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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Veranstaltungen

Wir bitten Sie, sich für die jeweiligen Veranstaltungen anzumelden, damit wir Sie über mögliche Terminänderungen informieren können.


Freitag, 25. Mai 2018

Geführter Rundgang
Treffpunkt:
19.30 Uhr, an der Kirche St. Mariä Himmelfahrt, Degerstr./Ackerstr., Düsseldorf
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum
Hinweis: Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Flingern-Nord – Gasbeleuchtung auf 2,7 km²
Wo 22.000 Einwohner zentrumsnah wohnen, ist eine technische Innovation des 19. Jh. vielfältig erlebbar: die Düsseldorfer Gasbeleuchtung. Während der industriellen Entwicklung Düsseldorfs war die Lokomotivfabrik Hohenzollern mit 1000 Arbeitsplätzen größter Arbeitgeber im Stadtteil. Ansonsten bildeten viele Hinterhofbetriebe den Querschnitt eines vielfältigen handwerklichen und gewerblichen Lebens, was heute noch die Lebendigkeit des Stadtteils formt.


Samstag, 2. Juni 2018 und Sonntag, 3. Juni 2018

Geführte Rundgänge
Treffpunkt: Parkeingang gegenüber Zufahrt Park & Ride-Platz Haus Meer in Meerbusch-Büderich
Öffnungszeit:
12.00 Uhr bis 16.00 Uhr, ab 14.00 Uhr geführter Rundgang
Führung: Reinhard Lutum
Information: Dr. Rosemarie Vogelsang
Hinweis: Festes Schuhwerk erforderlich, Teilnahme kostenfrei

Kooperationsveranstaltung mit dem Förderverein Haus Meer e.V.


Haus Meer

Offene Gartenpforte im Gartendenkmal Park Haus Meer Von der mittelalterlichen Klostergründung zum Landschaftspark des 19. Jh.
Der seit 1865 entstandene und in Privatbesitz befindliche Park Haus Meer ist eine Schöpfung des Düsseldorfer königlichen Hofgarteninspektors Joseph Clemens Weyhe (1807-1871), eingetragenes Gartendenkmal seit 2004. Auf Initiative des Fördervereins Haus Meer e.V. wurde mit der denkmalgerechten Instandsetzung begonnen. Besucher haben die Möglichkeit, den Parkplan von 1865 und seine Umsetzung kennen zu lernen und historische Hintergründe des früheren Kloster-und Schlossgeländes zu erfahren.


Freitag, 8. Juni 2018

Geführter Rundgang
Treffpunkt:
15.00 Uhr vor dem Max-Haus, Schulstraße 11, Düsseldorf
Kosten: 10,- €
Anmeldung: bis 28. Mai 2018 bei H. Friedrichs, Mobil (0157) 82 62 12 33, oder E-Mail sabinefriedrichs@web.de; nach Bestätigung Überweisung auf das Konto Helmut Friedrichs wg. RVDL, VR-Bank, IBAN DE28 3056 0548 2113 0504 14
Referent: Dr. Klaus Siepmann
Hinweis: Nachbetrachtung im Max-Haus (Selbstzahler)


Düsseldorf

Düsseldorf, Citadellstraße 13, Foto: Kürschner, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18963810

Das Citadell-Viertel in der Düsseldorfer Altstadt
Ausgehend vom ehemaligen Franziskanerkloster St. Antonius von Padua (gegründet 1651 auf der Citadelle und 1737 erweitert), dem heutigen Maxhaus an der Schulstraße, werden ausgewählte Wohngebäude und Stadtpalais besichtigt, die überwiegend aus dem 17. und 18. Jh. stammen. Hierzu zählt z. B. das ehemalige Wohnhaus des kurfürstlichen Kammerfouriers Johann Georg Geinier aus dem Jahr 1684, in dem sich heute das Polnische Institut befindet. In unmittelbarer Nachbarschaft sind ebenfalls sehenswert die denkmalgeschützten Häuser Citadellstr. 11, heute Haus Heinersdorff, das ehemalige Palais Pfeilstricker, ursprünglich von 1744 und erst kürzlich saniert, sowie zahlreiche Wohnhäuser bis zum südlichen Rand der Citadellstraße, dem ehemaligen Palais Spee.


