Werden Sie gemeinsam mit uns aktiv für Baukultur, Denkmalpflege und Kulturlandschaft!

Sicht auf die Heisterbacher Klosterruine

Aktuelles

Stellungnahme des RVDL zum landschaftszerstörenden Lava- und Basaltabbau in der Vulkaneifel

Die Vulkaneifel ist eine landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche, aber leider verwundete Gegend. Die sich auf kleinstem Raum aneinander reihenden Abgrabungen, um Lava und Basalt abzubauen, nehmen der Landschaft zunehmend ihren Reiz. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL) ist überregional in der ehemaligen Rheinprovinz und damit außer im nordrhein-westfälischen Rheinland auch in Rheinland-Pfalz, in Teilen Hessens und im Saarland vertreten. Er stellt somit eine gewichtige Stimme dar. Die gegenwärtig in der Abstimmungsphase befindliche Raumordnungsplanung in der Region Trier nimmt er zum Anlass, entschieden auf einige herausragende Alleinstellungsmerkmale dieses Gebiets hinzuweisen:

  • In ganz Mitteleuropa gibt es nur zwei kleine quartäre Vulkangebiete: Das Gebiet um den Laacher See bis Mayen, das durch den Gesteinsabbau bereits weitgehend zerstört ist, und das westeifler Vulkanfeld im ehemaligen Landkreis Daun, heute Vulkaneifel. Die typische quartäre Vulkanlandschaft ist dort trotz der bereits erfolgen zahlreichen Eingriffe noch in großen Teilen erhalten und darf für sich in Anspruch nehmen, einmalig in Deutschland zu sein. Es handelt sich hier zweifelsohne um ein nationales Naturerbe, eine Kulturlandschaft, die es in dieser Form in der gesamten Republik nicht noch einmal gibt.
  • Der Landesentwickungsplan (LEP IV) von Rheinland-Pfalz trägt diesem Tatbestand Rechnung, indem er von einer „Landschaft mit bundesweit einzigartiger vulkanischer Prägung“ spricht. Jedoch räumt er an anderer Stelle der Rohstoffsicherung ein „besonderes Gewicht“ ein, ohne im Detail auf den darin innewohnenden Widerspruch einzugehen.
  • Die Landschaft der Vulkaneifel zählt der Landesplanung zufolge zu den „Erholungs- und Erlebnisräumen mit landesweiter Bedeutung“. Da diese Kulturlandschaft der Vulkaneifel mit ihrem Inventar an verschiedenen Landschaftselementen, die touristisch weitgehend erschlossen und von Köln und der Rheinschiene in ein bis eineinhalb Stunden gut erreichbar sind, hat sie jedoch mehr als nur eine landesweite Bedeutung. Sie bedient erfolgreich mindestens zwei Bundesländer und hat damit überregionale bis nationale Bedeutung, was als Tourismusfaktor viel stärker zu berücksichtigen ist.
  • Der Landesentwicklungsplan geht seinem verbindlichen Ziel 91 vollkommen zutreffend darauf ein, wenn er festlegt, dass für solche Landschaften „die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft vorrangig zu sichern und zu entwickeln“ sind. Vorrangig bedeutet, dass dieses Ziel vor allen anderen konkurrierenden Nutzungsansprüchen zu verfolgen ist.
  • Daraus folgt für den RVDL: die komplexe Natur und Landschaft sind als prägende Elemente einer alten Kulturlandschaft vor anderen in dieser Abwägung herausragend zu bewerten. Die Einzigartigkeit der Landschaft mit ihrer Ausstattung stellt bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal dar.
  • Eine zukunftsweisende Planung hat deshalb festzulegen, dass über die bereits bestehenden bzw. genehmigten Gruben hinaus weder neue Aufschlüsse gestattet noch Erweiterungen vorhandener Abgrabungen zugestanden werden. Um dieses angesichts der bisher geübten Praxis zwingend erforderliche Ziel zu erreichen, muss das gesamte Abgrabungsgebiet – ob vorhanden oder potentiell – einem Ausschlusskatalog unterzogen werden. Der Rheinische Verein stellt dazu gern die nötigen Informationen zur Verfügung, um festzulegen welche Elemente dieser quartären Vulkanlandschaft auf keinen Fall mehr angegriffen werden dürfen. Da die gesamte Landschaft mit einem hohen Naturpotential ausgestattet ist und enorme Reize für einen weiter auszubauenden sanften Tourismus bietet, fordert der RVDL: Schluss mit jeder weiteren Abbauüberlegung! Die Landschaft ist bereits gebeutelt genug. Die ungebremste Ausbeutung zu Lasten von Mensch und Natur muss ein Ende haben. Dieses Ziel im Sinne der Vorgaben des Landesentwicklungsplans zu fixieren, ist Aufgabe der Regionalen Raumordnung. Ein Alleinstellungsmerkmal muss Vorrang haben. Die wirtschaftliche Entwicklung der Region hat weit mehr Umsatz und Beschäftigungsmöglichkeiten durch den Tourismus als durch weitere Gruben, die kaum Personal benötigen.- Zudem weist der RVDL nachdrücklich darauf hin, dass die Abgrabungen erheblichen Einfluss auf den Wasserhaushalt haben, der in der Vulkaneifel durch die Mineralbrunnen in Gerolstein und Dreis ein prägender Wirtschaftszweig ist und weit mehr Menschen beschäftigt als der Gesteinsabbau.

