Werden Sie gemeinsam mit uns aktiv für Baukultur, Denkmalpflege und Kulturlandschaft!

Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Veranstaltungen

Wir bitten Sie, sich für die jeweiligen Veranstaltungen anzumelden, damit wir Sie über mögliche Terminänderungen informieren können.


Samstag, 8. September 2018

Exkursion und Führung
Treffpunkte:
9.50 Uhr Düsseldorf Hbf. Service-Point; 10.50 Uhr Oberhausen vor dem Peter-Behrens-Bau
Kosten: 10.- € (Eintritt und Führung)
Anmeldung: bis 27.8.18 bei Helmut Friedrichs, Tel.: (02131) 594 78 53, danach Überweisung auf das Konto Helmut Friedrichs wg. RVDL, VR-Bank, IBAN: DE 28 3056 0548 2113 0504 14
Hinweis: Fahrt nach Oberhausen mit ÖPNV (Ticket B, Selbstzahler), Haltestelle TZU, von dort 5 Min. Fußweg

Ausstellung im Lagerhaus der Gutehoffnungshütte – Peter-Behrens-Bau
Vor 150 Jahren wurde Peter Behrens in Hamburg geboren. Zunächst war er als Maler tätig, entwickelte sich dann aber als Autodidakt zu einem der bedeutendsten deutschen Architekten und gilt als Pionier des Industrie-Designs. In seinem Atelier nahmen die Karrieren der späteren Bauhaus-Künstler Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und Adolf Meyer ihren Anfang. Auch Le Corbusier zählte zeitweise zu seinen Mitarbeitern. Im Auftrag der Gute-Hoffnungs-Hütte entwarf Peter Behrens das Hauptlagerhaus in Oberhausen, in dessen 5. Etage sich die neue Dauerausstellung befindet. Sie zeigt sowohl seine architektonischen Schöpfungen am Beispiel von Modellen und Fotografien, als auch die von ihm entwickelten Haushaltsgegenstände und technischen Geräte, vor allem für die Firmen AEG und V + B.


Samstag, 15. September und Sonntag, 16. September 2018

Parkspaziergänge
Öffnungszeit: 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Geführter Rundgang: ab 14.00 Uhr
Führung: Reinhard Lutum,
Information: Dr. Rosemarie Vogelsang
Kosten: kostenfrei
Hinweis: Parkeingang gegenüber Zufahrt Park & Ride-Platz Haus Meer in Meerbusch-Büderich, festes Schuhwerk erforderlich
Eine Kooperation mit dem Förderverein Haus Meer e.V.

Offene Gartenpforte im Gartendenkmal Park Haus Meer – ein Landschaftspark des 19. Jahrhunderts
Der seit 1865 entstandene und in Privatbesitz befindliche Park Haus Meer ist eine Schöpfung des Düsseldorfer königlichen Hofgarteninspektors Joseph Clemens Weyhe (1807–1871), eingetragenes Gartendenkmal seit 2004. Auf Initiative des Fördervereins Haus Meer e.V. wurde mit der denkmalgerechten Instandsetzung begonnen. Besucher haben die Möglichkeit, den Entwurf von 1865 und seine Umsetzung kennenzulernen und historische Hintergründe des früheren Kloster- und Schlossgeländes zu erfahren.


Park

Freitag, 28. September 2018

Geführter Rundgang
Treffpunkt:
19.00 Uhr, Paul-Spiegel-Platz, 40476 Düsseldorf
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum
Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Gaslicht in Golzheim
Das technische Element Gasbeleuchtung akzentuiert den öffentlichen Straßenraum der Golzheimer Wohnquartiere. Die Blockrandbebauung nördlich der Kleverstraße ist eine qualitätvolle Mischung von Bauten des Historismus, des Jugendstils und der Reformarchitektur, in vielen Varianten entstanden zwischen etwa 1890 und 1914, gemischt mit Beispielen des Backsteinexpressionismus und des Neuen Bauens. Im Fokus des Rundgangs steht die Symbiose von Stadtraum und Technikdenkmal.


Samstag, 29. September 2018

Mitgliederversammlung 2018 in Düsseldorf-Hellerhof
Treffpunkt: 12.00 Uhr, Gut Hellerhof, Hellerhof’s Café & Restaurant, Rudolf-Breitscheid-Str. 71, 40595 Düsseldorf-Hellerhof (Tel.: 0211 20 07 16 03).
Hinweis: von der S-Bahn-Station Hellerhof (Linien S 6 und S 68, Schnellbuslinie SB 57 und Bus 789) ca. 400 m entfernt; der Bertha-von-Suttner-Str. westlich der Bahn (Hellerhof-West) nach Norden folgen, die auf den letzten 100 m in die Rudolf-Breitscheid-Str. übergeht (Sackgasse). Eine separate Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt nicht. Gäste sind herzlich willkommen.