Freitag, 29. Juni 2018

Geführter Rundgang
Treffpunkt:
20.00 Uhr, am Schalenbrunnen auf dem Corneliusplatz, Düsseldorf
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum
Hinweis: Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Gasleuchten im Düsseldorfer Hofgarten
Als technisches Element des bedeutenden Gartendenkmals Hofgarten wurde die Gasbeleuchtung 1998 gemeinsam mit den gartenkünstlerischen Freiraumelementen in die Düsseldorfer Denkmalliste eingetragen. Nach den umfangreichen Sturmschäden von Pfingsten 2014 wird seit Ende 2017 auch die Gasbeleuchtung behutsam wieder instand gesetzt. In Focus des Rundgangs steht die Symbiose von Garten- und Technikdenkmal.


Samstag, 14. Juli und Sonntag 15. Juli 2018

Parkspaziergänge
Öffnungszeit: 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr Geführter Rundgang: ab 14.00 Uhr
Führung: Reinhard Lutum,
Information: Dr. Rosemarie Vogelsang
Kosten: kostenfrei
Hinweis: Parkeingang gegenüber Zufahrt Park & Ride-Platz Haus Meer in Meerbusch-Büderich, festes Schuhwerk erforderlich Eine Kooperation mit dem Förderverein Haus Meer e.V.


Haus Meer

Haus Meer Eiskeller, Foto: Käthe und Bernd Limburg

Offene Gartenpforte im Gartendenkmal Park Haus Meer – ein Landschaftspark des 19. Jahrhunderts
Der seit 1865 entstandene und in Privatbesitz befindliche Park Haus Meer ist eine Schöpfung des Düsseldorfer königlichen Hofgarteninspektors Joseph Clemens Weyhe (1807–1871), eingetragenes Gartendenkmal seit 2004. Auf Initiative des Fördervereins Haus Meer e.V. wurde mit der denkmalgerechten Instandsetzung begonnen. Besucher haben die Möglichkeit, den Entwurf von 1865 und seine Umsetzung kennenzulernen und historische Hintergründe des früheren Kloster- und Schlossgeländes zu erfahren.


Freitag, 27. Juli 2018

Geführter Rundgang
Treffpunkt:
20.00 Uhr, Lindenplatz, 40235 Düsseldorf-Flingern
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum
Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Gasbeleuchtung in Flingern-Nordwest
Der Stadtteil ist wie manch anderer vor allem ein Ergebnis von Industrialisierung und Gründerzeit in Düsseldorf. Wo 22.000 Einwohner zentrumsnah wohnen, ist eine technische Innovation des 19. Jh. vielfältig erlebbar – die Düsseldorfer Gasbeleuchtung. Gemeinsam mit teils altem Baumbestand akzentuieren verschiedene Leuchtentypen abwechslungsreiche Straßenräume.


Donnerstag, 16. August bis Sonntag, 19. August 2018

Exkursion
Anmeldung: bei Ursula Lange, Tel.: (02241) 34 76 36 oder E-Mail: nana47112@gmx.de
Organisation und Führung: Ursula Lange M.A. und Julia Olry

Exkursion nach Colmar im Elsass Besichtigung eines Weinguts in Untertürkheim mit Verkostung. Der Winzer wird uns die Besonderheiten des Weinbaus im Elsass erläutern. Treffen mit Mitgliedern der Société d`histoire et Archéologie de Colmar, Austausch über deren Arbeit und Besichtigung von Colmar mit dem Gerberviertel. Den Höhepunkt bildet der Besuch des renovierten Unterlindenmuseums mit dem Isenheimer Altar. Eine Besichtigung der Gedenkstätte Hartmannsweiler Kopf ist auch vorgesehen.

Die Exkursion wird mit Reisebus durchgeführt. Kosten pro Person ca. 120,00 € für Fahrt inkl. Ausflüge. Der Abfahrtsort des Busses wird noch festgelegt. Für die Übernachtung wurde das Hotel la Ville de Lyon in Rouffach ausgewählt. Für die drei Nächte vom 16. bis 20. August beträgt der Preis für Übernachtung und Frühstück p. P. im DZ 165,- € / EZ 245,- € zzgl. Abendessen, Weinprobe und Eintritte.

Eine Kooperation der Regionalverbände Bonn, Köln und Düsseldorf.