    Fazit: Der RVDL fordert die Landesregierung und die im Landtag von Rheinland-Pfalz vertretenen Parteien eindringlich auf, der weiteren Zerstörung einer einzigartigen und einmaligen Landschaft nicht weiter tatenlos zuzusehen, sondern unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, die das selbst als vorrangig ausgegebene Ziel des Schutzes und der Sicherung dieser Landschaft tatsächlich gewährleisten.
  • 23.7.2018
  • Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V.
    Mark vom Hofe, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Fachgruppe Landschaftsschutz des Rhein. Vereins
    Dr. Sibylle Bauer
    Prof. Hans Erkert
    Hartmut Schmidt
    Roland Thelen, Regionalverband Eifel des Rhein. Vereins


Trierischer Volksfreund (PDF, 1,78 MB)

Wochenspiegel 12.09.2018 (PDF, 729 KB)

RVDL Stellungnahme als PDF-Datei (PDF, 39 KB)


Kuranlagen in Bad Neuenahr in Gefahr - öffentlicher Appell für ihre Erhaltung


In Bad Neuenahr sind die Kuranlagen aus der Zeit der Klassischen Moderne aktuell vom Abriss bedroht. Zahlreiche bedeutende Denkmalschutzorganisationen haben auf Initiative des Rheinischen Vereins einen öffentlichen Appell an die Stadt gerichtet, das Kulturerbe mit aller Kraft zu erhalten, und haben dafür ihre Unterstützung angeboten. Der Appell wurde am 22. August 2018 im Rahmen einer Pressekonferenz an Vertreter der Stadt übergeben.

Den Appell und die erste Presseresonanz finden Sie hier:

Appell zur Erhaltung der Kuranlagen in Bad Neuenahr (PDF, 105 KB)

Artikel General-Anzeiger Bonn (PDF, 37 KB)

Artikel Rhein-Zeitung (PDF, 61 KB)

Bad Neuenahr- Dt. Stiftung Denkmalschutz (PDF, 38 KB)

Artikel FAZ vom 25.08.2018 (PDF, 1,39 MB)

Artikel Blick Aktuell (PDF, 96 KB)

Bericht des SWR

Mainzer Algemeine Zeitung (PDF, 280 KB)

Bad Neuenahr-Ahrweiler Kuranlagen (MP3, 1,6 MB)


Donnerstag, 11. Oktober 2018


Wasser.Kultur.Landschaft

Die Rolle der Binnengewässer für die Kulturlandschaftsentwicklung

Tagung

Wasser.Kultur.Landschaft

. Flyer (PDF, 2,61 MB)


Vom Angstraum zum Wohlfühlort – Der umstrittene Kölner Ebertplatz zeigt sein wahres Gesicht

Nach zwanzig Jahren Pause sprudelt seit dem 14. Juli 2018 die wasserkinetische Skulptur des Künstlers Wolfgang Göddertz endlich wieder! Im Kölner Bilderbuch-Sommer zeigt sich der stark kritisierte Ebertplatz als Wohlfühlort. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz begrüßt ausdrücklich das Instandsetzen des Brunnens durch die Stadt Köln. „Mit dem Wasser kommt die Freude zurück auf den Platz“, so Geschäftsführer Dr. Martin Bredenbeck, „es herrscht wieder ein buntes Treiben, und der Platz erhält seine Aufenthaltsqualität zurück.“