Mitgliederversammlung
Das seit dem 15. Jh. bekannte Gut Hellerhof war namengebend für den jüngsten und südlichsten Stadtteil der NRW-Landeshauptstadt. Im Gebäudeensemble der historischen Hofanlage, heute Reiterhof Hellerhof, findet die Jahresversammlung statt. Anschließend durchwandern wir mit fachlicher Führung das Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe.
13.30 Uhr Mittagessen (Selbstzahler)


Düsseldorf, Gut Hellerhof

Düsseldorf, Gut Hellerhof


Samstag, 29. September 2018

Wanderung
Treffpunkt: Im Anschluss an die Mitgliederversammlung, ca. 14.30 Uhr
Führung: Holger Pieren (Biologische Station Haus Bürgel)
Hinweis: Witterungsgerechte Kleidung und festes Schuhwerk sind empfohlen

Kulturlandschaftliche Wanderung Auenlandschaft Urdenbacher Kämpe
Die Urdenbacher Kämpe ist eine der letzten nicht eingedeichten und somit noch regelmäßig überfluteten Auenlandschaften am Niederrhein. In den 1950er Jahren wurden im Bereich des Altrheins ein Sommerdeich sowie zwei Entwässerungsgräben angelegt. Ziel war es, die angrenzenden Wiesen vor Sommerhochwasser zu schützen. Der Altrhein büßte dadurch jedoch seinen ökologischen Wert ein. 2014 wurde der Sommerdeich an zwei Stellen geöffnet, der Altrhein konnte sich wieder einen natürlichen Verlauf suchen. Auf diese Weise entstand eine Auenlandschaft mit besonders artenreicher Flora und Fauna. Alleine die Artenvielfalt im Wasser hat sich innerhalb kürzester Zeit verzehnfacht. Es lohnt sich, Fernglas oder Kamera mitzunehmen, um die Tier- und Pflanzenwelt der Urdenbacher Kämpe zu genießen.


Samstag, 13. Oktober 2018

Führung
Treffpunkt: 9.45 Uhr vor dem Museumseingang, Cromforder Allee, Ratingen
(ÖPNV Ticket B, z. B. 9.00 Uhr ab Düsseldorf Hbf. Gleis 14, S 6 => Essen, an Ratingen Ost 9.15 Uhr, ab dort um 9.21 Uhr Bahnsteig 1 Niederflurbus O15, an Ratingen Hauser
Kosten: 15.- € (Führungen, Eintritt)
Anmeldung: bis 29.9.18 bei Helmut Friedrichs, Tel.: (02131) 594 78 53, nach Bestätigung Überweisung auf das Konto Helmut Friedrichs wg. RVDL, VR-Bank, IBAN: DE28 3056 0548 2113 0504 14
Führung: Dipl.-Ing. Berndt Hoffmann (Förderverein Poensgenpark

Herzogtum Berg – Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 18. Jh.: Der Poensgenpark und das LVR-Industriemuseum Cromford in Ratingen
Der Poensgenpark in Ratingen, dessen Ursprünge in das Jahr 1790 zurückreichen, gehört heute als Beispiel für einen „späten“ Landschaftsgarten der Wende zum 20. Jh. zu den bedeutendsten Anlagen seiner Art im Rheinland. 1997 wurde er unter Denkmalschutz gestellt. Der Park spiegelt eine wichtige Epoche der Ratinger Stadtgeschichte wider. Über 120 verschiedene Gehölzarten aus fast allen Teilen der Erde machen die Einzigartigkeit des Parks aus. Die Textilfabrik Cromford wurde 1783 von Johann Gottfried Brügelmann gegründet und war die erste Fabrik auf dem europäischen Festland. Die frühindustrielle Anlage ist die älteste vollmechanische Baumwollspinnerei und fast vollständig erhalten: Die fünfstöckige „Hohe Fabrik“, wo ein Schaubetrieb die Verspinnung von Baumwolle wie vor 200 Jahren suggeriert; das prachtvolle barocke Herrenhaus daneben war Schaltzentrale der Fabrik und zugleich Wohnhaus der Besitzer, deren Geschichte und Geschichten hier im heutigen Schauplatz des LVR-Industriemuseums dokumentiert sind.


