eine umfassende Bauforschung vorausgehen. Ziel muss sein, mehr über die Martinsburg zu erfahren. Zu dieser Forderung sieht sich der Rhei-nische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz nach seiner letzten Veranstaltung im Erthaler Hof veranlasst. Der Historiker Dr. Ralph Melville hatte dort eindrucksvoll dargelegt, wie viel Substanz des Schloss-Vorgängerbaus noch im Rheinflügel sichtbar ist und wo sie vermutet werden darf: „Die Martinsburg-Zeugnisse zu lokalisieren und wieder erkennbar zu machen würde neue Einblicke in die Schlossge-schichte erlauben.“
Dr. Melville präsentierte die einzig erhaltene Darstellung des Burginneren – auch für Fachleute eine Sensation. Am Beispiel des Martinsburg-Fensters im Rheinflügel verdeutlichte er, dass dessen im Laufe seiner sukzessiven Verlängerung eingetretene Verschränkung mit der Martinsburg noch viele Fragen aufwerfe. Der Auszug des Römisch-Germanischen Zentralmuseums biete die Gelegenheit, hierauf Antworten zu finden.
Nach den Ausführungen von Prof. Dr. Matthias Müller auf der gleichen Veranstaltung besitzen Vorgängerbauten von Schlössern grundsätzlich eine für die Herrschaftsgeschichte herausragende Bedeutung. Die Entwicklung einer Residenz barocken Zuschnitts aus den Anfängen einer Burg sei nämlich in Europa keine Ausnahme, sondern, wie das Beispiel Wien zeige, durchaus häufig, erklärte der Kunsthistoriker. Man habe damals bewusst die Vorgängerbauten nicht restlos beseitigt, sondern Teile als wesentliche Bedeutungsträger auch dann erhalten, wenn dies zu baulich-konstruktiven Friktionen zu führen drohte. Just dies gelte auch für die Mainzer Martinsburg. Sie sei über Jahrhunderte von den Erzbischöfen und dem Domkapitel erhalten worden und stünde sicher noch heute, wenn sie Napoleon nicht hätte abreißen lassen. Dr. Melville empfahl, neben dem rheinseitigen Schlossgraben Erkundungs-grabungen durchzuführen: „Vielleicht geben sie Aufschluss über den bisher nur ungenau vorliegenden Grundriss des alten Isenburg-Baus.“

Zeitungsartikel zum Thema:
Artikel vom 16.04.2015_1 (JPG, 422 KB)
Artikel vom 16.04.2015_2 (JPG, 243 KB)
Artikel vom 17.04.2015 (JPG, 140 KB)
Artikel vom 28.04.2015 (JPG, 57 KB)
Karrikatur (JPG, 101 KB)
Artikel vom 15.05.2015 (JPG, 316 KB)

Neues Ludwigsstraßen-Forum und Gesamtkonzept für Gutenbergplatz gefordert

Artikel aus der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 22.05.2015 (JPG, 399 KB)