Ebertplatz

Foto: RVDL / Anke von Heyl

Der Regionalverband Köln des Rheinischen Vereins hatte sich im Mai mit der Bitte an die Stadtverwaltung gewandt, man möge einen möglichen Denkmalwert des in den 1970er Jahren als moderne urbane Fläche geplanten Platzes prüfen. Nachdem der bereits in Gang gesetzte Prüfvorgang überraschend gestoppt wurde und es eine hoch-emotionale Diskussion um den „Angstraum“ Ebertplatz gegeben hatte, sah es nicht gut aus für die Anlage, obwohl sie Kennern als herausragende Gestaltung der Nachkriegsmoderne gilt. Noch immer ist davon die Rede, den Platz 2021 komplett umzugestalten, so dass ein wichtiges Zeugnis moderner Stadtentwicklung verschwinden würde. Die Mitglieder des Arbeitskreises Nachkriegsmoderne im Rheinischen Verein setzen auf die Macht der Bilder und auf erlebbare Qualität. Die mehr als 200.000 Euro teure Instandsetzung des Brunnens hat eine sehr deutliche Verbesserung der Platzatmosphäre zur Folge. Genau das war schon 1977 das Ziel des Künstlers Wolfgang Göddertz, der wusste, wie belebend Wasser auf die Nutzer des Platzes wirken würde. Für die Experten aus dem Rheinischen Verein steht der Ebertplatz exemplarisch für einen Platztypus der 1960er und 1970er Jahre, der derzeit an vielen Stellen bedroht ist: abgesenkte, auf mehreren Ebenen verteilte Anlagen, oft mit Sichtbeton gestaltet, oft reich begrünt und mit der erklärten Absicht gestaltet, Verkehrsverteiler zu sein. Solche Gestaltungen prägen den Charakter der modernen Städte entscheidend mit und sind somit identitätsstiftend für mehrere Generationen gewesen. Der Arbeitskreis Nachkriegsmoderne im Rheinischen Verein gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass angesichts der positiven Wandlung vom „Angstraum“ zum „Wohlfühlort“ der Ebertplatz eine zweite Chance erhält und man in der Stadt die Umgestaltung noch einmal überdenkt oder ihre Parameter zumindest neu justiert.


Ebertplatz

Foto: RVDL / Anke von Heyl

Hintergrund
Der 1906 gegründete Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz ist eine starke Stimme für Bürgerengagement in der früheren Preußischen Rheinprovinz. Zwischen Niederrhein und Mittelrheintal entlang des Rheins und seinen Nebenflüssen setzt sich der Verein für die Bewahrung, sensible Entwicklung und Vermittlung des reichen Landschafts- und Kulturerbes ein. Mit Führungen und Vorträgen, Tagungen und Workshops, Publikationen sowie Stellungnahmen und Resolutionen wirkt der Verein in die Öffentlichkeit und arbeitet eng mit den Trägern öffentlicher Verwaltung zusammen.


Das Kölner Grünsystem - ein zukunftsweisendes Erbe

Im Rahmen des Europäischen Kulturjahres 2018 wird mit dem vorliegenden Programm das Kölner Grünsystem als einzigartiges Kulturerbe in den Mittelpunkt gestellt. Als ein europäisches Kulturerbe entstand es in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Damals waren großräumige Grünplanungen für die Städte weit über Deutschland hinaus üblich. Allerdings schaffte nur der damalige Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer es, in der nach dem Ersten Weltkrieg wirtschaftlich und politisch angespannten Lage ein derartig umfangreiches Grünsystem aufzustellen und politisch und praktisch in wesentlichen Zügen umzusetzen. So entstanden auf den ehemaligen preußischen Festungszonen der Innere und Äußere Grüngürtel. Die von dem renommierten Städtebauer Fritz Schumacher vorgesehenen radialen Verbindungszüge konnten z.T. erst ab den 1960er Jahren ausgebaut werden. Gegenwärtig findet eine Erweiterung im Umland statt. Die von Schumacher angedachten Grünkeile, ausgehend vom Äußeren Grüngürtel, stoßen jetzt auf einen dritten Grüngürtel in der Erftaue und auf dem Vorgebirge.

Von Anfang an stand die ökologische und historischkünstlerische Gestaltung als Frischluftspeicher für die Bevölkerung im Mittelpunkt der Planungen. Dieses für andere Städte im Zuge der dramatischen Luftverschmutzung und des Klimawandels sowie des Stadtwachstums vorbildhafte Grünnetz Kölns ist u.a. durch das Bevölkerungswachstum und steigende Flächenversiegelung bedroht. Daher wird dieses umfangreichste Kölner Landschafts- und Kulturobjekt in diesen Veranstaltungen mit all seinen positiven Funktionen und ästhetischen Facetten vorgestellt.

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner
Vorsitzende des Regionalverbandes Köln im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz

Jahr des Kölner Grünsystems - Programm

Flyer (PDF, 170 KB)


Europäischen Tag für Denkmalpflege


Bild

v.l.n.r. Minister Wolf, Christin Theisen (RVDL-Projekt "Stimmen und Stimmungen an der Mosel"), Dr. Martin Bredenbeck (RVDL, Geschäftsführer), Dr. Karl-August Heise (RVDL, Vorsitzender des Regionalverbands Trier), Foto: RVDL

Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, hat am Europäischen Tag für Denkmalpflege am 10. Juni 2018 auch den RVDL-Stand in den Kaiserthermen in Trier besucht. Er informierte sich über die Arbeit des Vereins in Trier und im gesamten Vereinsgebiet, freute sich über das neu erschienenen Heft „Rheinische Kunststätten: Das Staatstheater Mainz“ und kam auch in Kontakt mit der Mitarbeiterin des RVDL-Projektes „Stimmen und Stimmungen an der Mosel“.