Echy

Eine Veranstaltung zum Europäischen Kulturerbejahr 2018


Sonntag, 21. Oktober 2018

Parkspaziergang mit Führung
Treffpunkt: 14.00 Uhr, Parkeingang gegenüber Zufahrt Park & Ride-Platz Haus Meer in Meerbusch-Büderich
Anmeldung: nicht erforderlich Teilnahme kostenfrei
Führung: Reinhard Lutum, Dr. Rosemarie Vogelsang
Hinweis: ÖPNV Linie U 76 Richtung Krefeld, Haltestelle Haus Meer, PKW-Parkplätze nur auf dem P+R-Platz Haus Meer
Dauer: ca. 2 Std.
Hinweis: Sanitäreinrichtungen nicht vorhanden, festes Schuhwerk erforderlich Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Förderverein Haus Meer e.V.

Der Herbst im Landschaftspark von Haus Meer
Von der Krefelder Seidenfabrikantenfamilie von der Leyen 1804 erworben, entstand aus Resten einer Klosteranlage das Schloss Meer. Der Düsseldorfer Hofgarteninspektor Josef Clemens Weyhe schuf dafür von 1865 bis 1870 den Landschaftspark. Das Schloss ging im Zweiten Weltkrieg unter, der Park ist noch zu 70% vorhanden. Das bedeutende Gartendenkmal wird in der Substanz auf der Grundlage eines Parkpflegewerkes vom Förderverein Haus Meer gepflegt. Ziel ist es, den Zustand sukzessive zu verbessern und den Bürgern und der Stadt das historische Erbe zu erhalten und den Park mit allen baulichen Elementen, wie Teehäuschen, Eiskeller, Immunitätsmauer, den Klosterkellern und der Klosterremise in die Zukunft zu retten.


Freitag, 26. Oktober 2018


Gaslaterne

Gaslaterne in Düsseldorf, Foto: Jula2812 in Wikimedia Commons

Geführter Rundgang
Treffpunkt: 18.00 Uhr, Düsseldorf-Volmerswerth, Hellriegelstraße, an der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie U 72
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum
Eine Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Zwei Orte hinter dem Rheindeich – Volmerswerth und Flehe im Schein abendlicher Gasbeleuchtung Wo Volmerswerther und Fleher Deich die noch ländlich strukturierten Stadtteile vor dem Rheinhochwasser schützen, ist das Netz historischer Straßenzüge rund um die Kirchen St. Dyonysius und Schmerzreiche Mutter reichhaltig mit verschiendenen Typen der Düsseldorfer Gaslaternen ausgestattet.


Donnerstag, 15. November 2018

Vortrag
Treffpunkt: 18.30 Uhr, Maxhaus, ehem. Franziskanerkloster an der Maxkirche, Schulstraße 11, Düsseldorf-Altstadt
Kosten: kostenfrei
Referent: Peter Schulenberg

Archäologische Beiträge zur Bergischen Residenzund Landeshauptstadt
Rosenkranz und Totenkrone – im Schatten von St. Lambertus Ab Juni 2016 wurden im Schatten von St. Lambertus in der Düsseldorfer Altstadt mehrere Monate lang Fernwärmeleitungen verlegt. Dort befand sich bis 1769 der Friedhof für die Düsseldorfer Bürger. Die archäologische Begleitung bei den linearen Aufgrabungen wurde einer Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland übertragen. Trotz vieler Störungen im Boden werfen die geborgenen Funde ein interessantes Schlaglicht auf das Leben und Sterben im 17. und 18. Jh. zu Zeit der Düsseldorfer Kurfürsten. Die erste urkundliche Erwähnung des Kirchhofes stammt aus dem Jahr 1303, als er schon bestand.


Echy

Eine Veranstaltung zum Europäischen Kulturerbejahr 2018


Sonntag, 18. November 2018

Parkspaziergang mit Führung
Treffpunkt: 14.00 Uhr, Parkeingang gegenüber Zufahrt Park & Ride-Platz Haus Meer in Meerbusch-Büderich
Anmeldung: nicht erforderlich
Teilnahme: kostenfrei
Führung: Reinhard Lutum, Dr. Rosemarie Vogelsang
Hinweis: ÖPNV Linie U 76 Richtung Krefeld, Haltestelle Haus Meer, PKW-Parkplätze nur auf dem P+R-Platz Haus Meer Dauer: ca. 2 Stunden Hinweis: Sanitäreinrichtungen nicht vorhanden, festes Schuhwerk erforderlich
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Förderverein Haus Meer e.V.

