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Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine
Flughafen

Foto: Anke von Heyl/RVDL

Donnerstag, 6. September 2018 - Tagung

Tausendfüßler, Laubfrosch und andere Charakter-Monster. Das Erbe der Nachkriegsmoderne in der Europäischen Stadt

Aktuelles

Donnerstag, 6. September 2018

Tagung
Tausendfüßler, Laubfrosch und andere Charakter-Monster. Das Erbe der Nachkriegsmoderne in der Europäischen Stadt

Flyer (PDF, 1,24 MB)

Architektur und Stadtplanung der Nachkriegszeit prägen viele Städte in Europa deutlich, nicht nur Köln. Auch dieses Erbe gehört also unter das Motto „Entdecken, was uns verbindet“ im Europäischen Kulturerbejahr 2018. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz lädt herzlich ein zu einem öffentlichen Forum im Vorfeld des Tags des offenen Denkmals. Mit Vorträgen, Workshops und Diskussionen wollen wir diese Zeitschicht unserer Städte entdecken und über ihre Zukunft nachdenken.


Flughafen köln/Bonn

Foto: Anke von Heyl/RVDL

Programm (Änderungen vorbehalten)
ab 11.00 Uhr Registrierung, Begrüßungskaffee und Imbiss 12.00 Uhr

ERÖFFNUNG
Prof. Dr. Matthias Müller | Stellv. Vorsitzender des Rheinischen Vereins
Dr. Frank Suder | Vorstand der Fritz Thyssen Stiftung
N.N. | Stadt Köln (angefragt)
Videogrußbotschaft von Ina Scharrenbach | Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW

12.45 Uhr „NACHKRIEGSMODERNE“: ERFOLGE, PROBLEME, WERTSCHÄTZUNG
„Der Kampf um die ‹Fuffies›“ Prof. Dr. Hiltrud Kier | Universität Bonn, Stadtkonservatorin Köln a.D.
„Die Architektur 1960 plus – Stufen der Wahrnehmung“ Dr. Ulrich Krings | Rheinischer Verein, Regionalverband Köln, Stadtkonservator a.D.
Die Situation heute: Neue Bezugsrahmen für Bewertung und Erhalt der Nachkriegsmoderne Alexander Kleinschrodt M.A. | Werkstatt Baukultur Bonn
Moderation: Dr. Martin Bredenbeck | Rheinischer Verein

14.00 Uhr PAUSE MIT KAFFEE UND INFOSTÄNDEN
15.00 Uhr HERAUSFORDERUNGEN UND LÖSUNGEN DREI PARALLELE WORKSHOPS
1. Aufgaben der Inventarisierung
2. Gesellschaftliche Akzeptanz und Denkmalpolitik
3. Material – Konstruktion – Technologie Gestaltet durch den Rheinischen Verein, das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland sowie Denkmal- und Baukulturinitiativen und -akteure aus dem Rheinland und ganz Deutschland
16.30 Uhr PAUSE MIT KAFFEE UND INFOSTÄNDEN
17.15 Uhr BERICHTE AUS DEN WORKSHOPS
Moderation: Helga Kühnhenrich | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung
17.45 Uhr EIN BLICK AUF EUROPÄISCHE STÄDTE MIT
Andrea Rumpf | Direktorin des Luxembourg Center for Architecture, Luxemburg
Prof. Dr. Ingrid Scheurmann (angefragt) |
Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Berlin Merlin Bauer | Liebe Deine Stadt, Köln
Dr. Arnold Bartetzky (angefragt) | Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
19.30 Uhr PODIUMSDISKUSSION
„Zwischen Abriss und neuer Akzeptanz – zum 70. Geburtstag der Nachkriegsmoderne“ MIT
Oliver Elser | Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt
Anke von Heyl M.A. | Brutalismus im Rheinland, Köln
Dr. Jens Voß | Rheinische Post, Krefeld
Sarah Philipp MdL (angefragt) | Landtag NRW, Düsseldorf
Prof. Dr. Matthias Müller | Rheinischer Verein, Mainz
Moderation: Tobias Flessenkemper | Rheinischer Verein
21.00 Uhr Ausklang im Riphahn


Mittwoch, 12. September 2018


Gutenbergplatz

Die Computersimulation zeigt die Situation auf der Westseite des Gutenbergplatzes zur Ludwigstraße hin, mit dem nach den Ursprünglichen französischen Plänen ergänzten Bau gegenüber dem Haus Nr. 1, Grafik: (c) RVDL

Tagung

um 18.30 Uhr im Landesmuseum Mainz, Große Bleiche 49/51

Eine Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 mit Prof. Dr. Matthias Müller, Dr. Martin Bredenbeck und Hartmut Fischer

Gutenberg, Napoleon und die Mainzer Ludwigsstraße – Über den Umgang mit einer großen Idee
Die Französische Revolution des Jahres 1789 stellte die gesellschaftlichen Verhältnisse in unserem Nachbarland auf den Kopf. Dem Adel gingen seine jahrtausendealten Privilegien verloren, das Gottesgnadentum hatte als Machtlegitimation ausgedient. Ohne eine umfassende Kommunikation wäre aus den umstürzlerischen Ideen keine Massenbewegung entstanden. Zahllose Druckerzugnisse bildet den Treibsatz der Revolution. Und weil die auf der Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern beruhten, stand Johannes Gutenberg bei den französischen Revolutionären ganz hoch im Kurs. Napoleon ordnete deshalb im Jahr 1804 an, dass in dem seit 1797 französischen Mainz eine städtebauliche Großtat zu vollbringen sei mit dem vorrangigen Ziel, dem weltberühmten Erfinder die ihm gebührende Ehre zu erweisen. Ein Denkmal allein reichte hierfür nicht aus.


Gutenbergplatz

Mayence sollte einen neuen Stadtmittelpunkt erhalten, und zwar mitten im Gassengewirr westlich des Doms mit einem großzügigen Platz („Place Guttemberg“) und einem schnurgeraden Straßendurchbruch bis zum Tiermarkt (heute Schillerplatz). Chefingenieur Eustache St. Far arbeitete hierfür detaillierte Pläne aus. Eines der von ihm entworfenen Gebäude steht als Rudiment noch heute. Nach welchen städtebaulich-architektonischen Leitbildern ging St. Far vor? Was passierte nach Abzug der Franzosen? Welchen Stellenwert maßen die Mainzer in den folgenden Jahrzehnten der französischen Idee noch zu? Gibt es heute ein öffentliches Bewusstsein für das in Europa seinerzeit einmalige Konzept, einen Platz zu Ehren eines Erfinders zu schaffen? Auf diese Fragen wollen die Referenten Antworten versuchen.