Der neue Flyer "Die Burgruine Virneburg"

Flyer ... (PDF, 769 KB)


Unterstützung für die „Ostmoderne“

Der Rheinische Verein bündelt Bürgerengagement für Denkmalpflege und Kulturlandschaft im Rheinland. Mit einer breiten bürgerschaftlichen Initiative zur Erhaltung des berühmten Terrassenrestaurants „Minks“ in Potsdam (1970er Jahre) haben wir uns gerne solidarisch erklärt und deren offenen Brief unterstützt.

PDF Ostmoderne (PDF, 420 KB)


200 Jahre Universität Bonn - der Rheinische Verein gratuliert!

„Gebäude mit faustischem Charakter“
Vom barocken Poppelsdorfer Schloss aus dem 18. Jahrhundert bis zum Arithmeum mit seinen klaren Linien und der Fassade aus Glas: Die Universitätsgebäude haben mit ihren unterschiedlichen Architekturstilen ihre besonderen Reize und Herausforderungen. Anlässlich des 200jährigen Bestehens der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zeigten drei Experten ihre ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf die Universitätsgebäude auf. Gebäude erzählen Geschichten, sie stiften Identität und prägen das Leben derer, die in ihnen lehren und lernen. Das weiß nicht zuletzt Bernd Draser, Dozent an der ecosign/Akademie für Gestaltung und ehemaliger Student der Universität Bonn. Am Donnerstagabend saß er wieder im Hörsaal I des Universität Hauptgebäudes. Dieses Mal jedoch nicht als Student, sondern als einer von drei Experten, die darüber diskutieren, in welchen Spannungsfeldern sich die Gebäude bewegen.

Manchmal unpraktisch, aber sehr schön

„Identitätsbildend war für mich besonders dieses Verwinkelte, Faustische des Philosophischen Seminars. Was schon von seinem ganzen Charakter her besonders geisteswissenschaftlich ist. Es ist unpraktisch, es ist schwer zugänglich. Es ist aber sehr schön!“, meinte Draser und nahm eine Hochschule als „Raum für Bildung“ dabei ganz wörtlich: „Wenn man Bildung als das Eintrichtern von Kompetenzen sieht, ist sicher ein laborähnlicher Raum ein geeigneter Ort. Wenn es aber auch um die komplexere Entwicklung der eigenen Persönlichkeit geht, dann sollten sich Räume nicht der Funktionalität unterwerfen.“

Architektur und Bauweise eines Gebäudes prägen die Studierenden dabei ganz unterschiedlich, auch wenn der Einfluss oft unbewusst sei, meinte auch Hiltrud Kier, Professorin am Kunsthistorischen Institut: „Sicher ist das Studium im Hauptgebäude erhebend. Aber auch die Bibliothek mit ihrem großen Lesesaal direkt am Rhein hat etwas sehr Animierendes. Ebenso stößt das Juridicum bei den Studierenden der Rechtswissenschaft auf positive Resonanz.“


Uni Bonn

(von links) Prof. Dr. Hildtrud Kier, Bernd Draser, Prof. Dr. Christoph Zöpel und Moderator Dr. Martin Bredenbeck vom Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Foto: Volker Lannert/Uni Bonn

Gelungene Mischung aus historisch und modern

Die Mischung aus historischen, altehrwürdigen Gebäuden und moderneren Neubauten auf der einen Seite, die unzertrennliche Verwobenheit der Universität im Stadtbild auf der anderen Seite, sah Professor Dr. Christoph Zöpel als ein „doppeltes Glück Bonns“. Laut dem Vorsitzenden des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz kann es keine Universitätsentwicklung ohne Stadtentwicklung geben. Gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit sei deshalb eine entscheidende Frage, welche bestehenden Gebäude in Zukunft für universitäre Zwecke genutzt werden – und vor allem wie.

Für Zöpel ist das nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Funktionalität: „Wenn wir wollen, dass unsere Studenten ihre Uni schön finden, müssen wir sie so bauen, dass sie genügend Platz haben.“ Den berüchtigten „Betonklötzen“ aus den 1960er und 70er Jahren mochte er trotzdem nicht viel abgewinnen. Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Fürsprache kam dagegen von Hiltrud Kier: „Die Qualität eines Gebäudes bewertet jede Generation subjektiv und immer wieder neu. Es ist ein stufenweiser Prozess bis auch die Qualität dieser Bauten erkennbar wird.“

Von denjenigen, die nach der Veranstaltung aus dem Hörsaal ins Freie traten, wird der ein oder andere kurz innegehalten und einen Blick auf das erleuchtete Hauptgebäude geworfen haben: Das von Professor Kier als falsches „Schönbrunnsches Gelb“ der Fassade bezeichnete musternd, die verwinkelten Gänge im Turm des Philosophischen Seminars erahnend und vielleicht ja sogar zufrieden ins Getümmel der Innenstadt verschwindend – glücklich darüber, dass sich die Uni im Herzen der Stadt befindet.