Echy

Eine Veranstaltung zum Europäischen Kulturerbejahr 2018


Sonntag, 19. August 2018

Rundgang mit Führung
Treffpunkt:
14.00 Uhr, Parkeingang gegenüber Zufahrt Park & Ride-Platz Haus Meer in Meerbusch-Büderich
Führung: Reinhard Lutum
Information: Dr. Rosemarie Vogelsang
Dauer: ca. 2 Std.
Anmeldung: nicht erforderlich, Teilnahme kostenfrei
Hinweis: ÖPNV Linie U76 Richtung Krefeld, Haltestelle Haus Meer, PKW-Parkplätze nur auf dem P+R-Platz Haus Meer, festes Schuhwerk erforderlich, vgl. Rheinische Kunststätten, H. 530, Köln 2012: Haus Meer in Meerbusch
Eine Kooperation mit dem Förderverein Haus Meer e.V.


Haus Meer

Vom mittelalterlichen Klostergarten zum Landschaftspark des 19. Jahrhunderts
1804 von der Krefelder Seidenfabrikantenfamilie von der Leyen erworben, entstand aus Resten der Klostergebäude Schloss Meer, in einem von dem Düsseldorfer Hofgarteninspektor Josef Clemens Weyhe 1865 geschaffenen Landschaftspark. Seit der Zerstörung des Schlosses im Zweiten Weltkrieg ist der Park noch zu 70% vorhanden. Es ist das Anliegen des gemeinnützigen Fördervereins Haus Meer e.V., den Zustand der Parkanlage sukzessive zu verbessern, das historische Erbe zu erhalten und den Park mit seinen baulichen Elementen wie Teehäuschen, Eiskeller, Immunitätsmauer, den Klosterkellern und der Klosterremise in die Zukunft zu retten.


Freitag 24. August 2018

Geführter Rundgang
Treffpunkt:
19.30 Uhr, Benrather Rathaus, Benrodestr.46, 40597 Düsseldorf
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum
Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge


Gaslicht

Gaslicht in Düsseldorf, Foto: Pixabay

Gasleuchten im Düsseldorfer Süden: Benrath
Bevor Benrath 1929 nach Düsseldorf eingemeindet wurde, hatten viele Straßen in der Ortsmitte bereits eine moderne Gasbeleuchtung. Heute ist die Ortsmitte stadthistorisch von besonderer Bedeutung, sie liegt innerhalb einer Denkmalbereichssatzung. Die technische Infrastruktur des 19. Jh. bereichert Straßen- und Platzräume.


Samstag, 8. September 2018

Exkursion und Führung
Treffpunkte:
9.50 Uhr Düsseldorf Hbf. Service-Point; 10.50 Uhr Oberhausen vor dem Peter-Behrens-Bau
Kosten: 10.- € (Eintritt und Führung)
Anmeldung: bis 27.8.18 bei Helmut Friedrichs, Tel.: (02131) 594 78 53, danach Überweisung auf das Konto Helmut Friedrichs wg. RVDL, VR-Bank, IBAN: DE 28 3056 0548 2113 0504 14
Hinweis: Fahrt nach Oberhausen mit ÖPNV (Ticket B, Selbstzahler), Haltestelle TZU, von dort 5 Min. Fußweg

Ausstellung im Lagerhaus der Gutehoffnungshütte – Peter-Behrens-Bau
Vor 150 Jahren wurde Peter Behrens in Hamburg geboren. Zunächst war er als Maler tätig, entwickelte sich dann aber als Autodidakt zu einem der bedeutendsten deutschen Architekten und gilt als Pionier des Industrie-Designs. In seinem Atelier nahmen die Karrieren der späteren Bauhaus-Künstler Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und Adolf Meyer ihren Anfang. Auch Le Corbusier zählte zeitweise zu seinen Mitarbeitern. Im Auftrag der Gute-Hoffnungs-Hütte entwarf Peter Behrens das Hauptlagerhaus in Oberhausen, in dessen 5. Etage sich die neue Dauerausstellung befindet. Sie zeigt sowohl seine architektonischen Schöpfungen am Beispiel von Modellen und Fotografien, als auch die von ihm entwickelten Haushaltsgegenstände und technischen Geräte, vor allem für die Firmen AEG und V + B.