Vom Angstraum zum Wohlfühlort – Der umstrittene Kölner Ebertplatz zeigt sein wahres Gesicht

Nach zwanzig Jahren Pause sprudelt seit dem 14. Juli 2018 die wasserkinetische Skulptur des Künstlers Wolfgang Göddertz endlich wieder! Im Kölner Bilderbuch-Sommer zeigt sich der stark kritisierte Ebertplatz als Wohlfühlort. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz begrüßt ausdrücklich das Instandsetzen des Brunnens durch die Stadt Köln. „Mit dem Wasser kommt die Freude zurück auf den Platz“, so Geschäftsführer Dr. Martin Bredenbeck, „es herrscht wieder ein buntes Treiben, und der Platz erhält seine Aufenthaltsqualität zurück.“


Ebertplatz

Foto: RVDL / Anke von Heyl

Der Regionalverband Köln des Rheinischen Vereins hatte sich im Mai mit der Bitte an die Stadtverwaltung gewandt, man möge einen möglichen Denkmalwert des in den 1970er Jahren als moderne urbane Fläche geplanten Platzes prüfen. Nachdem der bereits in Gang gesetzte Prüfvorgang überraschend gestoppt wurde und es eine hoch-emotionale Diskussion um den „Angstraum“ Ebertplatz gegeben hatte, sah es nicht gut aus für die Anlage, obwohl sie Kennern als herausragende Gestaltung der Nachkriegsmoderne gilt. Noch immer ist davon die Rede, den Platz 2021 komplett umzugestalten, so dass ein wichtiges Zeugnis moderner Stadtentwicklung verschwinden würde. Die Mitglieder des Arbeitskreises Nachkriegsmoderne im Rheinischen Verein setzen auf die Macht der Bilder und auf erlebbare Qualität. Die mehr als 200.000 Euro teure Instandsetzung des Brunnens hat eine sehr deutliche Verbesserung der Platzatmosphäre zur Folge. Genau das war schon 1977 das Ziel des Künstlers Wolfgang Göddertz, der wusste, wie belebend Wasser auf die Nutzer des Platzes wirken würde. Für die Experten aus dem Rheinischen Verein steht der Ebertplatz exemplarisch für einen Platztypus der 1960er und 1970er Jahre, der derzeit an vielen Stellen bedroht ist: abgesenkte, auf mehreren Ebenen verteilte Anlagen, oft mit Sichtbeton gestaltet, oft reich begrünt und mit der erklärten Absicht gestaltet, Verkehrsverteiler zu sein. Solche Gestaltungen prägen den Charakter der modernen Städte entscheidend mit und sind somit identitätsstiftend für mehrere Generationen gewesen. Der Arbeitskreis Nachkriegsmoderne im Rheinischen Verein gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass angesichts der positiven Wandlung vom „Angstraum“ zum „Wohlfühlort“ der Ebertplatz eine zweite Chance erhält und man in der Stadt die Umgestaltung noch einmal überdenkt oder ihre Parameter zumindest neu justiert.


Ebertplatz

Foto: RVDL / Anke von Heyl

Hintergrund
Der 1906 gegründete Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz ist eine starke Stimme für Bürgerengagement in der früheren Preußischen Rheinprovinz. Zwischen Niederrhein und Mittelrheintal entlang des Rheins und seinen Nebenflüssen setzt sich der Verein für die Bewahrung, sensible Entwicklung und Vermittlung des reichen Landschafts- und Kulturerbes ein. Mit Führungen und Vorträgen, Tagungen und Workshops, Publikationen sowie Stellungnahmen und Resolutionen wirkt der Verein in die Öffentlichkeit und arbeitet eng mit den Trägern öffentlicher Verwaltung zusammen.


Das Kölner Grünsystem - ein zukunftsweisendes Erbe

Im Rahmen des Europäischen Kulturjahres 2018 wird mit dem vorliegenden Programm das Kölner Grünsystem als einzigartiges Kulturerbe in den Mittelpunkt gestellt. Als ein europäisches Kulturerbe entstand es in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Damals waren großräumige Grünplanungen für die Städte weit über Deutschland hinaus üblich. Allerdings schaffte nur der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer es, in der nach dem Ersten Weltkrieg wirtschaftlich und politisch angespannten Lage ein derartig umfangreiches Grünsystem aufzustellen und politisch und praktisch in wesentlichen Zügen umzusetzen. So entstanden auf den ehemaligen preußischen Festungszonen der Innere und Äußere Grüngürtel. Die von dem renommierten Städtebauer Fritz Schumacher vorgesehenen radialen Verbindungszüge konnten z.T. erst ab den 1960er Jahren ausgebaut werden. Gegenwärtig findet eine Erweiterung im Umland statt. Die von Schumacher angedachten Grünkeile, ausgehend vom Äußeren Grüngürtel, stoßen jetzt auf einen dritten Grüngürtel in der Erftaue und auf dem Vorgebirge.

Von Anfang an stand die ökologische und historischkünstlerische Gestaltung als Frischluftspeicher für die Bevölkerung im Mittelpunkt der Planungen. Dieses für andere Städte im Zuge der dramatischen Luftverschmutzung und des Klimawandels sowie des Stadtwachstums vorbildhafte Grünnetz Kölns ist u.a. durch das Bevölkerungswachstum und steigende Flächenversiegelung bedroht. Daher wird dieses umfangreichste Kölner Landschafts- und Kulturobjekt in diesen Veranstaltungen mit all seinen positiven Funktionen und ästhetischen Facetten vorgestellt.