Dr. Elmar Heinen

Dr. Elmar Heinen (Foto: privat)

Dr. Elmar Heinen, langjähriges Mitglied des ehemaligen wissenschaftlichen Beirates und Ehrenmitglied des Rheinischen Vereins, ist am 31. Dezember 2017 im Alter von 90 Jahres plötzlich verstorben.

Dr. Heinen, bis zu seiner Pensionierung Ministerialrat im Bonner Landwirtschaftsministerium, trat schon 1971 dem Rheinischen Verein bei. In der Pension widmete er sich besonders dem Erhalt und der Erweiterung des Naturparks Siebengebirge. Als stellvertretender Vorsitzender unter dem langjährigen Vorsitzenden Dr. Josef Ruland erreichte er gegen die Bahn den Bau eines Tunnels für die ICE-Strecke Köln-Frankfurt im Siebengebirge. Auch lag ihm der Naturschutz im Siebengebirge mit dem Schutz der Wildkatze, des Schwarzstorches und der Gelbauchunke sehr am Herzen. Der Rheinische Verein und der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) machten ihn deshalb zu ihrem Ehrenmitglied.

Er bekämpfte auch besonders die geplanten Windräder im Buchenwald beim „Auge Gottes“ in Unkel, weil dadurch die Tiere im Siebengebirge gefährdet wären. Auch in der LNU (Landesgemeinschaft Natur und Umwelt) war er sehr aktiv als Koordinator des Rhein-Sieg-Kreises und Mitglied im Landschaftsbeirat. Noch im Sommer 2017 auf der Jahrestagung des Rheinischen Vereins in Bonn diskutierte er fleißig mit, besonders Satzungsfragen lagen dem engagierten Juristen sehr am Herzen. Doch plötzlich fehlte er im Spätherbst bei unserer Sitzung des Regionalvorstandes wegen einer Erkrankung. Er wird uns im Regionalverband mit seinen vielen Ratschlägen sehr fehlen. Heiner Eckoldt

Nachruf (PDF, 3,46 MB)


Rathaus Mainz

Kunsthistoriker (Matthias Müller und Gregor Wedekind) heben Bedeutung der "republikanischen Burg" hervor und kritisieren die Sanierungspläne

Zeitungsausschnitt (PDF, 214 KB)


Zeitungsausschnitt

AZ 29.11.2017

Brief des RVDL an das Rathaus Mainz (PDF, 263 KB)


Initiative "Freunde des Mainzer Rathauses"


Plätzchen werden verteilt

Plätzchen werden verteilt


Rathaus Mainz Plätzchen verteilen

Studenten haben eine Initiative „Freunde des Mainzer Rathauses“ gegründet und Plätzchen in Formen von Bauteilen des Rathauses an die Stadtratsmitglieder verteilt.


"Denkmal Digital - Denkmalpflege und Moderne Medien"


Erfolgreiche Tagung am 23.11.2017 im Rahmen der Exponatec Köln


Exponatec

Dr. Andrea Pufke, Anke von Heyl, Dr. Inge Gotzmann und Dr. Martin Bredenbeck Foto: IngenieurTeam2, Rheinbach

Zum mittlerweile 5. Mal fand im Rahmen der (zweijährlichen) Kölner Messe Exponatec die gemeinsame Tagung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, des Bund Heimat und Umwelt in Deutschland, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Deutschen Burgenvereinigung sowie Europa Nostra Deutschland statt. Rund 130 Gäste waren zum Congress Center der Messe gekommen, um sich über Aspekte von Digitalität zu informieren, die unser Arbeits- und Alltagsleben längst durchdrungen hat und auch den Bereich der Denkmalpflege zunehmend prägt. Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein begrüßte die Gäste und sprach allen Veranstaltern und nicht zuletzt der unterstützenden KoelnMesse Dank aus.

Datenbanken als Arbeitsinstrumente wurden ebenso erläutert wie digitale Messmethoden und Visualisierungsmöglichkeiten. Im Bereich der Vermittlung lässt sich über die Sozialen Medien eine breite Öffentlichkeit erreichen, mit Apps und Internetportalen sind Informationen leicht zugänglich und können Trends gesetzt werden.

Auch zahlreiche nachdenkliche und kritische Fragen kamen zur Sprache: Regeln Denkmäler ihren Wartungsbedarf zukünftig durch Sensoren selber und stimmen Internetnutzer mit "Klicks" ab, was ihnen gefällt und was ein Denkmal sein soll? Die Bandbreite der Beiträge vom spielerischen Zugang bis zur nüchternen Datenbank-Arbeit ließ Freiheit für alle Gedankenexperimente und Zuspitzungen.