Ein mittelalterlicher Klostergarten wird zum Landschaftspark des 19. Jh.
Vor 850 Jahren, gemäß Urkunde von Februar 1166, wurde Kloster Meer gegründet und bestand bis zur Säkularisation 1804. Von der Krefelder Seidenfabrikantenfamilie von der Leyen erworben, entstand aus Resten der Klosteranlage das Schloss Meer, in einem von dem Düsseldorfer Hofgarteninspektor Josef Clemens Weyhe 1865 geschaffenen Landschaftspark. Seit der Zerstörung des Schlosses im Zweiten Weltkrieg ist der Park noch zu 70% vorhanden. Ein qualifiziertes Parkpflegewerk ist Grundlage für die Erhaltung des Gartendenkmals.


Freitag, 30. November 2018

Geführter Rundgang
Treffpunkt: 18.00 Uhr, Düsseldorf-Rath, am Brunnen vor der Kirche St. Josef, Rather Kirchplatz 10 / Oberrather Straße
Referenten: Andy Gasketeer, Reinhard Lutum
Eine Veranstaltung in der Reihe der Düsseldorfer GasLichtSpaziergänge

Poensgen, Mannesmann, Sack – Industrieentwicklung in Oberrath. Im Schein abendlicher Gasbeleuchtung
Der Stadtteil ist vor allem ein Ergebnis der Industrialisierung im nordöstlichen Düsseldorf vor der großen Eingemeindung von 1909. In dem Jahr wurde der Rather Dom fertiggestellt, nach dem Vorbild der Abtei Maria Laach in der Vulkaneifel. Obwohl viele Straßen inzwischen ihre historische Beleuchtung verloren haben, besteht noch eine interessante und reichhaltige Mischung der in Düsseldorf typischen Gaslaternen.


Sonntag, 16. Dezember 2018

Parkspaziergang zum Jahresende
Treffpunkt: 14.00 Uhr, Parkeingang gegenüber Zufahrt Park & Ride-Platz Haus Meer in Meerbusch-Büderich
Anmeldung: nicht erforderlich
Teilnahme: kostenfrei
Führung: Reinhard Lutum, Dr. Rosemarie Vogelsang
Hinweis: ÖPNV Linie U 76 Richtung Krefeld, Haltestelle Haus Meer, PKW-Parkplätze nur auf dem P+R-Platz Haus Meer
Dauer: ca. 2 Stunden
Hinweis: Sanitäreinrichtungen nicht vorhanden, festes Schuhwerk erforderlich
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Förderverein Haus Meer e.V.

Der Landschaftspark von Haus Meer, Beginn der Winterruhe
Der von dem Düsseldorfer Hofgarteninspektor Josef Clemens Weyhe 1865 geschaffene Park wird von dem Fördervereins Haus Meer seit 2008 instandgehalten. Nach Abschluss der herbstlichen Pflegearbeiten endet im Dezember die Veranstaltungsreihe der geführten Parkspaziergänge.


Vorstand

Reinhard Lutum
Vorsitzender

Hilmar Czerwinski
Stellvertretender Vorsitzender

Dr. Rosemarie Vogelsang
Denkmalpflege Meerbusch, Gartendenkmalpflege

Helmut Friedrichs
Veranstaltungen, Exkursionen, Jahresprogramm

Wolfgang Haase
Schriftführer, Landschaftsschutz Kreis Mettmann

Markus Kühl
Landschaftsschutz Kreis Neuss


Kontakt

Reinhard Lutum
Tel. (02132) 96 07 20


Projekte

Hofgarten-Kö-Bogen in Düsseldorf

Vorbemerkung

Der RVDL begrüßt – nach wie vor – grundsätzlich eine städtebauliche Neugestaltung des Innenstadtbereiches um den Jan Wellem-Platz. Es erscheint grundsätzlich richtig, die städtebauliche Neuordnung an dieser Stelle durch eine Bebauung zu erreichen, sowie die Königsallee mit dem Hofgarten besser zu verbinden. Dass dabei die stadträumlich bedeutenden Baudenkmäler im Planungsbereich sowie dessen Nahbereich und das Gartendenkmal "Hofgarten" nicht ihrer Bedeutung und Wirkung beraubt werden dürfen, sollte selbstverständlich sein.