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner
Vorsitzende des Regionalverbandes Köln im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Jahr des Kölner Grünsystems - Programm

Flyer (PDF, 170 KB)


Jahrestagung des Rheinischen Vereins in Kerkrade, Abtei Rolduc


JT Rolduc

vlnr: Prof. Dr. Christoph Zöpel, Vorstandvorsitzender des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Ulrike Lubek, Direktorin des Landschaftsverbands Rheinland, Dr. Ulrich Stevens, Vorstandsmitglied des RVDL, Gouverneur Theo Bovens, Kommissar des Königs für die Provinz Limburg, Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Rolfjosef Hamacher, Vorstandsmitglied des RVDL, Milena Karabaic, LVR-Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege, Prof. Matthias Müller, Vorstandsmitglied des RVDL, Foto: RVDL / Matthias Jung


Pressemitteilung

„Europäisches Kulturerbe, Grenzen überwindend“ Jahrestagung 2018 des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in der Abtei Rolduc (Kerkrade, Niederlande) Die Jahresversammlung 2018 des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz fand vom 22. bis 24. Juni in der Abtei Rolduc statt, einer bedeutenden Abtei in Kerkrade in den heutigen Niederlanden. Durch Jahrhunderte ist an ihr gebaut, restauriert, umgebaut worden, und durch die immerwährende Transformation wurde sie kulturell geschützt. Die Kirche mit ihrer qualitätvollen Ausmalung aus dem 19. Jahrhundert bot den festlichen Rahmen der Veranstaltung. Die Tagung dokumentierte einige der Ziele und Perspektiven des Vereins: Heutige territoriale Grenzen hat er niemals als die unveränderlichen Grenzen seines kulturellen Engagements verstanden und dies im Europäischen Kulturerbejahr 2018 mit der Wahl Rolducs als Versammlungsort und mit dem Motto der Festversammlung „Europäisches Kulturerbe, Grenzen überwindend“ zum Ausdruck gebracht. Zu der öffentlichen Versammlung begrüßt der Vorsitzende des Vereins, der frühere NRW-Landesminister Prof. Dr. Christoph Zöpel, namhafte Redner: Gouverneur Theo Bovens, Kommissar des Königs für die Provinz Limburg, und Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, betonten beide die Wichtigkeit von Denkmalpflege und Landschaftsschutz, von bürgerschaftlichem Engagement und von grenzübergreifender Zusammenarbeit. Heutige oft zufällige politische Grenzen verlaufen durch Kultur- und Landschaftsräume, die über Jahrhunderte als Einheit entstanden sind. Dass der Austausch schon im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit entscheidender Faktor für das Entstehen des europäischen Kulturraums war, machte Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris von der Ludwig-Maximilians-Universität München im Hauptvortrag eindrucksvoll deutlich, teils auch in der lange für Europa grenzübergreifend verbindlichen Sprache: Latein. Unter den Gästen waren Ulrike Lubek, Direktorin des Landschaftsverbands Rheinlands, Anne Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Milena Karabaic, LVR-Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege, die Vorstandsmitglieder des Rheinischen Vereins Prof. Dr. Matthias Müller, Dr. Ulrich Stevens und Rolfjosef Hamacher, der Bürgermeister der deutschen Nachbargemeinde Herzogenrath Christoph von den Driesch, der frühere RVDL-Vorsitzende Landrat a.D. Frithjof Kühn, der frühere NRW-Landesminister und Ehrenpräsident der NRW-Stiftung Harry K. Voigtsberger sowie zahlreiche Mitglieder aus den 13 Regionalverbänden und den Gremien des Rheinischen Vereins in der ganzen Preußischen Rheinprovinz. Der niederländische Heimatbund Bond Heemschut wurde durch Ton Gijsbers vertreten. Die Brassband aus dem belgischen Willebroek gestaltete den musikalischen Rahmen, u.a. mit Beethovens „Ode an die Freude“, der Europahymne.
Hintergrund
Der 1906 gegründete Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz ist eine starke Stimme für Bürgerengagement in der früheren Preußischen Rheinprovinz. Zwischen Niederrhein und Mittelrheintal entlang des Rheins und seinen Nebenflüssen setzt sich der Verein für die Bewahrung, sensible Entwicklung und Vermittlung des reichen Landschafts- und Kulturerbes ein. Mit Führungen und Vorträgen, Tagungen und Workshops, Publikationen sowie Stellungnahmen und Resolutionen wirkt der Verein in die Öffentlichkeit und arbeitet eng mit den Trägern öffentlicher Verwaltung zusammen. Fotos: © RVDL / Matthias Jung


Bildergalerie der Jahrestagung des RVDL in Kerkrade


FV

Prof. Dr. Christoph Zöpel, Foto: RVDL, Matthias Jung


FV

Gouverneur Theo Bovens, Foto: RVDL/Matthias Jung


Armin Laschet

Armin Laschet, Foto: RVDL/Matthias Jung


FV

Prof. Dr. Marc-Aeilko Aris mit Ulrike Lubek und Milena Karabaic, Foto: RVDL/Matthias Jung


FV

Armin Laschet und Ulrike Lubek, Foto: RVDL/Matthias Jung


FV

Brassband Willebroek aus Belgien, Foto: RVDL/Matthias Jung


MV

Mitgliederversammlung in der Aula Minor, Foto: RVDL/Christina-Marie Langner


Abteigarten

Abteigarten, Foto: RVDL/Matthias Jung


JT

Innenhof Abtei, Foto: RVDL/Matthias Jung


Thorn

Exkursion nach Thorn, Foto: RVDL/Christina-Marie Langner


Thorn

ehemalige Abteikirche in Thorn, Foto: RVDL/Christina-Marie Langner


Wanderung Thorn

Auf dem Kapellenwanderweg, Foto: RVDL/Christina-Marie Langner


Europäischen Tag für Denkmalpflege


Bild

v.l.n.r. Minister Wolf, Christin Theisen (RVDL-Projekt "Stimmen und Stimmungen an der Mosel"), Dr. Martin Bredenbeck (RVDL, Geschäftsführer), Dr. Karl-August Heise (RVDL, Vorsitzender des Regionalverbands Trier), Foto: RVDL

Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, hat am Europäischen Tag für Denkmalpflege am 10. Juni 2018 auch den RVDL-Stand in den Kaiserthermen in Trier besucht. Er informierte sich über die Arbeit des Vereins in Trier und im gesamten Vereinsgebiet, freute sich über das neu erschienenen Heft „Rheinische Kunststätten: Das Staatstheater Mainz“ und kam auch in Kontakt mit der Mitarbeiterin des RVDL-Projektes „Stimmen und Stimmungen an der Mosel“.