Samstag, 15. September und Sonntag, 16. September 2018

Parkspaziergänge
Öffnungszeit: 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Geführter Rundgang: ab 14.00 Uhr
Führung: Reinhard Lutum,
Information: Dr. Rosemarie Vogelsang
Kosten: kostenfrei
Hinweis: Parkeingang gegenüber Zufahrt Park & Ride-Platz Haus Meer in Meerbusch-Büderich, festes Schuhwerk erforderlich
Eine Kooperation mit dem Förderverein Haus Meer e.V.

Offene Gartenpforte im Gartendenkmal Park Haus Meer – ein Landschaftspark des 19. Jahrhunderts
Der seit 1865 entstandene und in Privatbesitz befindliche Park Haus Meer ist eine Schöpfung des Düsseldorfer königlichen Hofgarteninspektors Joseph Clemens Weyhe (1807–1871), eingetragenes Gartendenkmal seit 2004. Auf Initiative des Fördervereins Haus Meer e.V. wurde mit der denkmalgerechten Instandsetzung begonnen. Besucher haben die Möglichkeit, den Entwurf von 1865 und seine Umsetzung kennenzulernen und historische Hintergründe des früheren Kloster- und Schlossgeländes zu erfahren.


Park

Freitag, 28. September 2018

Geführter Rundgang
Treffpunkt:
19.00 Uhr, Paul-Spiegel-Platz, 40476 Düsseldorf
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum
Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Gaslicht in Golzheim
Das technische Element Gasbeleuchtung akzentuiert den öffentlichen Straßenraum der Golzheimer Wohnquartiere. Die Blockrandbebauung nördlich der Kleverstraße ist eine qualitätvolle Mischung von Bauten des Historismus, des Jugendstils und der Reformarchitektur, in vielen Varianten entstanden zwischen etwa 1890 und 1914, gemischt mit Beispielen des Backsteinexpressionismus und des Neuen Bauens. Im Fokus des Rundgangs steht die Symbiose von Stadtraum und Technikdenkmal.


Vorstand

Reinhard Lutum
Vorsitzender

Hilmar Czerwinski
Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Rosemarie Vogelsang
Denkmalpflege Meerbusch, Gartendenkmalpflege

Helmut Friedrichs
Veranstaltungen, Exkursionen, Jahresprogramm

Wolfgang Haase
Schriftführer, Landschaftsschutz Kreis Mettmann

Markus Kühl
Landschaftsschutz Kreis Neuss


Kontakt

Reinhard Lutum
Tel. (02132) 96 07 20


Projekte

Hofgarten-Kö-Bogen in Düsseldorf

Vorbemerkung

Der RVDL begrüßt – nach wie vor – grundsätzlich eine städtebauliche Neugestaltung des Innenstadtbereiches um den Jan Wellem-Platz. Es erscheint grundsätzlich richtig, die städtebauliche Neuordnung an dieser Stelle durch eine Bebauung zu erreichen, sowie die Königsallee mit dem Hofgarten besser zu verbinden. Dass dabei die stadträumlich bedeutenden Baudenkmäler im Planungsbereich sowie dessen Nahbereich und das Gartendenkmal "Hofgarten" nicht ihrer Bedeutung und Wirkung beraubt werden dürfen, sollte selbstverständlich sein.

Das Baudenkmal Hochstraße am Jan-Wellem-Platz ist zu erhalten. Gemäss § 3 Abs. 1 BauGB ist eine alternative Planung in den Grundzügen darzustellen, das ist bislang nicht geschehen. Auch sind die jeweiligen Kosten zumindest für die Verkehrsanlagen (einschl. einer Variante Erhaltung der Hochstraße) zu ermitteln und einander gegenüberzustellen. Nach derzeitigem Kenntnisstand dürfte unter Berücksichtigung der hohen Kosten der vorgestellten Planung und ihrer Auswirkungen auf öffentliche Haushalte und auf die städtebauliche und verkehrliche Situation im Innenstadtbereich die Abwägung aller Belange zugunsten alternativer Lösungsvorschläge und der Erhaltung des Tausendfüßlers ausfallen.
Es ist nicht akzeptabel, dass das Verkehrskonzept, als ein wesentlicher Bestandteil der Planung, im Vorfeld des Bebauungsplanverfahrens entschieden wurde und damit die Mitwirkung der Bürger gem. § 3 BauGB eingeschränkt wird, sowie Träger öffentlicher Belange durch städtische "Vorentscheidungen" gebunden werden sollen.

