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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder des Rheinischen Vereins,
endlich ist es so weit! Schon seit langem besteht der Wunsch nach einer Verbesserung der internen Kommunikation. Deshalb freut es mich besonders, dass ich Ihnen heute die erste Ausgabe unseres neuen Newsletters präsentieren kann.
Ich hoffe, die vorliegende erste Ausgabe findet Ihren Zuspruch.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Heike Gregarek

Vorsitzender des Rheinischen Vereins, Frithjof Kühn
Frithjof Kühn, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, ist in der Mitgliederversammlung des Rheinischen Vereins im Juni 2009 zum Vorsitzenden des Rheinischen Vereins gewählt worden (vgl. Rheinische Heimatpflege, Heft 2, 2009). Geboren 1943 in Fürstenfeldbruck, studierte Kühn Jura in Bonn, Wien, Köln und München und war anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesrates. Seit 1981 ist er beim Rhein-Sieg-Kreis tätig: seit 1985 Dezernent für Umweltschutz und öffentliche Ordnung, seit 1991 zusätzlich Dezernent für die Finanzen. 1994 wurde er zum Oberkreisdirektor gewählt, seit 1999 ist er direkt gewählter Landrat des Rhein-Sieg-Kreises. Ehrenamtlich engagiert sich Kühn als Vorsitzender bzw. Mitglied diverser Kommissionen, Beiräte, Vereine, u.a. als Vorstandsmitglied des Verschönerungsvereins Siebengebirge und, seit Mai 2009, als Vorsitzender des Vereins Region Köln/Bonn.
Dr. Norbert Heinen, Vorsitzender des Rheinischen Vereins von 1990 bis 2009, hatte nicht wieder für eine Wiederwahl bereit gestanden. Die Mitglieder wählten ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des Rheinischen Vereins.
Dr. Elisabeth Dühr, Direktorin des Stadtmuseum Simeonstift Trier, ist in der diesjährigen Mitgliederversammlung des Rheinischen Vereins in den Vorstand gewählt worden (vgl. Rheinische Heimatpflege, Heft 2/2009). Sie ist Nachfolgerin von Prof. Marie-Luise Niewodniczanska, die nach 19-jähriger Tätigkeit im Vorstand des Rheinischen Vereins nicht wieder kandidierte. Die Mitgliederversammlung wählte Prof Niewodniczanska einstimmig zum Ehrenmitglied des Rheinischen Vereins.