Der neue Flyer "Die Burgruine Virneburg"

Flyer ... (PDF, 769 KB)


Unterstützung für die „Ostmoderne“

Der Rheinische Verein bündelt Bürgerengagement für Denkmalpflege und Kulturlandschaft im Rheinland. Mit einer breiten bürgerschaftlichen Initiative zur Erhaltung des berühmten Terrassenrestaurants „Minks“ in Potsdam (1970er Jahre) haben wir uns gerne solidarisch erklärt und deren offenen Brief unterstützt.

PDF Ostmoderne (PDF, 420 KB)


200 Jahre Universität Bonn - der Rheinische Verein gratuliert!

„Gebäude mit faustischem Charakter“
Vom barocken Poppelsdorfer Schloss aus dem 18. Jahrhundert bis zum Arithmeum mit seinen klaren Linien und der Fassade aus Glas: Die Universitätsgebäude haben mit ihren unterschiedlichen Architekturstilen ihre besonderen Reize und Herausforderungen. Anlässlich des 200jährigen Bestehens der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zeigten drei Experten ihre ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf die Universitätsgebäude auf. Gebäude erzählen Geschichten, sie stiften Identität und prägen das Leben derer, die in ihnen lehren und lernen. Das weiß nicht zuletzt Bernd Draser, Dozent an der ecosign/Akademie für Gestaltung und ehemaliger Student der Universität Bonn. Am Donnerstagabend saß er wieder im Hörsaal I des Universität Hauptgebäudes. Dieses Mal jedoch nicht als Student, sondern als einer von drei Experten, die darüber diskutieren, in welchen Spannungsfeldern sich die Gebäude bewegen.

Manchmal unpraktisch, aber sehr schön

„Identitätsbildend war für mich besonders dieses Verwinkelte, Faustische des Philosophischen Seminars. Was schon von seinem ganzen Charakter her besonders geisteswissenschaftlich ist. Es ist unpraktisch, es ist schwer zugänglich. Es ist aber sehr schön!“, meinte Draser und nahm eine Hochschule als „Raum für Bildung“ dabei ganz wörtlich: „Wenn man Bildung als das Eintrichtern von Kompetenzen sieht, ist sicher ein laborähnlicher Raum ein geeigneter Ort. Wenn es aber auch um die komplexere Entwicklung der eigenen Persönlichkeit geht, dann sollten sich Räume nicht der Funktionalität unterwerfen.“

Architektur und Bauweise eines Gebäudes prägen die Studierenden dabei ganz unterschiedlich, auch wenn der Einfluss oft unbewusst sei, meinte auch Hiltrud Kier, Professorin am Kunsthistorischen Institut: „Sicher ist das Studium im Hauptgebäude erhebend. Aber auch die Bibliothek mit ihrem großen Lesesaal direkt am Rhein hat etwas sehr Animierendes. Ebenso stößt das Juridicum bei den Studierenden der Rechtswissenschaft auf positive Resonanz.“


Uni Bonn

(von links) Prof. Dr. Hildtrud Kier, Bernd Draser, Prof. Dr. Christoph Zöpel und Moderator Dr. Martin Bredenbeck vom Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Gelungene Mischung aus historisch und modern

Die Mischung aus historischen, altehrwürdigen Gebäuden und moderneren Neubauten auf der einen Seite, die unzertrennliche Verwobenheit der Universität im Stadtbild auf der anderen Seite, sah Professor Dr. Christoph Zöpel als ein „doppeltes Glück Bonns“. Laut dem Vorsitzenden des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz kann es keine Universitätsentwicklung ohne Stadtentwicklung geben. Gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit sei deshalb eine entscheidende Frage, welche bestehenden Gebäude in Zukunft für universitäre Zwecke genutzt werden – und vor allem wie.

Für Zöpel ist das nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Funktionalität: „Wenn wir wollen, dass unsere Studenten ihre Uni schön finden, müssen wir sie so bauen, dass sie genügend Platz haben.“ Den berüchtigten „Betonklötzen“ aus den 1960er und 70er Jahren mochte er trotzdem nicht viel abgewinnen. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Fürsprache kam dagegen von Hiltrud Kier: „Die Qualität eines Gebäudes bewertet jede Generation subjektiv und immer wieder neu. Es ist ein stufenweiser Prozess bis auch die Qualität dieser Bauten erkennbar wird.“

Von denjenigen, die nach der Veranstaltung aus dem Hörsaal ins Freie traten, wird der ein oder andere kurz innegehalten und einen Blick auf das erleuchtete Hauptgebäude geworfen haben: Das von Professor Kier als falsches „Schönbrunnsches Gelb“ der Fassade bezeichnete musternd, die verwinkelten Gänge im Turm des Philosophischen Seminars erahnend und vielleicht ja sogar zufrieden ins Getümmel der Innenstadt verschwindend – glücklich darüber, dass sich die Uni im Herzen der Stadt befindet.


Neujahrsempfang des Rheinischen Vereins im Landesmuseum Mainz

Am 7. Februar 2018 feierte der Rheinische Verein seinen zweiten Neujahrsempfang, zu dem er ins Landesmuseum Mainz eingeladen hatte.

Der Vorsitzende Prof. Dr. Zöpel und der Stellv. Vorsitzende Prof. Dr. Müller betonten die Bedeutung von bürgergesellschaftlichem Engagement für die Erhaltung und Vermittlung von Denkmälern. Der Ausgleich zwischen den Interessen sei nicht leicht, und es bestehe immer die Gefahr, dass kulturelles Erbe – beispielsweise die Kuranlagen in Bad Neuenahr – in akute Gefahr geraten. Ein Grußwort sprach der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege Hessen, Dr. Harzenetter. Auch in seinem Bundesland sei der Rheinische Verein aktiv und geschätzt.

Minister Prof. Dr. Konrad Wolf dankte für aktive Vereinsarbeit in Rheinland-Pfalz. Er würdigte besonders auch das Europäische Kulturerbejahr 2018 und hob das Thema Welterbe Mittelrheintal hervor. Gemeinsam mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe RLP und der Entwicklungsagentur RLP plant der Rheinische Verein für Herbst 2018 eine Tagung zum Thema.