Anregungen

• Der Nord-Süd-Tunnel wird nicht gebaut und das Baudenkmal "Tausendfüßler" bleibt erhalten und wird Instand gesetzt. Des weiteren wird die gestalterisch herausragende und verbindende Wirkung der Hochstraße durch Nutzung, Unterhaltung und Pflege des Baudenkmals ($ 7 DSchGNRW) gewährleistet.

• Der Süd-Nord-Tunnel wird aus dem Hofgartenbereich und soweit zurückgenommen, dass die Zufahrt zum Schauspielhaus und zum Dreischeibenhaus erhalten bleiben kann.

• Die Baufelder 4, 5 und 6 sind in ihrem stadtbau-historischen Kontext einer kritischen Prüfung zu unterziehen. In Süd-Nordrichtung hat die räumliche Wirkung des Baudenkmals Dreischeibenhaus Priorität. Die fussläufige Verbindung vom Corneliusplatz zum Gustav-Gründgens-Platz muss mit dem Freiraum zwischen Kö-Bogen 1. BA und Baudenkmal Schauspielhaus verknüpft und nicht durch Baumasse verstellt werden.

• Baufeld 8 ist am Baudenkmal Johanneskirche (Umgebungsschutz) stadträumlich inakzeptabel.

• Die Selbstbindung der Kommune mit der Satzung zum Schutz des Hofgartens (Ortsrecht 68.101) ist in den vorgestellten Plänen nicht erkennbar. Es wird angeregt, das Gartendenkmal Hofgarten nicht weiter durch neugestaltende Eingriffe zu entwerten. Stattdessen müssen bei "Weyhegerechter", also denkmalgerechter Wiederherstellung an der Hofgartenstrasse Böschungen mit oberhalb verlaufenden Wegen und adäquater Bepflanzung hergerichtet werden. Daher ist bei der weiteren Planung eine enge Abstimmung mit der Gartendenkmalpflege und dem Fachamt (LVR_Amt für Denkmalpflege im Rheinland) erforderlich. Dies ist auch für die Wahrnehmung und Unterscheidung der historischen von den neu zu schaffenden urbanen Grünelementen erforderlich.

• Die geplanten sog. "Ramblas" als ergänzende urbane Flanier- und Grünelemente sind mit denen in Barcelona nicht vergleichbar. Denn diese bilden eine urbane Achse zwischen dem Hauptplatz von Barcelona und dem alten Hafen, während hier die neue Allee weder einen signifikanten Ausgangs- noch Endpunkt hat. Sie ist eine in der Dimension störende Konkurrenz zu den vorhandenen und behutsam zu ergänzenden historisch gewachsenen Grün- und Freiräumen.

Stellungnahme zu 1. BA vom 02.06.2008
Bebauungsplan Nr. 5477/123, Kö-Bogen, 1. BA

Der Regionalverband Düsseldorf/Mettmann/Neuss des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz gibt zur öffentlichen Entwurfsauslegung gemäߧ 3 (2) Baugesetzbuch -BauGB- folgende Stellungnahme ab:

1. Vorbemerkung

Der RVDL begrüßt – nach wie vor – grundsätzlich eine städtebauliche Neugestaltung des Jan Wellem-Platzes. Ebenso erscheint es grundsätzlich richtig, die städtebauliche Neuordnung an dieser Stelle durch eine Bebauung zu erreichen sowie zu versuchen, die Königsallee mit dem Hofgarten besser zu verbinden. Leider werden durch den jetzt vorgelegten Planentwurf respektive seine Begründung das Gartendenkmal „Hofgarten" und das Baudenkmal „Tausendfüßler" ihrer denkmalpflegerischen und stadtbildprägenden Bedeutung und Wirkung beraubt; damit zusammenhängende Bodeneingriffe zerstören, nach aktuellem Planungsstand, bedeutende historische Schichten des Stadtgrundrisses.