In der Schlussrunde (Foto) reflektierten Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke, die Museumspädagogin und Bloggerin Anke von Heyl und Dr. Inge Gotzmann vom Bundesverband der Heimat- und Bürgervereine die Tagung und blickten voraus auf das Europäische Kulturerbejahr 2018, moderiert von Dr. Martin Bredenbeck vom Rheinischen Verein.


Der Rheinische Verein (RVDL) und die Abteilung Kulturlandschaftspflege des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) haben 2017 zu mehreren „entspannten Erkundungen zwischen Arbeit und Daheim“ eingeladen.


Bauelement

Foto: © Henny Monzel

Bei den Spaziergängen unter fachkundiger Leitung durch städtische und ländliche Kulturlandschaften, gibt es Bekanntes aus neuen Perspektiven zu sehen und unerwartete Entdeckungen gleich neben der Haus- oder Bürotüre. Ein Ziel der Exkursion ist es, vermeintlich bekannte Orte neu zu sehen und gegebenenfalls auch hinter verschlossene Türen zu blicken. Nach einer erfolgreichen ersten Veranstaltung mit rund 35 Teilnehmern im Verwaltungszentrum in Koblenz-Rauental stand noch ein zweiter Spaziergang auf dem Programm, zu dem wir auf unserer Internetseite eingeladen hatten. Koblenz – die Südallee (Teil 1) Mit der südlichen Vorstadt entstand im 19. und frühen 20. Jh. in Koblenz ein ausgedehntes Wohnviertel, das mustergültig die damalige Stadtplanung und Architektur präsentiert.


Koblenz

Foto: © Hans-Peter Günther

Zum Feierabend-Spaziergang mit Dr. Martin Bredenbeck, Geschäftsführer des RVDL in Köln, fanden sich über 50 Teilnehmer ein.

Gemeinsam wurde der erste Teil der Südallee, eine der Hauptachsen des Viertels, zwischen Friedrich-Ebert-Ring und Markenbildchenweg erkundet. Die einstige Prachtstraße ist nach Auffassung des RVDL „in die Jahre gekommen“ und braucht eine neue Gestaltung. Besonders deutlich wurde dies im Verlauf der Führung beim Gang über den mittleren Grünstreifen, der für die Aufstellung von unterschiedlichsten Fahrradständern, Containern für Altpapier und Glas usw. genutzt wird.Im kommenden Jahr ist die Fortsetzung des Spazierganges vom Markenbildchenweg bis zur Josefskirche geplant. Wir werden rechtzeitig über den Termin informieren.


Aussichtsplattform Rabenlay in Oberkassel eröffnet

Von der neuen Aussichtsplattform an der Rabenlay können die Besucher über den Rhein bis zum Heiderhof blicken. 16 Tafeln informieren über den Fund einer steinzeitlichen Doppelbestattung.

Von Rainer Schmidt, 18.09.2017, Beitrag im General-Anzeiger Bonn


Aussichtsplattform Oberkassel

Foto: Benjamin Westhoff

„Ein Skywalk für Bonn“, sagt ein erster Besucher des neuen Aussichtspunkts an der Rabenlay in Oberkassel. Von allen Seiten wird der tolle Blick in das Rheintal spontan mit „Boah“ bewundert. Als die Sonne hinter den Regenwolken hervorkommt, kann man bis nach Königswinter und über den Rhein hinweg zum Heiderhof blicken. „Ein gigantischer Ausblick“, sagt Helmut Müller aus Ramersdorf, der den Bau der Aussichtsplattform genau verfolgt hat. Seit Sonntag ist sie im Ennertwald für die Wanderer geöffnet, obwohl sie schon vor vielen Wochen fertiggestellt worden war.

Dafür gab es zwei bürokratische Gründe. Zum einen hat es im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, dem Hauptinitiator der Plattform, einen Wechsel im Vereinsvorstand gegeben. Zum anderen hat der Verein den Bau der Plattform zum Anlass genommen, den Versicherungsschutz für Haftpflichtschäden anzupassen. Der neue Vorstand entschied daraufhin, dass die Plattform mit einem Einweihungsfest und allen beteiligten Firmen, Vereinen sowie Bürgern freigegeben werden sollte. So kamen unter anderem Barbara Schock-Werner (Vorstand der NRW-Stiftung), Christoph Zöpel (Vorsitzender Rheinischer Verein), Landesrat Detlef Althoff (Landschaftsverband Rheinland), Jochen Dodt (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW) und Bezirksbürgermeister Guido Déus.