Das Thema Kulturerbejahr hatte die Festrednerin, Dr. Britta Hentschel, für ihren Beitrag über die Zeitschichten der europäischen Stadt aufgegriffen. Sie führte mit ihrem Vortrag nach Rom und ließ manche interessante Parallele zu Mainz aufscheinen.

Das Ensemble Favole Musicali gestaltete den musikalischen Rahmen. Bei Imbiss und Getränken gab es langen und angeregten Austausch.


Neujahrsempfang 2018 Mainz

Prof. Dr. Christoph Zöpel, Vorsitzender des Rheinischen Vereins, Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes RLP, Prof. Matthias Müller, Stellv. Vorsitzender des Rheinischen Vereins, Foto: © Rheinischer Verein / David Klammer


Dr. Britta Hentschel

Dr. Britta Hentschel aus Zürich hielt die Festrede zur Europäischen Stadt und ihren Zeitschichten, Foto: © Rheinischer Verein / David Klammer


Forum

Das Forum im Landesmuseum Mainz war gut gefüllt, Foto: © Rheinischer Verein / David Klammer


Dr. Stefanie Hahn

Dr. Stefanie Hahn, Ministerium, Generaldirektor Thomas Metz, GDKE RLP, Dr. Birgit Heide, Leiterin des Landesmuseums, und Prof. Zöpel, Foto: © Rheinischer Verein / David Klammer


Umtrunk

Angeregte Gespräche bei Umtrunk und Imbiss in der Arkade des Landesmuseums, Foto: © Rheinischer Verein / David Klammer


Schloss Benrath, 23. Januar 2018

Mit 150 Gästen feierte der Rheinische Verein seinen Neujahrsempfang auf Schloss Benrath. In ihren Ansprachen betonten der Vorsitzende Prof. Dr. Christoph Zöpel und die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW, Ina Scharrenbach, die Bedeutung von Denkmälern für Heimat und die Rolle des Ehrenamts – gerade auch im Europäischen Kulturerbejahr 2018. Der Hausherr, Prof. Dr. Stefan Schweizer, sprach zur Europäischen Gartenkunst, ein Ensemble der Neuen Düsseldorfer Hofmusik gestaltete eine musikalische Europareise. Bei Imbiss und Getränken im Vestibül gab es Gelegenheit zum Austausch.


JT 2018

v.l.n.r.: Michael Arns (Architektenkammer NRW), Milena Karabaic (LVR-Dezernentin für Kultur und Landschaftliche Kulturpflege), Prof. Dr. Christoph Zöpel, Ministerin Ina Scharrenbach, Eckhard Uhlenberg (Präsident NRW-Stiftung), Matthias Löb (LWL-Direktor und Vorsitzender Westfälischer Heimatbund) Foto: (C) Matthias Jung/RVDL


JT Düsseldorf 2018

Prof. Dr. Christoph Zöpel mit Milena Karabaic (links) und Klaudia Zepuntke (Bürgermeisterin Stadt Düsseldorf, rechts) Foto: (C) Matthias Jung/RVDL


JT Düsseldorf 2018

Kuppelsaal Foto: (C) Matthias Jung/RVDL


Dr. Elmar Heinen

Dr. Elmar Heinen (Foto: privat)

Dr. Elmar Heinen, langjähriges Mitglied des ehemaligen wissenschaftlichen Beirates und Ehrenmitglied des Rheinischen Vereins, ist am 31. Dezember 2017 im Alter von 90 Jahres plötzlich verstorben.

Dr. Heinen, bis zu seiner Pensionierung Ministerialrat im Bonner Landwirtschaftsministerium, trat schon 1971 dem Rheinischen Verein bei. In der Pension widmete er sich besonders dem Erhalt und der Erweiterung des Naturparks Siebengebirge. Als stellvertretender Vorsitzender unter dem langjährigen Vorsitzenden Dr. Josef Ruland erreichte er gegen die Bahn den Bau eines Tunnels für die ICE-Strecke Köln-Frankfurt im Siebengebirge. Auch lag ihm der Naturschutz im Siebengebirge mit dem Schutz der Wildkatze, des Schwarzstorches und der Gelbauchunke sehr am Herzen. Der Rheinische Verein und der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) machten ihn deshalb zu ihrem Ehrenmitglied.

Er bekämpfte auch besonders die geplanten Windräder im Buchenwald beim „Auge Gottes“ in Unkel, weil dadurch die Tiere im Siebengebirge gefährdet wären. Auch in der LNU (Landesgemeinschaft Natur und Umwelt) war er sehr aktiv als Koordinator des Rhein-Sieg-Kreises und Mitglied im Landschaftsbeirat. Noch im Sommer 2017 auf der Jahrestagung des Rheinischen Vereins in Bonn diskutierte er fleißig mit, besonders Satzungsfragen lagen dem engagierten Juristen sehr am Herzen. Doch plötzlich fehlte er im Spätherbst bei unserer Sitzung des Regionalvorstandes wegen einer Erkrankung. Er wird uns im Regionalverband mit seinen vielen Ratschlägen sehr fehlen. Heiner Eckoldt

Nachruf (PDF, 3,46 MB)


Manuela Klauser wird mit dem Paul-Clemen-Preis des LVR ausgezeichnet


Manuela Klauser

Manuela Klauser

Die aus Mülheim an der Ruhr stammende Manuela Klauser ist im LVR-LandesMuseum Bonn mit dem mit 10.000 Euro dotierten Paul-Clemen-Preis des Landschaftsverbandes Rheinland geehrt worden. Ausgezeichnet wurde ihre herausragende kunsthistorische Dissertation mit dem Titel: „Ikonische Kirchen – Zeichen lebendigen Glaubens. Geschichte und Theorie des Pfarrkirchenbaus an Rhein und Ruhr zwischen Historismus und Moderne“. Der Preis erinnert an Prof. Paul Clemen, den 1947 verstorbenen ersten Provinzialkonservator der Rheinprovinz, der als Kunsthistoriker an der Universität in Bonn gelehrt hat und der 1906 den „Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Heimatschutz“ gründete und ihn viele Jahre leitete.