2. Bedenken und Anregungen

2.1 Maß der baulichen Nutzung

Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die bis zu den dem Hofgarten zugewandten Baulinien der Kerngebiete MK 2 und MK 3 zulässige VI-Geschossigkeit respektive eine Bauhöhe von 62,5 m über NN. Das Gartendenkmal „Hofgarten" würde bei einer Realisierung dieser Bebauung eine nicht hinnehmbare Beeinträchtigung erfahren. Soweit der historische Stadtgrundriss mit ein städtebauliches Gestaltungsziel darstellt, wird die „alte" Raumkante der Hofgartenstraße negativ interpretierend zu Ungunsten des Hofgartens und seiner stadträumlichen Wirkung verschoben. Dies dient ausschließlich der Vermehrung von Bauvolumina. Die Anregung des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege vom 01.12.2006 (Az. 06-15305.do), die stadträumliche und architektonische Gestaltung durch Wettbewerbe zu erreichen, hat durch den aktuellen Planungsstand an Bedeutung gewonnen. Da die Stadt Düsseldorf den internationalen Rang des Plangebietes zwar betont, aber die Grundlage eines „Masterplans" zur Entwicklungssteuerung vermeidet, wird deshalb angeregt, die Geschossigkeit ab den dem Hofgarten zugewandten Baulinien auf eine Tiefe von mindestens 4 m auf mindestens III maximal IV und ab des 4 m-Abstandes auf maximal V und nach weiteren 4 m auf maximal VI bei einer maximalen Bauhöhe wie die des Gebäudes Königsallee Nr. 4 festzusetzen.

2.2 Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen

Es bestehen Bedenken gegen die Nicht-Festsetzung einer Bauweise. Es würde damit die offene Bauweise gelten, die der städtebaulich gewollten Struktur widerspräche. Es wird daher angeregt, für alle Kerngebiete die geschlossene Bauweise festzusetzen. Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Aufteilung der oberirdischen überbaubaren Grundstücksflächen für die Kerngebiete MK 2 und MK 3, da sie mit nur zwei Blöcken das Gartendenkmal „Hofgarten" in einer denkmalunverträglichen Weise – zumal in Kombination mit den bislang geplanten maximal zulässigen Gebäudehöhen bis zu den dem Hofgarten zugewandten Baulinien – „bedrängen" und darüber hinaus eben nicht der in der Begründung angeführten historischen Stadtkante entsprechen. Die Lage der „Lücke" zwischen MK 2 und MK 3 entbehrt jeder städtebaulichen Sinnfälligkeit, eine städtebaulich prägnante Sichtachse wie z. B. in Richtung Johannes-Kirche wird damit nicht gebildet. Es wird daher angeregt, die Gesamtflächen von MK 2 und MK 3 in mindestens drei, besser vier Blöcke aufzuteilen und entsprechend drei oder vier voneinander getrennte oberirdische überbaubare Grundstücksflächen unter Beachtung städtebaulich sinnvoller – nicht zwangsweise historischer – Sichtachsen festzusetzen. Auf die Zulässigkeit von die einzelnen Kerngebiete verbindenden Bauteile ist dabei zu verzichten. Weiterhin bestehen Bedenken gegen Festsetzung von Straßenbegrenzungslinien zur Abgrenzung der Kerngebiete MK 1, MK 4, MK 5, MK 6, MK 7. Es wird nicht erkenntlich, ob und wie die Bebauung dem Straßenraum zugeordnet ist. Es wird daher angeregt, die Straßenbegrenzungslinien durch Baulinien zu ersetzen, da nur so die vorhandenen und künftigen städtebaulich gewollten Straßenräume gewährleistet werden. Die Baulinien sind dann zugleich Straßenbegrenzungslinien.

2.3 Verkehrsflächen

Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Richtung Norden aus dem geplanten Tunnel führende Rampe, da hierdurch die bisher die beiden Teile des Hofgartens verbindende – und denkmalpflegerisch vertretbare – so genannte Jägerhof-Passage entfällt. Der Ersatz durch eine weiter südlich geplante oberirdische, d. h. auf Straßenniveau liegende Fuß- und Radwegquerung ist bei der verkehrlichen Bedeutung der Nord-Süd-Achse für alle Verkehrsteilnehmer mehr als unzumutbar.
Es wird daher angeregt, entweder auf die Rampenrespektive Tunnellösung zu verzichten und die Jägerhof-Passage beizubehalten oder den Tunnel weiter nach Norden zu verlängern und die Rampe erst nördlich der kreuzenden Jägerhofstraße anzuordnen – eine niveaugleiche Kreuzung ist nicht erforderlich, was in einem Gesamtverkehrskonzept darstellbar wäre – und dabei die Jägerhof-Passage, weiterhin die Richtungsfahrbahn von Norden nach Süden unterquerend, über den verlängerten Tunnel zu führen.