Das Baudenkmal Hochstraße am Jan-Wellem-Platz ist zu erhalten. Gemäss § 3 Abs. 1 BauGB ist eine alternative Planung in den Grundzügen darzustellen, das ist bislang nicht geschehen. Auch sind die jeweiligen Kosten zumindest für die Verkehrsanlagen (einschl. einer Variante Erhaltung der Hochstraße) zu ermitteln und einander gegenüberzustellen. Nach derzeitigem Kenntnisstand dürfte unter Berücksichtigung der hohen Kosten der vorgestellten Planung und ihrer Auswirkungen auf öffentliche Haushalte und auf die städtebauliche und verkehrliche Situation im Innenstadtbereich die Abwägung aller Belange zugunsten alternativer Lösungsvorschläge und der Erhaltung des Tausendfüßlers ausfallen.
Es ist nicht akzeptabel, dass das Verkehrskonzept, als ein wesentlicher Bestandteil der Planung, im Vorfeld des Bebauungsplanverfahrens entschieden wurde und damit die Mitwirkung der Bürger gem. § 3 BauGB eingeschränkt wird, sowie Träger öffentlicher Belange durch städtische "Vorentscheidungen" gebunden werden sollen.

Anregungen

• Der Nord-Süd-Tunnel wird nicht gebaut und das Baudenkmal "Tausendfüßler" bleibt erhalten und wird Instand gesetzt. Des weiteren wird die gestalterisch herausragende und verbindende Wirkung der Hochstraße durch Nutzung, Unterhaltung und Pflege des Baudenkmals ($ 7 DSchGNRW) gewährleistet.

• Der Süd-Nord-Tunnel wird aus dem Hofgartenbereich und soweit zurückgenommen, dass die Zufahrt zum Schauspielhaus und zum Dreischeibenhaus erhalten bleiben kann.

• Die Baufelder 4, 5 und 6 sind in ihrem stadtbau-historischen Kontext einer kritischen Prüfung zu unterziehen. In Süd-Nordrichtung hat die räumliche Wirkung des Baudenkmals Dreischeibenhaus Priorität. Die fussläufige Verbindung vom Corneliusplatz zum Gustav-Gründgens-Platz muss mit dem Freiraum zwischen Kö-Bogen 1. BA und Baudenkmal Schauspielhaus verknüpft und nicht durch Baumasse verstellt werden.

• Baufeld 8 ist am Baudenkmal Johanneskirche (Umgebungsschutz) stadträumlich inakzeptabel.

• Die Selbstbindung der Kommune mit der Satzung zum Schutz des Hofgartens (Ortsrecht 68.101) ist in den vorgestellten Plänen nicht erkennbar. Es wird angeregt, das Gartendenkmal Hofgarten nicht weiter durch neugestaltende Eingriffe zu entwerten. Stattdessen müssen bei "Weyhegerechter", also denkmalgerechter Wiederherstellung an der Hofgartenstrasse Böschungen mit oberhalb verlaufenden Wegen und adäquater Bepflanzung hergerichtet werden. Daher ist bei der weiteren Planung eine enge Abstimmung mit der Gartendenkmalpflege und dem Fachamt (LVR_Amt für Denkmalpflege im Rheinland) erforderlich. Dies ist auch für die Wahrnehmung und Unterscheidung der historischen von den neu zu schaffenden urbanen Grünelementen erforderlich.

• Die geplanten sog. "Ramblas" als ergänzende urbane Flanier- und Grünelemente sind mit denen in Barcelona nicht vergleichbar. Denn diese bilden eine urbane Achse zwischen dem Hauptplatz von Barcelona und dem alten Hafen, während hier die neue Allee weder einen signifikanten Ausgangs- noch Endpunkt hat. Sie ist eine in der Dimension störende Konkurrenz zu den vorhandenen und behutsam zu ergänzenden historisch gewachsenen Grün- und Freiräumen.

Stellungnahme zu 1. BA vom 02.06.2008
Bebauungsplan Nr. 5477/123, Kö-Bogen, 1. BA

Der Regionalverband Düsseldorf/Mettmann/Neuss des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz gibt zur öffentlichen Entwurfsauslegung gemäߧ 3 (2) Baugesetzbuch -BauGB- folgende Stellungnahme ab:

1. Vorbemerkung

Der RVDL begrüßt – nach wie vor – grundsätzlich eine städtebauliche Neugestaltung des Jan Wellem-Platzes. Ebenso erscheint es grundsätzlich richtig, die städtebauliche Neuordnung an dieser Stelle durch eine Bebauung zu erreichen sowie zu versuchen, die Königsallee mit dem Hofgarten besser zu verbinden. Leider werden durch den jetzt vorgelegten Planentwurf respektive seine Begründung das Gartendenkmal „Hofgarten" und das Baudenkmal „Tausendfüßler" ihrer denkmalpflegerischen und stadtbildprägenden Bedeutung und Wirkung beraubt; damit zusammenhängende Bodeneingriffe zerstören, nach aktuellem Planungsstand, bedeutende historische Schichten des Stadtgrundrisses.