Manuela Klauser hat die bislang für architektonisch konservativ geltenden, zwischen 1905 und 1935 entstandenen Pfarrkirchen im Rheinland untersucht und neu bewertet. nach den Ergebnissen ihrer Untersuchung war es gar nicht das Anliegen der Kirchen, durch innovative Formen zu glänzen oder modischen Strömungen zu folgen. Stattdessen bauten sie, was sie glaubten - und machten so ihren Glauben viel deutlicher als zuvor zum Gegenstand öffentlicher Diskussion. Das sei ein Erfolgsrezept in einer Zeit gewesen, als Glaube und Kirche in der Gesellschaft deutlich fester verankert waren als heutzutage.

Manuela Klauser ist seit Beginn ihres Studiums in Düsseldorf dem Rheinischen Verein eng verbunden und war als Masterstudentin einige Jahre in der Geschäftsstelle des Vereins als studentische Mitarbeiterin im Publikationsbereich beschäftigt. Sie hatte sich bereits in ihrer Masterarbeit mit Kirchenarchitektur beschäftigt.

Die von Prof. Jürgen Wiener (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Prof. Kai Kappel (Humboldt Universität Berlin) betreute Dissertation gilt nach den Worten der Betreuer als eine überzeugend entwickelte, in ihrem methodischen Ansatz innovative, für die Forschungen zu den Anfängen des modernen Kirchenbaus einen großen Fortschritt bezeichnende, in toto als herausragende wissenschaftliche Arbeit.

Der Rheinische Verein gratuliert sehr herzlich.


Rathaus Mainz

Kunsthistoriker (Matthias Müller und Gregor Wedekind) heben Bedeutung der "republikanischen Burg" hervor und kritisieren die Sanierungspläne

Zeitungsausschnitt (PDF, 214 KB)


Zeitungsausschnitt

AZ 29.11.2017

Brief des RVDL an das Rathaus Mainz (PDF, 263 KB)


Initiative "Freunde des Mainzer Rathauses"


Plätzchen werden verteilt

Plätzchen werden verteilt


Rathaus Mainz Plätzchen verteilen

Studenten haben eine Initiative „Freunde des Mainzer Rathauses“ gegründet und Plätzchen in Formen von Bauteilen des Rathauses an die Stadtratsmitglieder verteilt.


"Denkmal Digital - Denkmalpflege und Moderne Medien"


Erfolgreiche Tagung am 23.11.2017 im Rahmen der Exponatec Köln


Exponatec

Dr. Andrea Pufke, Anke von Heyl, Dr. Inge Gotzmann und Dr. Martin Bredenbeck Foto: IngenieurTeam2, Rheinbach

Zum mittlerweile 5. Mal fand im Rahmen der (zweijährlichen) Kölner Messe Exponatec die gemeinsame Tagung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Deutschen Burgenvereinigung sowie Europa Nostra Deutschland statt. Rund 130 Gäste waren zum Congress Center der Messe gekommen, um sich über Aspekte von Digitalität zu informieren, die unser Arbeits- und Alltagsleben längst durchdrungen hat und auch den Bereich der Denkmalpflege zunehmend prägt. Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein begrüßte die Gäste und sprach allen Veranstaltern und nicht zuletzt der unterstützenden KoelnMesse Dank aus.

Datenbanken als Arbeitsinstrumente wurden ebenso erläutert wie digitale Messmethoden und Visualisierungsmöglichkeiten. Im Bereich der Vermittlung lässt sich über die Sozialen Medien eine breite Öffentlichkeit erreichen, mit Apps und Internetportalen sind Informationen leicht zugänglich und können Trends gesetzt werden.

Auch zahlreiche nachdenkliche und kritische Fragen kamen zur Sprache: Regeln Denkmäler ihren Wartungsbedarf zukünftig durch Sensoren selber und stimmen Internetnutzer mit "Klicks" ab, was ihnen gefällt und was ein Denkmal sein soll? Die Bandbreite der Beiträge vom spielerischen Zugang bis zur nüchternen Datenbank-Arbeit ließ Freiheit für alle Gedankenexperimente und Zuspitzungen.

In der Schlussrunde (Foto) reflektierten Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke, die Museumspädagogin und Bloggerin Anke von Heyl und Dr. Inge Gotzmann vom Bundesverband der Heimat- und Bürgervereine die Tagung und blickten voraus auf das Europäische Kulturerbejahr 2018, moderiert von Dr. Martin Bredenbeck vom Rheinischen Verein.


Rheinland Kalender 2018

Rheinland Kalender 2018

Informationen zum Kalender und zur Bestellung unter PUBLIKATIONEN.

Rabattaktion: 33 %


Der Rheinische Verein (RVDL) und die Abteilung Kulturlandschaftspflege des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) haben 2017 zu mehreren „entspannten Erkundungen zwischen Arbeit und Daheim“ eingeladen.


Bauelement

Foto: © Henny Monzel

Bei den Spaziergängen unter fachkundiger Leitung durch städtische und ländliche Kulturlandschaften, gibt es Bekanntes aus neuen Perspektiven zu sehen und unerwartete Entdeckungen gleich neben der Haus- oder Bürotüre. Ein Ziel der Exkursion ist es, vermeintlich bekannte Orte neu zu sehen und gegebenenfalls auch hinter verschlossene Türen zu blicken. Nach einer erfolgreichen ersten Veranstaltung mit rund 35 Teilnehmern im Verwaltungszentrum in Koblenz-Rauental stand noch ein zweiter Spaziergang auf dem Programm, zu dem wir auf unserer Internetseite eingeladen hatten. Koblenz – die Südallee (Teil 1) Mit der südlichen Vorstadt entstand im 19. und frühen 20. Jh. in Koblenz ein ausgedehntes Wohnviertel, das mustergültig die damalige Stadtplanung und Architektur präsentiert.


Koblenz

Foto: © Hans-Peter Günther

Zum Feierabend-Spaziergang mit Dr. Martin Bredenbeck, Geschäftsführer des RVDL in Köln, fanden sich über 50 Teilnehmer ein.