Anfang des Jahres hat der Bund ein Programm für die deutschen Welterbestätten aufgelegt. Gefördert werden aus dem 150 Millionen-Euro Topf des Bundes investive sowie konzeptionelle Maßnahmen, die der Erhaltung, der Sanierung oder der Weiterentwicklung deutscher UNESCO-Kultur- und Naturerbestätten dienen und modellhaften Charakter für die städtebauliche Entwicklung der Welterbe-Kommunen besitzen.
Wir freuen uns sehr, dass die Sanierungsarbeiten an unserer vereinseigenen Burgruine Stahlberg als vorbildhaft, nachhaltig und modellhaft angesehen worden sind und unser Antrag positiv beschieden worden ist.
Der Rheinische Verein hat damit die einmalige Gelegenheit, die Stahlberg in der vorgesehenen Art bis 2013 zu sanieren. Schwer wäre es sonst geworden, die benötigten 1,1 Mio. Euro zusammenzubringen. Ein kleiner „Haken": Auch wenn die Förderung mit insgesamt 90% sehr hoch ist – 504.000 Euro kommen vom Bund, die gleiche Summe vom Land – ist doch ein Eigenanteil von 100.000 Euro gefordert, das entspricht 20.000 Euro pro Jahr!
Sicherlich eine hohe Summe, aber wenn jedes Mitglied schon 5 Euro pro Jahr spendet haben wir es geschafft! Bitte spenden Sie für unsere Burg. Eine zweite Chance wird sich sicherlich nie mehr ergeben!
Jede Spende zählt!
Spendenkonto des Rheinischen Vereins:
Stichwort: „Stahlberg"
Konto 42576, BLZ 370 502 99, Kreissparkasse Köln
Zum Schutz der niederrheinischen Kulturlandschaft sah der Rheinische Verein akuten und konkreten Handlungsbedarf, sind doch die Gefährdungspotentiale dieser einmaligen Kulturlandschaft unter anderem durch Flächenverluste aufgrund von Rohstoffgewinnung und Überbauung groß.
Vom 10. bis 12. November 2009 fand die Konferenz „Der Niederrhein: Natur- und Kulturerbe" im Rathaus der Stadt Xanten statt, welche die unterschiedlichsten Interessenvertreter und Akteure zu einem konstruktiven Diskurs zusammenführte.
Die Liste der Kooperationspartner zeigt bereits, welchen Stellenwert diesem Thema eingeräumt wird: Landschaftsverband Rheinland (LVR), Natur- und Umweltschutz-Akademie (nua), Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU), Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen e.V. (LNU), Niederrhein-Akademie / Academie Nederrijn e. V. (NAAN) und die Geographischen Institute der Universitäten Bonn und Koblenz beteiligten sich an der Organisation. Ca. 130 Teilnehmer folgten Vorträgen von Fachleuten unterschiedlichster Disziplinen, die in mehrerer Hinsicht grenzüberschreitend waren: Nicht nur Landesgrenzen wurden überschritten, da der den Niederrhein umfassende Kulturraum auch die angrenzenden Niederlande umfasst, sondern auch Fachgrenzen wurden überbrückt, indem Vorträge zu Geologie, Biologie, Ökologie, Archäologie und Kunstgeschichte vertreten waren. Auch Wirtschaftsvertreter, namentlich der Kiesindustrie, kamen zu Wort.
Zwei äußerst kurzweilige öffentliche Abendvorträge, „Faszination Niederrhein" (Dr. Georg Verbücheln) und „Der Niederrhein und sein sprachliches Erbe" (Dr. Georg Cornelissen) rundeten zwei gelungene Vortragstage ab.

Übergabe der Niederrhein-Charta durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Rheinischen Vereins Prof. Dr. Heinz Günter Horn (2. v. r.) an Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein (Präsident von Europa Nostra Deutschland), Lutz Lienenkämper MdL (Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen) und Drs. Doede Sijtsma (Provinz Gelderland) (v. l. n. r.)
Höhepunkt der Tagung war die Überreichung der Niederrhein-Charta durch den Stellvertretenden Vorsitzenden des Rheinischen Vereins, Prof. Heinz Günter Horn, an Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Drs. Doede Sijtsma, Vertreter des Kommissars der Königin der Provinz Gelderland, und Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein, Präsident von Europa Nostra Deutschland.
Der Text der Charta ist im Internet unter folgender Adresse abrufbar: http://www.rheinischer-verein.de/projekte/niederrheincharta.pdf.
Die Tagung war aber auch Standortbestimmung: In naher Zukunft soll ein Regionalverband Niederrhein gegründet werden, mit dem wir die Aktivitäten am Niederrhein ausbauen wollen. Dieser Regionalverband soll die Kreise Viersen, Kleve und Wesel sowie die Stadt Krefeld umfassen. Mitglieder aus den genannten Kreisen werden Anfang 2010 angeschrieben.
Wer jetzt schon aktiv in dem neuen Regionalverband des Rheinischen Vereins mitarbeiten möchte, wende sich bitte an die Geschäftsstelle.

Am 6. September 2009 eröffnete der Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Kreis Düren das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen. Die 1841 errichtete Synagoge ist zusammen mit dem Wohnhaus der jüdischen Familie Ullmann das einzige, weitgehend im Originalzustand erhaltene Gebäudeensemble dieser Art im westlichen Rheinland. Nach behutsamer Restaurierung durch das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland bildet es nun den Rahmen für eine Präsentation der Geschichte und Kultur des rheinischen Landjudentums. Einen wichtigen Erzählstrang bildet hierbei die Familiengeschichte der Ullmanns, die bis 1934 Eigentümer der Gebäude waren.
In der ehemaligen Synagoge dokumentieren Tora-Nische, Frauenempore und Schablonenmalerei, aber auch Spuren der Zweckentfremdung nach 1934 die wechselhafte Geschichte des Gebäudes. Im Vorderhaus bietet die Dauerausstellung anschauliche Informationen zu verschiedenen Facetten jüdischen Lebens im Rheinland, unter anderem zur koscheren Küche früher und heute, zu Aspekten der jüdischen Religion und zur Geschichte des rheinischen Judentums.
LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen
Mühlenend 1
52445 Titz-Rödingen
Das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen ist jeden Sonntag von 11 Uhr bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 Euro, Ermäßigungen gibt es für Gruppen sowie Schwerbehinderte, Studierende und Auszubildende. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Weitere Informationen gibt es bei kulturinfo rheinland, Telefon: +49 (0) 2234 / 9921 – 555, info@kulturinfo-rheinland.de.
Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn bis 25.04.2009