2. Bedenken und Anregungen

2.1 Maß der baulichen Nutzung

Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die bis zu den dem Hofgarten zugewandten Baulinien der Kerngebiete MK 2 und MK 3 zulässige VI-Geschossigkeit respektive eine Bauhöhe von 62,5 m über NN. Das Gartendenkmal „Hofgarten" würde bei einer Realisierung dieser Bebauung eine nicht hinnehmbare Beeinträchtigung erfahren. Soweit der historische Stadtgrundriss mit ein städtebauliches Gestaltungsziel darstellt, wird die „alte" Raumkante der Hofgartenstraße negativ interpretierend zu Ungunsten des Hofgartens und seiner stadträumlichen Wirkung verschoben. Dies dient ausschließlich der Vermehrung von Bauvolumina. Die Anregung des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege vom 01.12.2006 (Az. 06-15305.do), die stadträumliche und architektonische Gestaltung durch Wettbewerbe zu erreichen, hat durch den aktuellen Planungsstand an Bedeutung gewonnen. Da die Stadt Düsseldorf den internationalen Rang des Plangebietes zwar betont, aber die Grundlage eines „Masterplans" zur Entwicklungssteuerung vermeidet, wird deshalb angeregt, die Geschossigkeit ab den dem Hofgarten zugewandten Baulinien auf eine Tiefe von mindestens 4 m auf mindestens III maximal IV und ab des 4 m-Abstandes auf maximal V und nach weiteren 4 m auf maximal VI bei einer maximalen Bauhöhe wie die des Gebäudes Königsallee Nr. 4 festzusetzen.

2.2 Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen

Es bestehen Bedenken gegen die Nicht-Festsetzung einer Bauweise. Es würde damit die offene Bauweise gelten, die der städtebaulich gewollten Struktur widerspräche. Es wird daher angeregt, für alle Kerngebiete die geschlossene Bauweise festzusetzen. Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Aufteilung der oberirdischen überbaubaren Grundstücksflächen für die Kerngebiete MK 2 und MK 3, da sie mit nur zwei Blöcken das Gartendenkmal „Hofgarten" in einer denkmalunverträglichen Weise – zumal in Kombination mit den bislang geplanten maximal zulässigen Gebäudehöhen bis zu den dem Hofgarten zugewandten Baulinien – „bedrängen" und darüber hinaus eben nicht der in der Begründung angeführten historischen Stadtkante entsprechen. Die Lage der „Lücke" zwischen MK 2 und MK 3 entbehrt jeder städtebaulichen Sinnfälligkeit, eine städtebaulich prägnante Sichtachse wie z. B. in Richtung Johannes-Kirche wird damit nicht gebildet. Es wird daher angeregt, die Gesamtflächen von MK 2 und MK 3 in mindestens drei, besser vier Blöcke aufzuteilen und entsprechend drei oder vier voneinander getrennte oberirdische überbaubare Grundstücksflächen unter Beachtung städtebaulich sinnvoller – nicht zwangsweise historischer – Sichtachsen festzusetzen. Auf die Zulässigkeit von die einzelnen Kerngebiete verbindenden Bauteile ist dabei zu verzichten. Weiterhin bestehen Bedenken gegen Festsetzung von Straßenbegrenzungslinien zur Abgrenzung der Kerngebiete MK 1, MK 4, MK 5, MK 6, MK 7. Es wird nicht erkenntlich, ob und wie die Bebauung dem Straßenraum zugeordnet ist. Es wird daher angeregt, die Straßenbegrenzungslinien durch Baulinien zu ersetzen, da nur so die vorhandenen und künftigen städtebaulich gewollten Straßenräume gewährleistet werden. Die Baulinien sind dann zugleich Straßenbegrenzungslinien.