Gemeinsam wurde der erste Teil der Südallee, eine der Hauptachsen des Viertels, zwischen Friedrich-Ebert-Ring und Markenbildchenweg erkundet. Die einstige Prachtstraße ist nach Auffassung des RVDL „in die Jahre gekommen“ und braucht eine neue Gestaltung. Besonders deutlich wurde dies im Verlauf der Führung beim Gang über den mittleren Grünstreifen, der für die Aufstellung von unterschiedlichsten Fahrradständern, Containern für Altpapier und Glas usw. genutzt wird.Im kommenden Jahr ist die Fortsetzung des Spazierganges vom Markenbildchenweg bis zur Josefskirche geplant. Wir werden rechtzeitig über den Termin informieren.


Aussichtsplattform Rabenlay in Oberkassel eröffnet

Von der neuen Aussichtsplattform an der Rabenlay können die Besucher über den Rhein bis zum Heiderhof blicken. 16 Tafeln informieren über den Fund einer steinzeitlichen Doppelbestattung.

Von Rainer Schmidt, 18.09.2017, Beitrag im General-Anzeiger Bonn


Aussichtsplattform Oberkassel

Foto: Benjamin Westhoff

„Ein Skywalk für Bonn“, sagt ein erster Besucher des neuen Aussichtspunkts an der Rabenlay in Oberkassel. Von allen Seiten wird der tolle Blick in das Rheintal spontan mit „Boah“ bewundert. Als die Sonne hinter den Regenwolken hervorkommt, kann man bis nach Königswinter und über den Rhein hinweg zum Heiderhof blicken. „Ein gigantischer Ausblick“, sagt Helmut Müller aus Ramersdorf, der den Bau der Aussichtsplattform genau verfolgt hat. Seit Sonntag ist sie im Ennertwald für die Wanderer geöffnet, obwohl sie schon vor vielen Wochen fertiggestellt worden war.

Dafür gab es zwei bürokratische Gründe. Zum einen hat es im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, dem Hauptinitiator der Plattform, einen Wechsel im Vereinsvorstand gegeben. Zum anderen hat der Verein den Bau der Plattform zum Anlass genommen, den Versicherungsschutz für Haftpflichtschäden anzupassen. Der neue Vorstand entschied daraufhin, dass die Plattform mit einem Einweihungsfest und allen beteiligten Firmen, Vereinen sowie Bürgern freigegeben werden sollte. So kamen unter anderem Barbara Schock-Werner (Vorstand der NRW-Stiftung), Christoph Zöpel (Vorsitzender Rheinischer Verein), Landesrat Detlef Althoff (Landschaftsverband Rheinland), Jochen Dodt (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW) und Bezirksbürgermeister Guido Déus.

Spektakulärer Blick über das Rheintal

Die 24 Quadratmeter große Aussichtsplattform hat eine Länge von etwa neun Metern und ermöglicht einen spektakulären Blick über das Rheintal. Insgesamt 16 Tafeln bieten neben Angaben zur steinzeitlichen Oberkasseler Doppelbestattung zahlreiche Informationen zum Naturschutzgebiet, zur Geologie und zu verschiedenen Themen der Kulturlandschaft. Der für die Region, aber auch für ganz Deutschland und Europa bedeutsame Grabfund beim Steinbruch am Stingenberg vor der Rabenlay wird so als Teil der Kulturlandschaft und ihrer Entwicklung neu erlebbar gemacht. Bereits im Juli gab es Überlegungen, im Umfeld der einstigen Fundstelle einen Ort zu schaffen, an dem die herausragende Bedeutung des Fundes in angemessener Weise gewürdigt werden solle. Immerhin zählt die 1914 im Zuge von Steinbrucharbeiten im Bereich der Rabenlay geborgene Doppelbestattung eines Mannes und einer Frau aus der Zeit um 14.000 vor Christus zu den bedeutendsten altsteinzeitlichen Funden Europas. Die Originale werden heute mitsamt der in den letzten Jahren bei der Neubearbeitung gewonnenen Ergebnisse im LVR-Landesmuseum Bonn präsentiert.

Planung und Förderung

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Heimatverein Bonn-Oberkassel, der Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, das LVR-Landesmuseum Bonn sowie das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland haben die Plattform geplant. Gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landschaftsverband Rheinland. Die Realisierung der Plattform lag in den Händen des Ingenieurbüros Miebach, das vor allem im Brückenbau tätig ist und diesmal vornehmlich mit Holz gearbeitet hat. Die Kosten liegen bei etwa 160.000 Euro.


Eröffnung 17.09.2017

Eröffnung 17.09.2017 Foto: Lothar Kornblum


Eröffnung

Foto: Lothar Kornblum


Geschäftsstelle


Rheinischer Verein startet mit neuem Vorstand

Der 1906 gegründete Rheinische Verein ist die starke Stimme für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in der früheren Rheinprovinz, vom Niederrhein zum Oberen Mittelrheintal, von Trier bis ins Bergische Land. Gemeinsam mit ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürger vertreten wir unsere Ziele gegenüber Politik und Verwaltung und sorgen für eine starke zivilgesellschaftliche Lobby.

Die Mitgliederversammlung des Rheinischen Vereins hat bei ihrer Jahrestagung 2017 im Collegium Albertinum in Bonn vier neue Vorstandsmitglieder gewählt.

Neuer Vorsitzender ist seit dem 30. Juni 2017 Prof. Dr. Christoph Zöpel. Der von 1980 bis 1990 für den Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen zuständige Minister sieht wichtige Themen des Vereins - auch angesichts der neuen Landesregierung in NRW - v.a. in der Förderpolitik, in der Stärkung des Ehrenamts, in der Vermittlungsarbeit und im gemeinsamen Gestalten des Europäischen Kulturerbejahres 2018.

Stellvertretender Vorsitzender ist Prof. Dr. Matthias Müller, der an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Kunstgeschichte lehrt und Mitglied des Landesbeirats für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz ist.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: der Vorsitzende der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW, Mark vom Hofe, der als Journalist beim WDR tätig ist, sowie Dr. Ulrich Stevens, früher Denkmalpfleger am Amt für Denkmalpflege im Rheinland, der einen Schwerpunkt u.a. auf digitale Sicherung und Vermittlung von Denkmalen legt. Dem Vorstand gehören außerdem Landesrätin Milena Karabaic, Kulturdezernentin des LVR, RA Rolfjosef Hamacher als Schatzmeister sowie der Kunsthistoriker Dr. Martin Bredenbeck als Geschäftsführer an.