Um 1400 steht das Marienbild im Mittelpunkt der Kunst in Europa. Mit großer Leidenschaft bemühten sich die Künstler um ein neues Schönheitsideal für die Gottesmutter und ihr Kind, in dem Irdisches und Überirdisches miteinander verschmelzen.
Die Bildhauer am Rhein verließen dabei die ausgetretenen Pfade der Bildtradition. Sie schufen Statuen von starker Dynamik und sinnlichem Reiz, die die Betrachter entzückten und bewegten. In einer von Epidemien, Kriegen und Hungersnöten geplagten Zeit eröffnete die Kunst Fluchtwege in ein Reich paradiesischer Schönheit.
Die Ausstellung präsentiert die Kerngruppe der rheinischen Marienstatuen in einzigartiger Dichte und Qualität. Leihgaben aus den großen Museen des In- und Auslandes werden ergänzt durch zahlreiche Neuentdeckungen aus Kirchen und Klöstern von Würzburg bis Köln. So rückt die Ausstellung die besondere Qualität und Originalität der rheinischen Kunst um 1400 in ein neues Licht.
LVR-LandesMuseum Bonn
Colmantstraße 14-16
53115 Bonn
Das LVR-Landesmuseum Bonn ist dienstags, donnerstags, freitags, samstags und sonntags von 10 Uhr bis 18 Uhr sowie mittwochs von 10 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5 Euro. Ermäßigungen gibt es für Gruppen sowie Schwerbehinderte, Studierende und Familien. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Weitere Informationen gibt es bei kulturinfo rheinland, Telefon: +49 (0) 2234 / 9921 – 555, info@kulturinfo-rheinland.de.
Der LVR bietet seit Mitte August einen neuen Service für alle Kulturinteressierten im Rheinland: Auf der Webseite www.lvr.de können im LVR-Kulturkalender die Veranstaltungen der LVR-Museen und LVR-Kulturdienste anhand einer Rheinlandkarte oder nach Veranstaltungsdatum, Veranstaltungsort oder Veranstaltungsart recherchiert werden. Ob Tag des offenen Denkmals, historischer Jahrmarkt oder Sonntagsführung im Museum: Von Xanten bis Euskirchen lässt sich das vielfältige Kulturangebot des LVR entdecken. http://www.lvr.de/kalender/
Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen? Wie wäre es denn mit dem Rheinland-Kalender, einer unserer zahlreichen Publikationen oder einer Geschenkmitgliedschaft für ein Jahr im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz?

Damit die Sendungen pünktlich zum Fest bei Ihnen eintreffen, bitten wir Sie, Ihre Bestellungen bis zum 15. Dezember vorzunehmen. Bitte bestellen Sie per Fax: +49 (0) 221 / 809 2141, Tel.: +49 (0) 221 / 809 2801, e-Mail: rheinischer-verein@lvr.de oder per Post: Ottoplatz 2, 50679 Köln.
Nähere Informationen zur Geschenkmitgliedsschaft für ein Jahr erhalten Sie von Frau Kierdorf-Ziehm, Tel.: +49 (0) 221 / 809 70 35, e-Mail: rita.kierdorf-ziehm@lvr.de.
Der Neujahrsempfang 2010 findet am 9. Januar 2010, 11 Uhr, traditionell im Landeshaus des Landschaftsverbandes Rheinland statt. Eine gesonderte Einladung geht Ihnen noch zu.