2.3 Verkehrsflächen

Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Richtung Norden aus dem geplanten Tunnel führende Rampe, da hierdurch die bisher die beiden Teile des Hofgartens verbindende – und denkmalpflegerisch vertretbare – so genannte Jägerhof-Passage entfällt. Der Ersatz durch eine weiter südlich geplante oberirdische, d. h. auf Straßenniveau liegende Fuß- und Radwegquerung ist bei der verkehrlichen Bedeutung der Nord-Süd-Achse für alle Verkehrsteilnehmer mehr als unzumutbar.
Es wird daher angeregt, entweder auf die Rampenrespektive Tunnellösung zu verzichten und die Jägerhof-Passage beizubehalten oder den Tunnel weiter nach Norden zu verlängern und die Rampe erst nördlich der kreuzenden Jägerhofstraße anzuordnen – eine niveaugleiche Kreuzung ist nicht erforderlich, was in einem Gesamtverkehrskonzept darstellbar wäre – und dabei die Jägerhof-Passage, weiterhin die Richtungsfahrbahn von Norden nach Süden unterquerend, über den verlängerten Tunnel zu führen.

2.4 Grünflächen

Es bestehen Bedenken gegen die Inanspruchnahme von Teilen des Hofgartens und seiner derzeitigen Fußgängerpassage zur Ostseite der Königsallee zugunsten einer Tiefgaragenzufahrt für die Kerngebiete MK 2 und MK 3. Weder der Systemschnitt A-A noch sonstige zeichnerische Festsetzungen oder Erläuterungen zeigen, ob die Tiefgaragenzufahrt an dieser Stelle bereits unter dem heutigen Niveau der dortigen Wegeflächen des Hofgartens liegt oder wie der Übergang von der in der Plangrundlage mit „Corneliusplatz" bezeichneten Fläche zum Hofgarten erfolgen soll. Damit wird in das Gartendenkmal eingegriffen ohne eine denkmalverträgliche „Kompensation" aufzuzeigen. Die Eingriffe in das Bodendenkmal sind deutlich in der Stellungnahmen des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege vom 20.11.2006 (Az. 333.45-24.1/05-017) dargestellt. Warum der aktuelle Planungsstand die Anregungen wichtiger Träger Öffentlicher Belange ignoriert oder bereits in der Entwurfbegründung versucht zu überwinden, ist der Planoffenlage nicht zu entnehmen. Die umfangreichen Eingriffe in das Bodendenkmal erst bei Planrealisierung bewerten zu wollen ist eine einseitige Risikoverlagerung zuungunsten des archäologischen Kulturgutes. Weder Umweltbericht noch Entwurfsbegründung geben hier plausiblen Aufschluss. Der RVDL empfiehlt dringend, keine Abwägungsdefizite zu riskieren, wenn in der Entwurfsbegründung schon das Abwägungsergebnis, einseitig zugunsten der Planung, vorweggenommen wird.
Es wird deshalb angeregt, in dem dargestellten Bereich Geländeschnitte und/oder entsprechende Nebenzeichnungen mit Festsetzungswirkung in den Bebauungsplan aufzunehmen und diese mit der Denkmalbehörde und den Fachämtern des LVR (Rheinisches Amt für Denkmalpflege und Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege) abzustimmen. Generell lässt der aktuelle Planungsstand eine Auseinandersetzung mit den relevanten Details der Bau-, Garten- und Bodendenkmäler vermissen. Die Planung schafft neben unnötigen Zwängen z. B. der unbewältigten Topografie, der offenen Antworten der Düsselspezifika etc., Konfliktpotential.
Dies darf, auch bezogen auf die Bedeutung des Planungsareals, nicht erst nach dem Satzungsbeschluss in anderen Fachplanungen zu bewältigen versucht werden.

2.5 Mit Geh- Fahr- und Leitungsrechten zu belastende Flächen

Es bestehen Bedenken gegen die Festsetzung von „GF-Flächen" in den Kerngebieten MK 2 und MK 3, da diese im Plan nicht mit „GF" gekennzeichnet sind.
Es wird deshalb angeregt, entsprechend der zeichnerischen Randsignatur die Kennzeichnung „GF" nachzuholen und dies auf die unter 2.2 angeregten drei bis vier Sichtachsen auszudehnen. Es bestehen erhebliche Bedenken gegen die Festsetzung von „GFL-Flächen" auf Teilen des Hofgartens. Es ist nicht ersichtlich, warum Flächen des Gartendenkmals für insbesondere Leitungsrechte und dazu außerhalb von vorhandenen Wegen neu zur Verfügung gestellt werden sollen. Sollten derartige Rechte bereits bestehen, ist die Festsetzung unnötig, da sie auf die Zukunft („zu belasten", nicht „belastet") gerichtet wäre. Für die Unterhaltung des Gartendenkmals „Hofgarten" sind mit Fahrrechten zu belastende Flächen, die sich allenfalls auf vorhandene Wege beschränken könnten, ebenfalls unnötig, da die in den Bebauungsplan einbezogenen Bereiche als öffentliche Grünfläche festgesetzt sind.
Es wird deshalb angeregt, die Festsetzung von „GFL-Flächen" im Bereich des Hofgartens ersatzlos zu streichen.