2.4 Grünflächen

Es bestehen Bedenken gegen die Inanspruchnahme von Teilen des Hofgartens und seiner derzeitigen Fußgängerpassage zur Ostseite der Königsallee zugunsten einer Tiefgaragenzufahrt für die Kerngebiete MK 2 und MK 3. Weder der Systemschnitt A-A noch sonstige zeichnerische Festsetzungen oder Erläuterungen zeigen, ob die Tiefgaragenzufahrt an dieser Stelle bereits unter dem heutigen Niveau der dortigen Wegeflächen des Hofgartens liegt oder wie der Übergang von der in der Plangrundlage mit „Corneliusplatz" bezeichneten Fläche zum Hofgarten erfolgen soll. Damit wird in das Gartendenkmal eingegriffen ohne eine denkmalverträgliche „Kompensation" aufzuzeigen. Die Eingriffe in das Bodendenkmal sind deutlich in der Stellungnahmen des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege vom 20.11.2006 (Az. 333.45-24.1/05-017) dargestellt. Warum der aktuelle Planungsstand die Anregungen wichtiger Träger Öffentlicher Belange ignoriert oder bereits in der Entwurfbegründung versucht zu überwinden, ist der Planoffenlage nicht zu entnehmen. Die umfangreichen Eingriffe in das Bodendenkmal erst bei Planrealisierung bewerten zu wollen ist eine einseitige Risikoverlagerung zuungunsten des archäologischen Kulturgutes. Weder Umweltbericht noch Entwurfsbegründung geben hier plausiblen Aufschluss. Der RVDL empfiehlt dringend, keine Abwägungsdefizite zu riskieren, wenn in der Entwurfsbegründung schon das Abwägungsergebnis, einseitig zugunsten der Planung, vorweggenommen wird.
Es wird deshalb angeregt, in dem dargestellten Bereich Geländeschnitte und/oder entsprechende Nebenzeichnungen mit Festsetzungswirkung in den Bebauungsplan aufzunehmen und diese mit der Denkmalbehörde und den Fachämtern des LVR (Rheinisches Amt für Denkmalpflege und Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege) abzustimmen. Generell lässt der aktuelle Planungsstand eine Auseinandersetzung mit den relevanten Details der Bau-, Garten- und Bodendenkmäler vermissen. Die Planung schafft neben unnötigen Zwängen z. B. der unbewältigten Topografie, der offenen Antworten der Düsselspezifika etc., Konfliktpotential.
Dies darf, auch bezogen auf die Bedeutung des Planungsareals, nicht erst nach dem Satzungsbeschluss in anderen Fachplanungen zu bewältigen versucht werden.

2.5 Mit Geh- Fahr- und Leitungsrechten zu belastende Flächen

Es bestehen Bedenken gegen die Festsetzung von „GF-Flächen" in den Kerngebieten MK 2 und MK 3, da diese im Plan nicht mit „GF" gekennzeichnet sind.
Es wird deshalb angeregt, entsprechend der zeichnerischen Randsignatur die Kennzeichnung „GF" nachzuholen und dies auf die unter 2.2 angeregten drei bis vier Sichtachsen auszudehnen. Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Festsetzung von „GFL-Flächen" auf Teilen des Hofgartens. Es ist nicht ersichtlich, warum Flächen des Gartendenkmals für insbesondere Leitungsrechte und dazu außerhalb von vorhandenen Wegen neu zur Verfügung gestellt werden sollen. Sollten derartige Rechte bereits bestehen, ist die Festsetzung unnötig, da sie auf die Zukunft („zu belasten", nicht „belastet") gerichtet wäre. Für die Unterhaltung des Gartendenkmals „Hofgarten" sind mit Fahrrechten zu belastende Flächen, die sich allenfalls auf vorhandene Wege beschränken könnten, ebenfalls unnötig, da die in den Bebauungsplan einbezogenen Bereiche als öffentliche Grünfläche festgesetzt sind.
Es wird deshalb angeregt, die Festsetzung von „GFL-Flächen" im Bereich des Hofgartens ersatzlos zu streichen.