Der neue Vorstand will sich den vielfältigen Facetten des Vereins - darunter Bau- und Bodendenkmäler, Ehrenamt in der Denkmalpflege und Denkmalvermittlung, junge Denkmale der Nachkriegsmoderne, Landschaftsschutz vor Veränderungen durch Rohstoffabbau und Energiewende, das Kulturerbe der Flusslandschaften von Rhein und Nebenflüssen, archäologische und vorzeitliche Funde und ihre Präsentation - nun mit ganzer Kraft widmen.


Koblenzer Feierabendspaziergang

Großer Andrang am Zaun vor dem "Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr" Foto: Hartmut Fischer

Feierabendspaziergang zu Koblenzer „Denkmalen von morgen“

Mit dem neuen Format „Feierabendspaziergänge“ laden der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und die Abteilung Kulturlandschaft des Landschaftsverbands Rheinland regelmäßig ein zu legeren Erkundungstouren zwischen Arbeitsschluss und Feierabend daheim. Am 11. Juli stand „downtown Koblenz Rauental“ auf dem Programm, ein Verwaltungsquartier, das seit den 1960er Jahren entstand und von einer Fülle interessanter Bürobauten bis in die Gegenwart geprägt wird. 35 Interessierte schlossen sich dem Rundgang durch dieses Architekturmuseum des 20. Jahrhunderts an, bei dem Dr. Martin Bredenbeck Eigenheiten, Qualitäten und Herausforderungen u.a. von Betonoberflächen, Fertigteilarchitektur und zeitgebundener Ästhetik erläuterte. Eine Entdeckungsreise, bei der mancher Bau auf dem Programm stand, der vielleicht ein Denkmal werden könnte. Und eines steht ganz sicher fest: Die Gartenanlagen und Wasserspiele sind bestimmt der schönste Grund, um in Koblenz in das in den 1970er Jahren fertiggestellte Finanzamt zu gehen.


Erhalt des Industriedenkmals Düsseldorfer Gasbeleuchtung


Gaslaterne

Warum es sich lohnt für den Erhalt des Gaslichts in Düsseldorf zu kämpfen

Düsseldorf ist bald die einzige Stadt weltweit, in der es ein funktionierendes Gaslaternennetz gibt. Keine andere Stadt wird auch nur annähernd so markant vom Schein des Gaslichts geprägt wie unsere.

Ein Projekt im RVDL
Förderung der Ziele des Gaslicht-Projektes ist stets sehr willkommen:
Zweckgebundene Spenden, Kennwort „Düsseldorfer Gasbeleuchtung“ bitte ausschliesslich auf das RVDL-Konto bei Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE23 3705 0198 0002 2326 50
BIC: COLSDE33


Kooperation des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz mit dem Kölner Zoo zur Wiederherstellung des Südamerikahauses


Der Rheinische Verein wird mit seinem breiten bürgerschaftlichen Engagement die Sanierung des Südamerikahauses im Kölner Zoo vor allem unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten begleiten.

Die Presseerklärung mit weiteren Informationen finden Sie hier» (PDF, 269 KB)


Scheckübergabe: 250.000 Euro für Sanierung des Südamerikahauses im Kölner Zoo


Südamerikahaus

Köln, 15. März 2017

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützt auf Anregung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V. die künftige Sanierung des Historischen Südamerikahauses im Kölner Zoo mit einem Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro.

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, übergab heute stellvertretend die schriftliche Förderzusage an die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg. „Mit diesem Betrag kommen wir einen Schritt voran auf dem Weg der Instandsetzung dieses für Köln einzigartigen Gebäudes“, betonten die Zoovorstände.

Das Geld fließt in die grundlegende Sanierung des denkmalgeschützten Südamerikahauses. Es wurde 1899 im Stil einer russisch-orthodoxen Kirche erbaut und ist mit seiner Architektur einmalig im gesamten Rheinland. Bei der Fassadengestaltung steht der Denkmalschutz im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk für die Innennutzung liegt auf den Themen Besucherattraktivität und Energieeffizienz.

Theo Pagel: „Nach Sanierung und Umbau wollen wir unseren Gästen eine attraktive Regenwaldlandschaft präsentieren, in der sich Affen, Vögel und andere Tiere Mittel- und Südamerikas frei bewegen können.“ Christopher Landsberg: „Wir danken der NRW-Stiftung und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Ohne Partner wie diese wäre die Verwirklichung unserer ehrgeizigen Pläne nur sehr schwer möglich.“

Im Zuge des Jubiläumsjahres „Danke Berlin – 200 Jahre Preußen am Rhein“ hatten der Rheinische Verein und der Kölner Zoo 2015 eine Kooperation vereinbart, um gemeinsam für das bedeutende Kulturerbe der Zoo-Bauten aktiv zu werden.

Das Südamerikahaus zählt neben den Schweizer Blockhäusern, dem Alten Elefantenhaus im maurischen Stil und der klassizistischen Direktorenvilla zu den ältesten Bauten des Kölner Zoos.


Stellungnahme des RVDL zum Thema Grüngürtel / 1. FC Köln

Grüngürtel, Stellungnahme RVDL (PDF, 301 KB)

Grüngürtel Aufruf zur Pedition (PDF, 216 KB)


Ela - Grüne Schätze in der Stadt

Wie Landschaftsarchitekten historische Gärten und Parkanlagen nach Sturmschäden wieder in Wert setzen

mehr (PDF, 318 KB)


Bodendenkmalschutz und Bodendenkmalpflege in Kobern-Gondorf

- Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Bereich des Grabungsschutzgebietes „Gondorf–Römerstraße“
- Berücksichtigung der bodendenkmalpflegerischen Belange

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Prof. Dr. Horn, hat sich in einem Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Kobern-Gondorf gewandt.

Brief RVDL Kobern-Gondorf (PDF, 254 KB)


Publikationsliste des Bund Heimat und Umwelt zu den Themen Bürgerschaftliches Engagement, Kulturlandschaft, Natur und Umwelt sowie Baukultur und Denkmäler.

BHU Publikationsliste (PDF, 1,51 MB)


Im LVR Freilichtmuseum Lindlar fand ein Symposium zum Thema "Turmstationen – erhaltenswerte Landmarken in der Kulturlandschaft" statt

Symposiumsbericht (PDF, 4,41 MB)