2.6 Allgemeines

Es bestehen Bedenken gegen die Schwarz-Weiß-Fassung des Bebauungsplanes.
Es wird deshalb angeregt, den Plan farbig gemäß Planzeichenverordnung 1990 zu erstellen, damit der Planinhalt sowohl für die Entscheidungsträger als auch für die Bürgerschaft verständlich wird.

3. Nachsatz

Der RVDL widerspricht erneut dem in der Gesamtplanung vorgesehenen Abriss des Baudenkmals „Tausendfüßler". Dieses Bauwerk als wichtiger Zeitzeuge einer Verkehrsplanung und einer Gattung von Verkehrsbauten verhindert keinerlei städtebauliche Neuordnung; weder die des Jan Wellem-Platzes noch die des so genannten Kö-Bogens noch die der Schadowstraße. Für keinen dieser Bereiche und schon gar nicht für die nördliche Berliner Allee und das Umfeld der Johannes-Kirche besteht eine Notwendigkeit einer städtebaulichen Neuordnung mit ergänzenden Neubauten, die den Abriss der Hochstraße bedingt.
Der RVDL bittet um Berücksichtigung seiner Anregungen im weiteren Planverfahren und steht für ergänzende und erläuternde Gespräche gern zur Verfügung. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

RVDL, Statement Düsseldorf, Tausendfüssler (PDF, 51 KB)

Stellungnahme_RVDL_08.07.2011 (PDF, 53 KB)

In den Planverfahren KÖ-Bogen wurden von Politik und planender Verwaltung Anregungen eines großen Kreises interessierter Bürger und bürgerschaftlicher Gruppen ignoriert.
Verlierer waren das technische Baudenkmal Tausendfüßler und das Gartendenkmal Hofgarten. Die o.a. Stellungnahmen und Statements sind nur ein kleiner Teilausschnitt zu den Diskussionen um in Düsseldorf KÖ-Bogen/Jan-Wellem-Platz/Hofgarten in Düsseldorf.

Die Inititive „lott stonn“, in der der RVDL mitwirkt, hat in der ersten Jahreshälfte 2015 die umfassende Dokumentation
Der Düsseldorfer Tausendfüßler - Auseinandersetzung mit dem Erhalt der Hochstraße und die Kö-Bogen-Planung herausgeben. Darin enthalten sind Beiträge, weitere Stellungnahmen, Appelle und auch der unbe-antwortet gebliebene Brief des RVDL an den für Städtebau und Denkmalpflege zuständigen Minister. Das Inhaltsverzeichnis gibt eine Übersicht:

Dokumentation lott stonn, Inhaltsverzeichnis (PDF, 0,98 MB)

Hofgarten-Kö-Bogen II in Düsseldorf
Die weitere Entwicklung am Gustaf-Gründgens-Platz

Mit der Bezeichnung Kö-Bogen II planen Stadt, Verwaltung und Investoren weitergehende Verän-derungen im Bereich des Denkmalensembles Hofgarten - Dreischeibenhaus - Schauspielhaus.
Hier die grundlegende Stellungnahme des RVDL-DMN

Stellungnahme des RVDL-DMN,KöBogen II,Gustav-Gründgens-Platz 2014 (PDF, 122 KB)

Die Stellungnahmen im Planverfahren siehe bei "Stellungnahmen"


Stellungnahmen

Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB in den Verfahren:

1.) Bebauungsplan Kirchberg Nr. 14 „Ortseingang“
2.) Änderung des Flächennutzungsplans „Gewerbefläche Ortseingang Kirchberg“
3.) Änderung des Flächennutzungsplanes im Stadtteil Kirchberg "Umwandlung von Gewerbefläche in Grünfläche im Süden von Kirchberg"

Stellungnahme (PDF, 60 KB)

Öffentlichkeitsbeteiligung gemäߧ 3 (1) Baugesetzbuch -BauGB-, im Verfahren Kö-Bogen 2. BA - Änderung Teilbereich südlich Gustaf-Gründgens-Platz (01/007) im Stadtbezirk 01

Anschreiben Landeshauptstadt Düsseldorf (PDF, 423 KB)
Stellungnahme (PDF, 58 KB)