2.6 Allgemeines

Es bestehen Bedenken gegen die Schwarz-Weiß-Fassung des Bebauungsplanes.
Es wird deshalb angeregt, den Plan farbig gemäß Planzeichenverordnung 1990 zu erstellen, damit der Planinhalt sowohl für die Entscheidungsträger als auch für die Bürgerschaft verständlich wird.

3. Nachsatz

Der RVDL widerspricht erneut dem in der Gesamtplanung vorgesehenen Abriss des Baudenkmals „Tausendfüßler". Dieses Bauwerk als wichtiger Zeitzeuge einer Verkehrsplanung und einer Gattung von Verkehrsbauten verhindert keinerlei städtebauliche Neuordnung; weder die des Jan Wellem-Platzes noch die des so genannten Kö-Bogens noch die der Schadowstraße. Für keinen dieser Bereiche und schon gar nicht für die nördliche Berliner Allee und das Umfeld der Johannes-Kirche besteht eine Notwendigkeit einer städtebaulichen Neuordnung mit ergänzenden Neubauten, die den Abriss der Hochstraße bedingt.
Der RVDL bittet um Berücksichtigung seiner Anregungen im weiteren Planverfahren und steht für ergänzende und erläuternde Gespräche gern zur Verfügung. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

RVDL, Statement Düsseldorf, Tausendfüssler (PDF, 51 KB)

Stellungnahme_RVDL_08.07.2011 (PDF, 53 KB)

In den Planverfahren KÖ-Bogen wurden von Politik und planender Verwaltung Anregungen eines großen Kreises interessierter Bürger und bürgerschaftlicher Gruppen ignoriert.
Verlierer waren das technische Baudenkmal Tausendfüßler und das Gartendenkmal Hofgarten. Die o.a. Stellungnahmen und Statements sind nur ein kleiner Teilausschnitt zu den Diskussionen um in Düsseldorf KÖ-Bogen/Jan-Wellem-Platz/Hofgarten in Düsseldorf.

Die Inititive „lott stonn“, in der der RVDL mitwirkt, hat in der ersten Jahreshälfte 2015 die umfassende Dokumentation
Der Düsseldorfer Tausendfüßler - Auseinandersetzung mit dem Erhalt der Hochstraße und die Kö-Bogen-Planung herausgeben. Darin enthalten sind Beiträge, weitere Stellungnahmen, Appelle und auch der unbe-antwortet gebliebene Brief des RVDL an den für Städtebau und Denkmalpflege zuständigen Minister. Das Inhaltsverzeichnis gibt eine Übersicht:

Dokumentation lott stonn, Inhaltsverzeichnis (PDF, 0,98 MB)

Hofgarten-Kö-Bogen II in Düsseldorf
Die weitere Entwicklung am Gustaf-Gründgens-Platz

Mit der Bezeichnung Kö-Bogen II planen Stadt, Verwaltung und Investoren weitergehende Verän-derungen im Bereich des Denkmalensembles Hofgarten - Dreischeibenhaus - Schauspielhaus.
Hier die grundlegende Stellungnahme des RVDL-DMN

Stellungnahme des RVDL-DMN,KöBogen II,Gustav-Gründgens-Platz 2014 (PDF, 122 KB)

Die Stellungnahmen im Planverfahren siehe bei "Stellungnahmen"


Stellungnahmen

Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB in den Verfahren:

1.) Bebauungsplan Kirchberg Nr. 14 „Ortseingang“
2.) Änderung des Flächennutzungsplans „Gewerbefläche Ortseingang Kirchberg“
3.) Änderung des Flächennutzungsplanes im Stadtteil Kirchberg "Umwandlung von Gewerbefläche in Grünfläche im Süden von Kirchberg"

Stellungnahme (PDF, 60 KB)

Öffentlichkeitsbeteiligung gemäߧ 3 (1) Baugesetzbuch -BauGB-, im Verfahren Kö-Bogen 2. BA - Änderung Teilbereich südlich Gustaf-Gründgens-Platz (01/007) im Stadtbezirk 01

Anschreiben Landeshauptstadt Düsseldorf (PDF, 423 KB)
Stellungnahme (PDF, 58 KB)