Spektakulärer Blick über das Rheintal

Die 24 Quadratmeter große Aussichtsplattform hat eine Länge von etwa neun Metern und ermöglicht einen spektakulären Blick über das Rheintal. Insgesamt 16 Tafeln bieten neben Angaben zur steinzeitlichen Oberkasseler Doppelbestattung zahlreiche Informationen zum Naturschutzgebiet, zur Geologie und zu verschiedenen Themen der Kulturlandschaft. Der für die Region, aber auch für ganz Deutschland und Europa bedeutsame Grabfund beim Steinbruch am Stingenberg vor der Rabenlay wird so als Teil der Kulturlandschaft und ihrer Entwicklung neu erlebbar gemacht. Bereits im Juli gab es Überlegungen, im Umfeld der einstigen Fundstelle einen Ort zu schaffen, an dem die herausragende Bedeutung des Fundes in angemessener Weise gewürdigt werden solle. Immerhin zählt die 1914 im Zuge von Steinbrucharbeiten im Bereich der Rabenlay geborgene Doppelbestattung eines Mannes und einer Frau aus der Zeit um 14.000 vor Christus zu den bedeutendsten altsteinzeitlichen Funden Europas. Die Originale werden heute mitsamt der in den letzten Jahren bei der Neubearbeitung gewonnenen Ergebnisse im LVR-Landesmuseum Bonn präsentiert.

Planung und Förderung

Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Heimatverein Bonn-Oberkassel, der Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch, der Landesbetrieb Wald und Holz NRW, das LVR-Landesmuseum Bonn sowie das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland haben die Plattform geplant. Gefördert wurde das Projekt maßgeblich von der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landschaftsverband Rheinland. Die Realisierung der Plattform lag in den Händen des Ingenieurbüros Miebach, das vor allem im Brückenbau tätig ist und diesmal vornehmlich mit Holz gearbeitet hat. Die Kosten liegen bei etwa 160.000 Euro.


Eröffnung 17.09.2017

Eröffnung 17.09.2017 Foto: Lothar Kornblum


Eröffnung

Foto: Lothar Kornblum


Geschäftsstelle


Rheinischer Verein startet mit neuem Vorstand

Der 1906 gegründete Rheinische Verein ist die starke Stimme für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in der früheren Rheinprovinz, vom Niederrhein zum Oberen Mittelrheintal, von Trier bis ins Bergische Land. Gemeinsam mit ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürger vertreten wir unsere Ziele gegenüber Politik und Verwaltung und sorgen für eine starke zivilgesellschaftliche Lobby.

Die Mitgliederversammlung des Rheinischen Vereins hat bei ihrer Jahrestagung 2017 im Collegium Albertinum in Bonn vier neue Vorstandsmitglieder gewählt.

Neuer Vorsitzender ist seit dem 30. Juni 2017 Prof. Dr. Christoph Zöpel. Der von 1980 bis 1990 für den Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen zuständige Minister sieht wichtige Themen des Vereins - auch angesichts der neuen Landesregierung in NRW - v.a. in der Förderpolitik, in der Stärkung des Ehrenamts, in der Vermittlungsarbeit und im gemeinsamen Gestalten des Europäischen Kulturerbejahres 2018.

Stellvertretender Vorsitzender ist Prof. Dr. Matthias Müller, der an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Kunstgeschichte lehrt und Mitglied des Landesbeirats für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz ist.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: der Vorsitzende der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW, Mark vom Hofe, der als Journalist beim WDR tätig ist, sowie Dr. Ulrich Stevens, früher Denkmalpfleger am Amt für Denkmalpflege im Rheinland, der einen Schwerpunkt u.a. auf digitale Sicherung und Vermittlung von Denkmalen legt. Dem Vorstand gehören außerdem Landesrätin Milena Karabaic, Kulturdezernentin des LVR, RA Rolfjosef Hamacher als Schatzmeister sowie der Kunsthistoriker Dr. Martin Bredenbeck als Geschäftsführer an.

Der neue Vorstand will sich den vielfältigen Facetten des Vereins - darunter Bau- und Bodendenkmäler, Ehrenamt in der Denkmalpflege und Denkmalvermittlung, junge Denkmale der Nachkriegsmoderne, Landschaftsschutz vor Veränderungen durch Rohstoffabbau und Energiewende, das Kulturerbe der Flusslandschaften von Rhein und Nebenflüssen, archäologische und vorzeitliche Funde und ihre Präsentation - nun mit ganzer Kraft widmen.


Koblenzer Feierabendspaziergang

Großer Andrang am Zaun vor dem "Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr" Foto: Hartmut Fischer

Feierabendspaziergang zu Koblenzer „Denkmalen von morgen“

Mit dem neuen Format „Feierabendspaziergänge“ laden der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und die Abteilung Kulturlandschaft des Landschaftsverbands Rheinland regelmäßig ein zu legeren Erkundungstouren zwischen Arbeitsschluss und Feierabend daheim. Am 11. Juli stand „downtown Koblenz Rauental“ auf dem Programm, ein Verwaltungsquartier, das seit den 1960er Jahren entstand und von einer Fülle interessanter Bürobauten bis in die Gegenwart geprägt wird. 35 Interessierte schlossen sich dem Rundgang durch dieses Architekturmuseum des 20. Jahrhunderts an, bei dem Dr. Martin Bredenbeck Eigenheiten, Qualitäten und Herausforderungen u.a. von Betonoberflächen, Fertigteilarchitektur und zeitgebundener Ästhetik erläuterte. Eine Entdeckungsreise, bei der mancher Bau auf dem Programm stand, der vielleicht ein Denkmal werden könnte. Und eines steht ganz sicher fest: Die Gartenanlagen und Wasserspiele sind bestimmt der schönste Grund, um in Koblenz in das in den 1970er Jahren fertiggestellte Finanzamt zu gehen.


Erhalt des Industriedenkmals Düsseldorfer Gasbeleuchtung


Gaslaterne

Warum es sich lohnt für den Erhalt des Gaslichts in Düsseldorf zu kämpfen

Düsseldorf ist bald die einzige Stadt weltweit, in der es ein funktionierendes Gaslaternennetz gibt. Keine andere Stadt wird auch nur annähernd so markant vom Schein des Gaslichts geprägt wie unsere.

Ein Projekt im RVDL
Förderung der Ziele des Gaslicht-Projektes ist stets sehr willkommen:
Zweckgebundene Spenden, Kennwort „Düsseldorfer Gasbeleuchtung“ bitte ausschliesslich auf das RVDL-Konto bei Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE23 3705 0198 0002 2326 50
BIC: COLSDE33


Kooperation des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz mit dem Kölner Zoo zur Wiederherstellung des Südamerikahauses


Der Rheinische Verein wird mit seinem breiten bürgerschaftlichen Engagement die Sanierung des Südamerikahauses im Kölner Zoo vor allem unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten begleiten.

Die Presseerklärung mit weiteren Informationen finden Sie hier» (PDF, 269 KB)


Scheckübergabe: 250.000 Euro für Sanierung des Südamerikahauses im Kölner Zoo


Südamerikahaus

Köln, 15. März 2017

Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützt auf Anregung des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V. die künftige Sanierung des Historischen Südamerikahauses im Kölner Zoo mit einem Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro.

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, übergab heute stellvertretend die schriftliche Förderzusage an die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg. „Mit diesem Betrag kommen wir einen Schritt voran auf dem Weg der Instandsetzung dieses für Köln einzigartigen Gebäudes“, betonten die Zoovorstände.

Das Geld fließt in die grundlegende Sanierung des denkmalgeschützten Südamerikahauses. Es wurde 1899 im Stil einer russisch-orthodoxen Kirche erbaut und ist mit seiner Architektur einmalig im gesamten Rheinland. Bei der Fassadengestaltung steht der Denkmalschutz im Vordergrund. Das Hauptaugenmerk für die Innennutzung liegt auf den Themen Besucherattraktivität und Energieeffizienz.

Theo Pagel: „Nach Sanierung und Umbau wollen wir unseren Gästen eine attraktive Regenwaldlandschaft präsentieren, in der sich Affen, Vögel und andere Tiere Mittel- und Südamerikas frei bewegen können.“ Christopher Landsberg: „Wir danken der NRW-Stiftung und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Ohne Partner wie diese wäre die Verwirklichung unserer ehrgeizigen Pläne nur sehr schwer möglich.“

Im Zuge des Jubiläumsjahres „Danke Berlin – 200 Jahre Preußen am Rhein“ hatten der Rheinische Verein und der Kölner Zoo 2015 eine Kooperation vereinbart, um gemeinsam für das bedeutende Kulturerbe der Zoo-Bauten aktiv zu werden.

Das Südamerikahaus zählt neben den Schweizer Blockhäusern, dem Alten Elefantenhaus im maurischen Stil und der klassizistischen Direktorenvilla zu den ältesten Bauten des Kölner Zoos.


Stellungnahme des RVDL zum Thema Grüngürtel / 1. FC Köln

Grüngürtel, Stellungnahme RVDL (PDF, 301 KB)

Grüngürtel Aufruf zur Pedition (PDF, 216 KB)


Ela - Grüne Schätze in der Stadt

Wie Landschaftsarchitekten historische Gärten und Parkanlagen nach Sturmschäden wieder in Wert setzen

mehr (PDF, 318 KB)


Bodendenkmalschutz und Bodendenkmalpflege in Kobern-Gondorf

- Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes im Bereich des Grabungsschutzgebietes „Gondorf–Römerstraße“
- Berücksichtigung der bodendenkmalpflegerischen Belange

Der Vorstandsvorsitzende, Herr Prof. Dr. Horn, hat sich in einem Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Kobern-Gondorf gewandt.

Brief RVDL Kobern-Gondorf (PDF, 254 KB)


Publikationsliste des Bund Heimat und Umwelt zu den Themen Bürgerschaftliches Engagement, Kulturlandschaft, Natur und Umwelt sowie Baukultur und Denkmäler.

BHU Publikationsliste (PDF, 1,51 MB)